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    Kreis Bad KreuznachNeue RWE-Tochter Westnetz bündelt Netzgeschäft im Kreis Bad Kreuznach

    Das RWE-Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück agiert künftig unter dem Dach der Westnetz GmbH, einer 100-prozentigen Tochter von RWE Deutschland, die der Energieversorger zum Betrieb seiner Netze gegründet hat. Grund dafür sind die Anforderungen des Gesetzgebers und der Bundesnetzagentur. „Nach denen müssen Netz und Vertrieb klar getrennt sein“, erklärt Regionalzentrumsleiter Rainer Boost.

    Der Strom soll auch unter dem Dach der Westnetz stabil fließen: (von links): die Geschäftsführer Dr. Gabriel Clemens und Heinz Büchel sowie Rainer Boost, Leiter des Regionalzentrums.
    Der Strom soll auch unter dem Dach der Westnetz stabil fließen: (von links): die Geschäftsführer Dr. Gabriel Clemens und Heinz Büchel sowie Rainer Boost, Leiter des Regionalzentrums.
    Foto: Stephan Brust

    Kreis Bad Kreuznach - Das RWE-Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück agiert künftig unter dem Dach der Westnetz GmbH, einer 100-prozentigen Tochter von RWE Deutschland, die der Energieversorger zum Betrieb seiner Netze gegründet hat. Grund dafür sind die Anforderungen des Gesetzgebers und der Bundesnetzagentur. „Nach denen müssen Netz und Vertrieb klar getrennt sein“, erklärt Regionalzentrumsleiter Rainer Boost.

    Größere Veränderungen sind damit aber nicht verbunden, weder für die Mitarbeiter noch für die Kunden. „Das Ganze ist ein Betriebsübergang, der eineinhalb Jahre vorbereitet wurde und völlig ruhig über die Bühne gegangen ist“, betont Heinz Büchel, der den Personalbereich in der Westnetz-Geschäftsführung verantwortet. „Verändert wird eigentlich nur der Name“, ergänzt Büchel. Die Mitarbeiter würden alle ihre Rechte behalten und hätten einen Kündigungsschutz bis zum 31. Dezember 2017. Schließlich ginge es nicht darum, Beschäftigte abzubauen. „Wir müssen nur den neuen regulatorischen Anforderungen gerecht werden“, sagt Büchel.

    Westnetz beschäftigt 5300 Mitarbeiter, betreibt 195  000 Kilometer Strom- und 26  000 Kilometer Gasnetz. „Wir sind praktisch die Logistiker für Strom und Gas“, stellt Büchels Vorstandskollege Dr. Gabriel Clemens heraus. Über das Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück betreut der Netzbetreiber sieben Verbandsgemeinden im Kreis Bad Kreuznach. Gerade in den vergangenen vier Jahren hat RWE viel Geld in neue Stromtrassen in der Region gesteckt, 2012 allein 68 Millionen Euro. „Dadurch sind jetzt erst mal keine größeren Investitionen notwendig“, berichtet Regionalzentrumschef Rainer Boost.

    Grundsätzlich steht Westnetz allerdings vor der Herausforderung, nicht nur zuverlässig den Strom zu den Kunden zu bringen, sondern auch immer mehr aufzunehmen – bedingt vor allem durch die vielen Solarstromanlagen. „Im gesamten Westnetz-Gebiet haben wir pro Jahr mit gut 30 000 Anträgen zu tun“, erläutert Clemens. „Aus der Einbahnstraße werden jetzt praktisch mehrspurige Straßen mit Gegenverkehr“, meint er. Selbst wenn eine Fotovoltaikanlage nur einmal im Hochsommer ihre volle Leistung bringe, müsse das Netz so ausgebaut werden, dass es die Spannung aushält. „Auf der Autobahn nehmen wir einen Stau hin“, sagt Clemens, „im Stromnetz nicht.“

    Die Energiewende macht sich für jeden auf der Stromrechnung durch die EEG-Umlage bemerkerbar, aber auch über Netzentgelte, die knapp ein Drittel der Rechnung ausmachen. „Die eigentliche Energiewende findet bei uns statt – im Verteilnetz“, ist Clemens überzeugt. Von der Politik fordert er jedoch stabilere Rahmenbedingungen: „Wir planen für die nächsten 30 bis 40 Jahre. Da ist es nicht sachdienlich, jedes halbe Jahr eine andere Richtung vorzugeben.“

    Kunden müssen „diskriminierungsfrei“ beliefert werden
    Nach den Vorgaben des Gesetzgebers müssen der Strom- und Gasverkauf (RWE) sowie der Transport im Netz (Westnetz) vor allem deshalb klar getrennt sein, damit auch Konkurrenten „diskriminierungsfrei“ ihre Kunden durch das Verteilnetz beliefern können. Insgesamt unterhält die neue Westnetz 13 Regionalzentren. Darunter auch das Regionalzentrum Rhein-Nahe-Hunsrück, das seinen Hauptsitz in Idar-Oberstein hat und knapp 500 Mitarbeiter (52 Azubis) beschäftigt. Davon sitzen gut 50 im RWE-Haus in der Wolfsheimer Straße in Bad Kreuznach.

    Stephan Brust

    Bad Kreuznach
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