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    Insolvenz: Für Wilbert geht's um alles oder nichts

    Kreis Bad Kreuznach - Wütende Angestellte, ein kurzfristig verlegterTagungsort und dann zarte Hoffnung auf einen Neubeginn: Im brisanten Insolvenzverfahren der Wilbert-Gruppe überschlugen sich am Dienstag die Ereignisse.

    Im Ringen der Gläubiger, der potenziellen Käufer und der Geschäftsführung der in der Insolvenz steckenden Wilbert-Gruppe (Waldlaubersheim und Stromberg) fand am Dienstag eine vorentscheidende Verhandlungsrunde statt. Der endgültige Durchbruch gelang noch nicht. Am Abend gab Insolvenzverwalter Martin Lambrecht allerdings bekannt, dass die Unternehmensgruppe zum 1. März von einem neuen Eigentümer fortgeführt werden solle. Bis dahin wird Lambrecht „mit zwei Interessenten die Endverhandlungen für eine Übertragung führen“.

    Kämpft für den raschen Verkauf: Insolvenzverwalter Martin Lambrecht.
    Kämpft für den raschen Verkauf: Insolvenzverwalter Martin Lambrecht.
    Foto: Rainer Gräff

    Begleitet wurde das Treffen in Bad Kreuznach von der Demonstration großer Teile der noch verbliebenen Belegschaft des Branchenriesen für Kranbau und -vermietung auf dem Bad Kreuznacher Kornmarkt. Zum direkten Aufeinandertreffen der Gläubigerausschussmitglieder und der Belegschaft kam es nicht, der Tagungsort wurde kurzfristig verlegt. „Unsere Wut ist so groß, dass sie nicht auf ein Schild passt“, stand auf den Plakaten ebenso zu lesen wie „Es gibt Investoren“ und „Heute entscheiden!“. Viele derjenigen, die das endgültige Aus und ihre Entlassung fürchten, trugen gelbe Schilder vor der Brust, auf denen die Jahre ihrer Betriebszugehörigkeit abzulesen waren.

    Mitten unter den Demonstranten war Marianne Wilbert, Frau des Geschäftsführers Franz-Rudolf Wilbert, der das 1932 gegründete Unternehmen in der dritten Generation führte – bis zur Insolvenz. Auch Tochter Annette und die dreijährige Enkelin Marie waren vor Ort, ebenso Andreas Glaser, stellvertretender Betriebsleiter des Turmkranewerks in Waldlaubersheim. Zurzeit arbeiten noch 66 Leute im Werk, wie Franz-Rudolf Wilbert auf Anfrage berichtete. In den Blütezeiten waren es 175 Festangestellte und 45 Leiharbeitskräfte.

    Wie brisant die Lage aus seiner Sicht ist, machte Insolvenzverwalter Martin Lambrecht (Düsseldorf) deutlich, als er vor Beginn der Sitzung des Gläubigerausschusses kurz zu den Demonstrierenden sprach. Es gab zwei „vielversprechende“ Kaufangebote, so Lambrecht. Eine Entscheidung müsse noch in diesem Monat fallen. Sonst drohe das endgültige Aus für das Unternehmen. „Zu 95 Prozent sind wir mit den Verhandlungen rund“, sagte Lambrecht. Gestern reichte das wohl nicht für eine Entscheidung. Offenkundig gibt es Hemmnisse im Hintergrund für den Deal. „Zum 1. März soll die wirtschaftliche Übertragung der Unternehmensgruppe vollzogen werden“, kündigte Lambrecht am Abend an. Auf einen 2013 vorgelegten Insolvenzplan hätten sich die rund 25 Finanzierer auf Gläubigerseite damals nicht einigen können, erinnerte der Insolvenzverwalter.

    „Die Banken stehen zur Firma Wilbert“, so lautet eine positive Stellungnahme des Vorstands der Sparkasse Rhein-Nahe am Nachmittag: „Es gibt Signale, dass zumindest eine der beiden Auffanglösungen finanziell begleitet wird.“

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