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    WaldböckelheimGroßübung im Wald bei Waldböckelheim: Hilfsorganisationen retten zwölf verletzte Wanderer

    Aufgescheuchte Wildschweine greifen Wanderer an. Die Verletzten müssen aus einem unwegsamen Waldstück geborgen werden. So war die Großübung im Wald bei Waldböckelheim am Samstag überschrieben.

    DRK, Malteser und Arbeiter Samariter Bund waren an der Großübung im Wald bei Waldböckelheim am Samstagmorgen beteiligt.
    DRK, Malteser und Arbeiter Samariter Bund waren an der Großübung im Wald bei Waldböckelheim am Samstagmorgen beteiligt.

    Als am Samstag gegen 11 Uhr der Alarm beim Deutschen Roten Kreuz in Bad Kreuznach einging, war schnell klar: Das wird ein arbeitsreicher Einsatz. Bei der anstehenden Übungslage ging man davon aus, dass mehrere Personen im Wald bei Waldböckelheim von Wildschweinen verletzt worden waren, nachdem die Wanderer sie aufgescheucht hatten.

    Daraufhin mobilisierte das DRK mehrere Rettungsfahrzeuge, Gerätewagen des Sanitätsdienstes und insgesamt rund 20 ehrenamtliche Rotkreuzler als Teil der DRK-Einsatzeinheit. Vor Ort galt es zunächst alle verletzten und betroffenen Personen zu finden und sie nach dem Schweregrad der Verletzung zu kategorisieren. Dabei half den Rettern ein international anerkanntes Sichtungsschema.

    Im Rahmen der Patientensichtung wurden unverzüglich weitere Rettungskräfte mit Material, Zelten und Fahrzeugen nachalarmiert. Zur Rettung von Verletzten aus dem steilen Gelände wurde die Feuerwehr mit der Facheinheit ERHT - Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen - angefordert. Sie  setzte sich aus rund 15 Feuerwehrkräften der Verbandsgemeinden Rüdesheim und Bad Kreuznach zusammen.

    Auch der Arbeiter Samariter Bund und die Malteser unterstützen die Übung mit je einem Krankenwagen samt Besatzungen. Im Verlauf trafen immer mehr Einsatzkräfte im abseits gelegenen Waldstück ein. Nach und nach versorgten die Helfer alle Patienten. Diese waren so realistisch wie möglich geschminkt. Zu den Verletzungen gehörten offene Wunden am Bauch, Knochenbrüche und schwere Kopfverletzungen. Die Behandlung erfolgte an der jeweiligen Auffindestelle und wurde später in Sanitätszelten mit zusätzlichem Material fortgesetzt. Während der Behandlung waren nicht nur schwierige Verletzungen zu therapieren, sondern es musste sogar eine Sturzgeburt gemeistert werden. Dank einer Hebamme im Team des DRK war auch diese Patientin in den besten Händen. 

    Insbesondere die Rettung aus dem steilen Abhang war eine echte Herausforderung für die Einsatzkräfte. "Bei solchen Massenanfällen von Verletzten gilt es vor allem, sehr schnell festzustellen, wer lebensbedrohlich verletzt ist. Nur dann haben Patienten eine Chance zu überleben", erklärte RK-Pressesprecher Philipp Köhler. Da die Übung alle Facetten eines Einsatzes berücksichtigen sollte, wurden die Patienten auch von der Einsatzstelle in fiktive Krankenhäuser transportiert.

    Gruppenführer Philipp Bus zeigte sich am Ende der Übung zufrieden mit dem Ablauf und bescheinigte allen Helfern hohe Motivation und guten Ausbildungsstand. „Um auf solche Situationen bestens vorbereitet zu sein, trainieren wir den Ernstfall sehr realistisch. So sieht man schnell woran wir noch arbeiten müssen und was bereits gut klappt.“

    DRK-Kreisbereitschaftsleiter Thorsten Walg lobte das Engagement und die schnelle Verfügbarkeit aller Helfer. „Wir haben erneut gesehen, dass man sich auf den Sanitätsdienst im Kreis Bad Kreuznach verlassen kann und wir im Notfall jederzeit handlungsfähig sind, um Menschen zu retten.“

    Damit alle Helfer am Ende der Übung wieder zu Kräften kamen, servierte die DRK-Verpflegungsgruppe das Mittagessen direkt im Wald. Die realistische Notfalldarstellung hatten, in diesem Metier frisch ausgebildet, Rotkreuzler des DRK-Kreisverbandes Bad Kreuznach übernommen. „Ein großer Dank geht auch an die Verletztendarsteller, die sich für unsere vierstündige Übung zur Verfügung gestellt haben“, ergänzte DRK-Gruppenführer Johannes Otto zur Ausdauer der Mimen.

    Bad Kreuznach
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