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    Bad SobernheimGesucht: Schaffer am Sobernheimer Pförtnerhäuschen

    „Das hätte man anders machen müssen!“ „Wieso legt ihr denn dieses Pflaster?“ „Ja, ich würde ja helfen, aber ich kann heute nicht.“ Gute Ratschläge, dumme Sprüche, besserwisserische Kommentare – davon kriegen Alois Bruckmeier, Willi Faber und Karlheinz Kindgen derzeit einige zu hören. Von Passanten, die am Pförtnerhäuschen vorbeikommen, besser gesagt: vorbeihuschen.

    Alois Bruckmeier (links) und Willi Faber gestern Morgen im Einsatz vorm Pförtnerhäuschen an der Wilhelmstraße Sobernheims. Gerade passen sie Pflastersteine für den Bereich vor der unteren Haustür an. Nicht auf unserem Bild: Karlheinz Kindgen, auch er ist fast täglich dabei.
    Alois Bruckmeier (links) und Willi Faber gestern Morgen im Einsatz vorm Pförtnerhäuschen an der Wilhelmstraße Sobernheims. Gerade passen sie Pflastersteine für den Bereich vor der unteren Haustür an. Nicht auf unserem Bild: Karlheinz Kindgen, auch er ist fast täglich dabei.
    Foto: Stefan Munzlinger

    Bad Sobernheim - „Das hätte man anders machen müssen!“ „Wieso legt ihr denn dieses Pflaster?“ „Ja, ich würde ja helfen, aber ich kann heute nicht.“ Gute Ratschläge, dumme Sprüche, besserwisserische Kommentare – davon kriegen Alois Bruckmeier, Willi Faber und Karlheinz Kindgen derzeit einige zu hören. Von Passanten, die am Pförtnerhäuschen vorbeikommen, besser gesagt: vorbeihuschen.

    „Hätte, würde, könnte“, sagt Stadtbeigeordneter Alois Bruckmeier (FWG) reichlich genervt, „hilft uns nicht. Wir brauchen Leute, die anpacken.“ So wie er und die andern beiden. Alle drei sind ehrenamtlich schon seit gut drei Monaten bei der Sache. Fast täglich arbeiten sie am Häuschen an der Wilhelmstraße.

    Nach dem Tod des Restaurierungsinitiators Wolfgang Heimer in der Nacht zum 26. Februar lief zunächst mal nichts mehr. Still lag das Fachwerk-Gebäude, das einst als Durchgangspunkt der Stadtmauer diente, vor sich hin, der Spendenfluss riss ab. Langsam, aber sicher berappelt sich das kleine, fleißige Team finanziell wieder.

    So könnte schon bald ein größerer Betrag von der Kirner Dr.-Wolfgang-und-Anita-Bürkle-Stiftung eintreffen. Ein Antrag ist gestellt. Doch erst muss der Stiftungsvorstand darüber befinden. Denn öffentliche Bauten werden nicht gefördert. Nun ist das Pförtnerhäuschen aber eine historische Stätte, ihr Wert liegt für Bad Sobernheim im Ideellen.

    Möglicher Grund für die Stiftung, der Spende zuzustimmen. 20 000 Euro, das hat Alois Bruckmeier schon mal errechnet, braucht es momentan, um alle begonnenen oder noch anstehenden Arbeiten am Haus zu bewältigen: das Bad im Obergeschoss, der Vor- und Nebenplatz (mit dem alten Pflaster aus der Pfaffenstraße) oder für eine Heizung.

    Die Dachrinne hat Sanitär-Wolf an den Kanal angeschlossen, eine Kugelakazie wird Emil Hößler beisteuern. Zwei Installateure haben sich angeboten, das kleine Bad fertigzumachen. Und so geht es auf der Baustelle nach und nach voran, hiermal fragen, damal ein wenig betteln.

    Das ist nicht einfach. Denn, das weiß auch der Stadtbeigeordnete, die Unternehmen, die gerne geben, sind ständig von etlichen Seiten gefragt, von Vereinen, Institutionen, Gruppen. Jeder bittet um Spenden. Da ist das Pförtnerhäuschen-Team nur eines von vielen.

    Auf was es sich jetzt freut, ist das erste Jahresfest – im Sommer 2011 wurde das Haus eröffnet – morgen, Samstag, 18. August, 11 bis 18 Uhr. Die obere Wilhelmstraße ist gesperrt, es gibt Deftiges und Kuchen. Der Festerlös fließt in die weitere Haussanierung. (mz)

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