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  • Gespannt auf Marktplatzumgestaltung

    Kirn. Die Traditionsveranstaltung "in Kirn spielt die Musik" wird auch 2017 im Kirner Zentrum stattfinden – Wirte werben mit Konzert bei freiem Eintritt

    Wir halten zusammen! Mit der gemeinsam gestemmten Traditionsveranstaltung „In Kirn spielt die Musik“ wollen die Marktplatz-Gasttronomen nachhaltig für den Standort werben. Allerdings gibt's in diesem Jahr nur einen Termin ende Juni. Mit dabei sind (von links)Romito Cosino (Cucina), Gianni Toldo (Venezia), Natascha Ballweber (Julchen), Hasan Sarman (Pumpe), Marktmeister Timo Munstein und Ayfer Conrad (Troja).
    Wir halten zusammen! Mit der gemeinsam gestemmten Traditionsveranstaltung „In Kirn spielt die Musik“ wollen die Marktplatz-Gasttronomen nachhaltig für den Standort werben. Allerdings gibt's in diesem Jahr nur einen Termin ende Juni. Mit dabei sind (von links)Romito Cosino (Cucina), Gianni Toldo (Venezia), Natascha Ballweber (Julchen), Hasan Sarman (Pumpe), Marktmeister Timo Munstein und Ayfer Conrad (Troja).
    Foto: Armin Seibert

     Auf dem Marktplatz in Kirn spielt die Musik! Das ist auch in diesem Jahr wieder angesagt – allerdings wird es nur einen Termin geben: Freitag, 30. Juni. Die Marktplatzgastronomen hoffen natürlich auf otimale Wetterbedingungen und voll besetzte Stühle. Bis zu 1500 Gäste wurden bei den Freitagabendevents schon gezählt. Schließlich wird musikalisch etwas geboten – und das bei freiem Eintritt. Marktmeister Timo Munstein ist froh, dass die seit acht Jahren beliebte Traditionsveranstaltung zustande kam. Weitere Termine wollte man wegen der unsicheren Aussichten der Marktplatzneugestaltung und einier Betriebswechsel nicht wagen.

    „Unsere Stärke ist die Vielfalt“, sagt Natascha Ballweber von der Marktkneipe Julchen mit Hinweis auf das gastronomische Angebot: Von gutbürgerlich über griechisch, italienisch bis zum Eis im Café Venezia. Für jeden etwas dabei, man nimmt sich nichts weg. Natürlich wäre es schöner, wenn mehr Wirte dabei wären. Bei „Leo“, der aus Altersgründen passt, zeigt die Truppe Verständnis, aber der ein oder andere Marktgastronom könnte schon dabei sein. Jedenfalls sind sie aber optimistisch, dass die Musik viel Potenzial weckt. Vielleicht gibt’s mit der wohl 2018 laufenden Marktplatzneugestaltung mehr Platz. Darin sind sich die Wirte einig: Die Brunnenanlage ist zu groß. Wasser ja, burgartige Bebauung nein. Wie auf Bestellung kommt SPD-Stadtratsmitglied Karl-Heinz Buss gerade vorbei und bestätigt: Das Bauwerk nimmt zu viel Platz weg. Er hätte den Platz am liebsten autofrei. Er fragt außerdem: „Was hat Kirn mit dem St. Georg zu tun?“ An den Drachentöter als Marktfigur hat man sich gewöhnt, doch ohne ihn ging’s auch, meint nicht nur Buss. Jetzt heißt es also abzuwarten und schauen, wie die Platzerneuerung einschlägt. Das Pflaster hat seine Halbwertszeit hinter sich. Gespannt sind nicht nur die Wirte, wie sich die Gastronomie im Zentrum weiterentwickelt. Das griechische Restaurant Troja mit Chefin Ayfer Conrad wechselt bekanntlich in das aufwendig renovierte und neu aufgebaute frühere Haus Ensminger. Beim aktuellen Troja-Standort, wo Conrad schon geschlossen hatte, dann aber noch einmal um einige Wochen verlängert hat, scheint die Zukunft noch nicht ganz klar. Hasan Sarmann, Chef in der „Pumpe“, könnte sich vorstellen, hier weiter ein griechisches Lokal zu betreiben.

    Wie auch immer: Am Markt war seit einigen Jahren nichts so beständig wie der Wechsel. Die Marktmusik hat die gegenseitige gesunde Konkurrenz und das Geschäft sicher belebt. Großveranstaltungen und der zunehmende Wander- und Radtourismus werten das Stadtzentrum auf. Beleg dafür ist die starke Nachfrage, die im Marktpavillon herrscht. Schon im ersten Jahr war der Pavillon länger als geplant geöffnet. Vielleicht kann das Angebot noch erweitert werden, denk Marketingmitarbeiter Hendrik Brötzmann über den Verkauf von Postkarten nach. Beim Autofrühling im Mai soll die Pavillonsaison starten. Da ist kein Geschäft zu machen, aber es geht hier um Imagewerbung so wie bei der Musik auf dem Marktplatz. Viele Gäste, die durch das Musikevent erstmals angelockt wurden, kommen immer wieder, sagt Hasan Sarman. So nimmt man die etwas weiteren Wege und die Rennerei am Musikabend gern in Kauf. Troja und Julchen bieten eine kleinere Karte als gewöhnlich, um beim erwarteten Andrang ein bisschen schneller zu sein. „Wenn der Service stimmt, kommen die Leute gern wieder,“ sagt Sarmann.

    Sogar aus Mainz und Wiesbaden kamen schon Gäste nach Kirn, wenn die Musik spielt. Von der Stadt sieht man sich optimal betreut. „Der Timo ist der richtige Mann für uns“, lobt Sarman den Marktmeister. Der freut sich erst einmal, dass es diesen einen 2017er-Termin gibt. Wer da die Bühne rockt, steht noch nicht fest – mehrere Gruppen sind im Gespräch. Bei der Sperrung des Marktes hat man in Kirn ja Erfahrung: Monatsmärkte, Frühlingserwachen, Autofrühling – da ist das Routine, sagt Timo Munstein.

    Wie der Kirner Marktplatz einmal werden soll, ist derzeit noch offen. Im Herbst hat der Stadtrat den Planungsauftrag an das Kaiserslauterner Büro BBP vergeben. Da geht es auch um Verkehrsführung, um Fußgängerwege und um den Brunnen. 2017 wird aber noch nichts gebaut, informiert Bürgermeister Martin Kilian auf Anfrage. Er ist froh, dass es mit verstärkter organisatorischer Hilfe der Stadt gelungen ist, wenigstens eine der Musikveranstaltungen (freitagabends spielt die Musik) zu retten und damit die eingeführte Marke zu erhalten. 2018 hofft Kilian wieder auf das volle Sommerprogramm.

    Armin Seibert

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    Bettina Tollkamp

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