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    Bad SobernheimGastspiel in Sobernheim: Pianist Justus Frantz begeistert in Rudolf-Desch-Saal

    Ein Meister der deutschen Klassik gab am Samstag sein drittes Benefizkonzert als Gast des Bad Sobernheimer Wellness-Hotels „BollAnt’s im Park“: Justus Frantz (68) beschritt Ludwig van Beethovens „Wege zur Meisterschaft“. Die 100 Zuhörer, die der Einladung des Soroptimistinnen Clubs Nahetal gefolgt waren, reagierten vollends begeistert.

    Signierte CDs waren nach dem Klavierkonzert im Rudolf-Desch-Saal begehrt: Hier Pianist Justus Frantz am Samstag bei BollAnt’s im Park.
    Signierte CDs waren nach dem Klavierkonzert im Rudolf-Desch-Saal begehrt: Hier Pianist Justus Frantz am Samstag bei BollAnt’s im Park.
    Foto: Martin Köhler

    Bad Sobernheim. Ein Meister der deutschen Klassik gab am Samstag sein drittes Benefizkonzert als Gast des Bad Sobernheimer Wellness-Hotels „BollAnt’s im Park“: Justus Frantz (68) beschritt Ludwig van Beethovens „Wege zur Meisterschaft“. Die 100 Zuhörer, die der Einladung des Soroptimistinnen Clubs Nahetal gefolgt waren, reagierten vollends begeistert.

    Frantz, einer der bekanntestes deutschen Pianisten, brachte den BollAnt’schen Flügel zum Erklingen, seine Interpretationen wurden zu einem unvergesslichen Erlebnis. Souverän und unterhaltsam versteht er es, dem Publikum Informationen über den Komponisten und seine Intentionen zu vermitteln. Das macht jedes Konzert mit Frantz umso wertvoller. Im Vergleich mit Mozart und Chopin sei Beethoven so viel menschlicher, anfassbarer. Er komme zu seinem Zuhörer; sein Werk spende trotz aller Dramatik am Ende stets Hoffnung und spende Trost.

    „Keiner habe je gedacht – Beethoven am wenigsten –, wie sehr sein Schaffen die Musik beeinflussen würde“, informierte Frantz seine Zuhörer. Er findet, dass Beethoven „einer der modernsten Komponisten überhaupt“ sei.

    Und unvermittelt beginnt Justus Frantz zu spielen: die Klaviersonate Nr. 8 „Pathétique“ in c-moll (Op. 13) zuerst. Viele der rund 100 Zuhörer werden sicherlich wegen der traumhaften „Mondscheinsonate“ (Sonate Nr. 14 in cis-moll, Op. 27/2) in den Rudolf-Desch-Saal bekommen sein. Die vielen „Bravo“-Rufe am Ende inspirierten den Künstler, vor der Pause noch eine kleine Zugabe zu gewähren. Dann ging es leidenschaftlich weiter: „Appassionata“, die Klaviersonate Nr. 23 in f-moll (Op. 57), erklang und erntete am Ende stürmischen Beifall.

    Der Erlös des Tages kommt dem Förderverein der Philharmonie der Nationen zugute. Diese Formation wurde einst von Leonard Bernstein, Yehudi Menuhin und Justus Frantz ins Leben gerufen.

    „Justus Frantz gräbt die tollsten Talente aus, sein Gespür ist unglaublich“, sagte Ursula Groß vom Beirat des Fördervereins, die die Zuhörer zudem auf das kommende Finca-Festival auf Gran Canaria vom 4. bis 14. Juli 2013 aufmerksam machte. Der Förderverein habe inzwischen rund 1500 Mitglieder weltweit, berichtete sie stolz. Der Mitgliedsbeitrag beträgt mindestens 200 Euro pro Person.

    Chopin, Mozart und Beethoven waren also jetzt schon dank Frantz‘ begnadeten Händen in Bad Sobernheim. Elke Bolland meinte: „Es gibt noch so viele Komponisten, die es auch noch wert sind, bei uns aufgeführt zu werden.“
    Und so hoffen alle, dass die Tradition der Benefiz-Klavierkonzerte mit Justus Frantz eine Fortsetzung finden werden. Der deutliche Unterschied zwischen einem Konzert in „kleiner“, fast privater Runde und dem in einem großen, vermeintlich anonymen Konzertsaal wird im stimmungsvollen Rudolf-Desch-Saal spürbar.

    Auch die Damen des Soroptimistinnen Clubs können stolz sein auf die vergangenen beiden Veranstaltungen mit Regisseur Edgar Reitz und nun mit Justus Frantz. (art)

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