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  • Deutliche Mehrheit: Synode des Kirchenkreises Nahe/Glan für einen hauptamtlichen Superintendenten

    Kreis Bad Kreuznach. Der evangelische Kirchenkreis „An Nahe und Glan“ wird künftig von einem hauptamtlichen Superintendenten geführt. Das entschied die Synode des Kirchenkreises mit Zweidrittel-Mehrheit: 69 Ja (24 Nein).

    Die mit Spannung erwartete Abstimmung war dann überhaupt nicht spannend: 69 Synodale des evangelischen Kirchenkreises an Nahe und Glan stimmten am Samstag im Bad Kreuznacher Dietrich-Bonhoeffer-Haus stimmten für einen hauptamtlichen Superintendenten.
    Die mit Spannung erwartete Abstimmung war dann überhaupt nicht spannend: 69 Synodale des evangelischen Kirchenkreises an Nahe und Glan stimmten am Samstag im Bad Kreuznacher Dietrich-Bonhoeffer-Haus stimmten für einen hauptamtlichen Superintendenten.

    Von unserem Reporter Josef Nürnberg

    Dachten vorher viele an eine lange Synode am Samstag im Bad Kreuznacher Dietrich-Boenhoeffer-Haus, war sie in erstaunlich kurzer Zeit - nach knapp drei Stunden - gelaufen.

    Anders als bisher muss die Bewerberin oder der Bewerber nicht zwingend aus dem Kirchenkreis kommen. Im Gegenteil: Die Stelle wird nicht nur auf der Ebene der Evangelischen Kirche des Rheinlandes, sondern deutschlandweit ausgeschrieben. Voraussetzung: Der Bewerber muss die Befähigung mitbringen, als Pfarrer in der evangelischen Kirche im Rheinland angestellt werden zu können. Gerade hier setzt auch die Kritik am Hauptamt an: Denn möglicherweise erhält ein Bewerber die Funktion, der den Kirchenkreis überhaupt nicht kennt. Andererseits ist denkbar, dass ein geeigneter Kandidat aus dem Kirchenkreis sich nicht bewirbt, weil nach seiner Wahl zum Superintendenten seine bisherige Pfarrstelle nicht mehr besetzt wird.

    Die Gefahr, dass ein Superintendent ohne Pfarranbindung die Bodenhaftung verlieren könnte, mochte Synodalassessorin und Pfarrerin Astrid Peekhaus (Gebroth), die als Stellvertreterin des im vergangenen Herbst plötzlich verstorbenen Superintendenten Marcus die Leitungsaufgaben übernommen hatte, nicht sehen. Der Kirchenkreis wird jetzt einen Antrag an die Landeskirche stellen, dass für die Position des Superintendenten eine Pfarrstelle im Kirchenkreis eingerichtet wird.

    Astrid Peekhaus und Pfarrer Peter Dietz (Mandel) gehen davon aus, dass die Synodalen bei der Herbstsynode den ersten hauptamtlichen Superintendenten im Kirchenkreis „An Nahe und Glan“ wählen können. Ob sie selbst die Nachfolge antreten wolle, ließ die Pfarrerin von der Kirchengemeinde Gebroth-Winterburg offen. „Ich habe bisher noch nicht darüber nach gedacht“, sagte sie dem „Oeffentlichen“. Dabei trauen ihr viele Synodale diese Aufgabe durchaus zu, wie am Rande der Synode immer wieder zu hören war. Schließlich habe sie nach Harkes Tod "die Aufgabe beherzt angepackt und den Kirchenkreis mit seinen rund 60 000 Gläubigen in 28 Kirchengemeinden behutsam geführt". Peekhaus und Dietz berichteten, dass schon unter Marcus Harke immer mal wieder im Kreis des Synodalvorstandes darüber diskutiert wurde, ob die Aufgabe des Superintendenten überhaupt noch im Nebenamt zu leisten ist.

    Immerhin haben sich bereits sechs Kirchenkreise in der evangelischen Kirche im Rheinland, darunter Saar Ost und West, aber auch am Niederrhein Jülich und Moers, dafür entschieden, die Superintendentenstelle hauptamtlich zu besetzen. Ausgetretene Pfade zu verlassen, findet Astrid Peekhaus grundsätzlich gut. „Die Anforderungen an das Amt des Superintendenten sind so umfangreich, dass eine weitere Belastung durch das Amt des Gemeindepfarrers einen Menschen regelrecht spalten könnte“, fürcht die Synodalassessorin. Aus ihrer Sicht sei es auch keine Lösung, dass der Superintendent vom seiner Pfarrersfunktion „nur etwas freigestellt“ sei. Zudem gehören Entlastungspfarrstellen nicht immer zu den begehrtesten Funktionen. Denn wenn der Superintendent sein Amt abgibt, verliert der Entlastungsseelsorger seine Anstellung wieder.

    Auch finanziell sieht Pfarrerin Peekhaus für den Kirchenkreis keine oder wenn nur geringe Nachteile durch den hauptamtlichen Superintendenten. Schließlich müsse der Seelsorger der Entlastungspfarrstelle auch besoldet werden.

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