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    Meisenheim/RothDer lange Weg des 100-Tonnen-Trafos

    Der Aufbau eines modernen Umspannwerkes zwischen Meisenheim und Roth geht mit großen Schritten voran. Das Herzstück dieses Projektes ist ein etwa 100 Tonnen schwerer Trafo, der am Mittwoch, 8. Mai, mit einem Schwertransport angeliefert und anschließend aufgestellt wird.

    Fachleute betreuen den Bau des modernen Umspannwerkes, das zwischen Meisenheim und dem Becherbacher Ortsteil Roth entsteht. In wenigen Tagen wird der rund 100 Tonnen schwere Transformator angeliefert
    Fachleute betreuen den Bau des modernen Umspannwerkes, das zwischen Meisenheim und dem Becherbacher Ortsteil Roth entsteht. In wenigen Tagen wird der rund 100 Tonnen schwere Transformator angeliefert
    Foto: Klaus Dietrich

    Meisenheim/Roth - Der Aufbau eines modernen Umspannwerkes zwischen Meisenheim und Roth geht mit großen Schritten voran. Das Herzstück dieses Projektes ist ein etwa 100 Tonnen schwerer Trafo, der am Mittwoch, 8. Mai, mit einem Schwertransport angeliefert und anschließend aufgestellt wird.

    Es hat einige Zeit lang gedauert, bis die geeignete Zufahrtsstrecke ermittelt war, denn das Gesamtgewicht des Transportes beträgt stolze 170 Tonnen, die Länge etwa 36 Meter. Die Polizei begleitet die Fahrzeuge, teilte gestern das Wörrstadter Unternehmen Juwi auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Der Schwertransport startet in Dresden und braucht fast vier Tage bis Gau-Bickelheim. Von dort aus fährt er in der Nacht auf Mittwoch über die A 61 und die Bundesstraße 420 über Wöllstein zur Kreismülldeponie zwischen Meisenheim und Callbach. Hier muss der Trafo auf ein anderes Fahrzeug umgeladen werden. Danach geht's über die L 380 durch Reiffelbach über die schmalen Kreisstraßen 75, 50 und 65 zum Endpunkt. Die letzte Etappe wird rückwärts angesteuert, weil der große Transporter dort nicht wenden kann.

    Diplom-Ingenieur Michael Link, Teamleiter Netzanschluss bei Juwi, ist trotz des aufwendigen und zeitraubenden Schwertransportes zuversichtlich: „Wir werden es schon schaffen.“ Die Trafostation bei Meisenheim soll im Juni in Betrieb gehen. Zurzeit läuft der Bau des 110-Kilovoltmastes zur Netzanbindung. Der 120-Megawatt-Trafo kommt von der Firma Siemens.

    Mithilfe des modernen Umspannwerkes zwischen Meisenheim und Roth soll die von Windkraftanlagen auf der Lettweiler Höhe sowie auf den Gemarkungen Rehborn, Callbach und Obermoschel erzeugte Energie in das übergeordnete 110-Kilovolt-Versorgungsnetz eingespeist werden. Für das Projekt gibt Juwi rund 2,5 Millionen Euro aus.

    „Wir möchten dazu beitragen, dass möglichst schnell der Energiebedarf in vielen Regionen rein regenerativ erzeugt wird“, betont Juwi. Unter Federführung von Michael Link waren für den Bau des Umspannwerkes bei Meisenheim eine rund einjährige Planungszeit und die dreimonatige Genehmigungsphase notwendig.

    Das Umspannwerk bei Meisenheim ist ein kleiner Mosaikstein für die angestrebte Energiewende. Weitere Schritte werden bei Juwi folgen. Sollten zusätzliche Windkraftanlagen im Raum Meisenheim gebaut werden, wäre ein weiteres Umspannwerk notwendig, um die gesamte Energieleistung in das bestehende Hochspannungsnetz einspeisen zu können.

    Auf der Gemarkung Rehborn sind beispielsweise 13 Windkraftanlagen geplant. Die Bauanträge werden gegenwärtig von der Kreisverwaltung Bad Kreuznach geprüft. Vor der Realisierung müssen Bebauungs- und Flächennutzungsplan Rechtskraft erlangen.

    Von unserem Redakteur Klaus Dietrich

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