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    KirnBusbrand in Kirn: Keine Musterlösung für Zuschauer in Sicht

    Der Busbrand auf dem Kirner Kieselparkplatz bleibt ein heißes Thema in Kirn. Noch immer sind die Stellplätze, auf denen die völlig ausgebrannten Busse standen, abgesperrt und stinken vor sich hin. Die große Frage ist: Wer zahlt?

    Wer hat von der Kieselbrücke aus fotografiert oder gefilmt, was beim Busbrand alles passiert ist? Die Schäden sind beträchtlich.
    Wer hat von der Kieselbrücke aus fotografiert oder gefilmt, was beim Busbrand alles passiert ist? Die Schäden sind beträchtlich.
    Foto: Armin Seibert

    Von unserem Redakteur Armin Seibert

    Zunächst ist für die ausgebrannten Busse der Firma Scherer die Versicherung gefragt. Denn an den oder die Brandstifter wird man sich erst mal nicht halten können.

    Es gebe vielversprechende Ermittlungsansätze, sagt Polizeiinspektionsleiter Joachim Reimann auf Anfrage. Die Polizei erhofft sich dabei von der Auswertung von Bildern, die von Zeugen gemacht wurden, einige neue Erkenntnisse. Sie können helfen zu sehen, was an der Brandstelle los war.

    Gaffern Strafen angedroht

    Vor wenigen Tagen noch war es ein großes Thema, dass die Landesregierung Gaffern einen Riegel vorschieben möchte und mit empfindlichen Strafen droht. Dass die Polizei nun ihrerseits Zaungäste des Busbrands um Mithilfe bittet und gern Fotos und Videos zur Tätersuche auswerten würde, ist nur auf den ersten Blick unlogisch und inkonsequent. Joachim Reimann sagt, worum es geht: Beim Brand seien Löscharbeiten nicht behindert worden und überwiegend Fotos aus gebührender Entfernung gemacht worden. Sozusagen von Galerieplätzen auf der Kieselbrücke. Es sei nicht unüblich, zu Ermittlungszwecken auf Fotos zurückzugreifen, die von Feuerwehrleuten angefertigt werden.

    In diesem Fall kommt die Belohnung (5000 Euro) ins Spiel, die von privat für die Aufklärung der Straftat ausgesetzt wurde. Bislang sei die Resonanz darauf, vom Bildmaterial unseres Mitarbeiters Sebastian Schmitt abgesehen, eher übersichtlich, sagt Reimann. Beim Vorgehen gegen Gaffer gehe es darum, pietätlosen Aktionen, die mit fehlendem Anstand zu tun haben, einen Riegel vorzuschieben. Und es gehe darum, dass Rettungskräfte nicht behindert werden. Beides war beim Busbrand nicht der Fall.

    Patentrezepte gibt es nicht

    "Es gibt für solche Fragen keine Musterlösung", sagt der Inspektionsleiter und appelliert an alle Beteiligten, Fingerspitzengefühl zu zeigen. Da gelte es, die Rechte Dritter zu berücksichtigen, die sich unter Umständen auf unbedacht ins Netz gestellten Videos wiederfinden. Da müsse jeder ehrlich gegenüber sich selbst sein und sich fragen: Warum hab‘ ich das Video gedreht und weitergegeben? Ja, das sei ein Spagat, gibt Reimann zu. Wenn’s in diesem Fall die Ermittlungen weiterbringt: gut so. Womöglich wäre es ja dennoch ein "Titel ohne Mittel". Die in die Hunderttausende gehenden Schäden sind wohl kaum jemals von einem Brandstifter einzutreiben.

    So lange kann und wird jedenfalls niemand warten. Auch die Stadt Kirn nicht. Sie ist als Grundeigentümer mit einigen Zehntausend Euro Schaden betroffen. Ein Gutachter hat sich die Brandstelle angeschaut. Bodenproben werden fällig, mit denen zu klären ist, ob und wenn ja welche Schadstoffe ins Erdreich gesickert sind. Zwei Bäume sind angekohlt, eine Bank verbrannt. "So wird das auf keinen Fall bleiben, und wir werden unsere Forderungen geltend machen", sagt Bauamtsleiter Markus Neubrech. Kostenvoranschläge sind gemacht und werden bei der Versicherung eingereicht. Alles andere will man später klären.

    Übrigens: Nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen geht die Polizei nicht davon aus, dass der Busbrand mit anderen noch ungeklärten Brandstiftungen in der Vergangenheit in Kirn in Zusammenhang zu bringen ist.

    Einen Kommentar von Armin Seibert zum Thema finden Sie hier.

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