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    Kirn/Bad KreuznachBerufung: Gericht erhöht Strafe

    Die Berufung brachte für den Angeklagten nicht den gewünschten Erfolg: Das Landgericht Bad Kreuznach fällte in zweiter Instanz ein härteres Urteil als das Amtsgericht Kirn. Ein 24-Jähriger aus der Region Kirn muss eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 40 Euro zahlen und bekommt ein Fahrverbot von zwei Monaten.

    Kirn/Bad Kreuznach. Die Berufung brachte für den Angeklagten nicht den gewünschten Erfolg: Das Landgericht Bad Kreuznach fällte in zweiter Instanz ein härteres Urteil als das Amtsgericht Kirn. Ein 24-Jähriger aus der Region Kirn muss eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 40 Euro zahlen und bekommt ein Fahrverbot von zwei Monaten.

    Der junge Autofahrer war im September 2009 mit 35 Stundenkilometer, aus der Dominikstraße kommend, nach links in die Schulstraße eingebogen. Dort sah er eine Gruppe junger Mädchen, die im Begriff war, den Fußgängerüberweg zu überqueren. Bei dem anschließenden Ausweichmanöver prallte er mit seinem Fahrzeug zunächst gegen den Bordstein, erfasste ein Mädchen aus dieser Gruppe und stieß dann gegen eine Mauer.
    Das damals 15 Jahre alte Mädchen prallte mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe. Es erlitt dabei eine schwere Gehirnerschütterung und Prellungen. Die Windschutzscheibe konnte jedoch die Wucht des Aufpralls noch mindern. Gravierender wären die Folgen womöglich bei einem Stoß gegen die Fensterstrebe des Fahrzeugs gewesen.
    Der Strafrichter am Amtsgericht Kirn hatten den Mann wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen verurteilt und verhängten ein einmonatiges Fahrverbot.
    Gegen dieses Urteil gingen sowohl Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte in Berufung. Die Staatsanwaltschaft wollte eine Verurteilung auch wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung, der Angeklagte strebte eine Strafminderung bezüglich des Fahrverbots an. Vor dem Landgericht Bad Kreuznach bestätigte jetzt eine Verkehrssachverständige, dass der junge Mann ganz eindeutig mit nicht angemessener Geschwindigkeit in die Tempo-30-Zone eingefahren ist. „Das war der reinste Blindflug“, stellte der Vorsitzende Richter Martin Walper fest, zumal der Fußgängerüberweg, der sich unmittelbar hinter der Kreuzung befindet, durch ein entsprechendes Schild gekennzeichnet ist. Nach der Beweisaufnahme schloss sich die Kammer nunmehr dem Antrag der Staatsanwaltschaft an. (rm)

    Kirn
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