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    Bad KreuznachBei Feueralarm größte Gefahr für die Kleinsten

    Hüffelsheim. Viele Kindergärten in Stadt und Kreis werden derzeit für die Aufnahme Zweijähriger oder gar Einjähriger vorbereitet. Das erfordert auch eine Aufrüstung in Sachen Brandschutz. Zum einen können die Kleinen noch nicht selbstständig ins Freie flüchten, wenn es brennen sollte. Zum anderen werden die Einrichtungen oft aufgestockt, was zusätzliche Probleme bringt. Denn über Leitern können Kleinkinder nur sehr schwer gerettet werden.

    Bildtexte: Im Hüffelsheimer Kindergarten machte sich die freiwillige Feuerwehr ein Bild von den neuen Räumen und den Rettungsmöglichkeiten. Gruppenführer Thomas Markgraf (links) im Gespräch mit Ortsbürgermeister Jochen Fiskus, Kindergartenleiterin Petra Steudt und Brandschutzerzieherin Kerstin Heinze.
    Bildtexte: Im Hüffelsheimer Kindergarten machte sich die freiwillige Feuerwehr ein Bild von den neuen Räumen und den Rettungsmöglichkeiten. Gruppenführer Thomas Markgraf (links) im Gespräch mit Ortsbürgermeister Jochen Fiskus, Kindergartenleiterin Petra Steudt und Brandschutzerzieherin Kerstin Heinze.
    Foto: feuerwehr Hüffelsheim

    Bad Kreuznach - Hüffelsheim. Viele Kindergärten in Stadt und Kreis werden derzeit für die Aufnahme Zweijähriger oder gar Einjähriger vorbereitet. Das erfordert auch eine Aufrüstung in Sachen Brandschutz. Zum einen können die Kleinen noch nicht selbstständig ins Freie flüchten, wenn es brennen sollte. Zum anderen werden die Einrichtungen oft aufgestockt, was zusätzliche Probleme bringt. Denn über Leitern können Kleinkinder nur sehr schwer gerettet werden.

    Spielerisch an die Feuerwehr heranführen: Im Kindergarten ist die Feuerwehr ein wichtiges Thema
    Spielerisch an die Feuerwehr heranführen: Im Kindergarten ist die Feuerwehr ein wichtiges Thema
    Foto: feuerwehr Hüffelsheim

    Feuer im Kindergarten. An ein solches Szenario denken Eltern, Erzieherinnen und auch die Kinder lieber nicht. Anders die Feuerwehren. Sie machen sich ihre Gedanken frühzeitig. Gerade deshalb, weil immer mehr Zweijährige und Wickelkinder in den 140 Kindergärten von Stadt und Kreis Bad Kreuznach betreut werden. In vielen davon wurde und wird eifrig gebaut, Platz geschaffen für die Jüngsten.
    Beispiel: Hüffelsheim. Dort hat die Gemeinde die Kindertagesstätte großzügig erweitert, bietet jetzt Betreuung von Zweijährigen, will im nächsten Jahr Einjährige aufnehmen. Ein guter Grund für die Feuerwehr, einmal bei einer Begehung zu schauen und zu fragen: Was wäre, wenn etwas passiert?


    Ortsbürgermeister Jochen Fiskus und Leiterin Petra Steudt besprachen mit Gruppenführer Thomas Markgraf und den Feuerwehrleuten die Baupläne. Die Floriansjünger ließen sich die baulichen Veränderungen zeigen, besichtigten die Räume und schauten sich auch die neuen Notausgänge an. Wichtig ist auch das Gelände rund um den Kindergarten, sagt Markgraf. Dazu gehört auch die Besichtigung des Feuerwehrhauses. Mit Kerstin Heinze hat man schon eine Brandschutzerzieherin in den Feuerwehrreihen. Sie wird mit den Kleinen und den Erzieherinnen Kontakt halten.


    Für Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Hofmann sind die Kindergärten brandschutztechnisch ein ein Ganzjahresthema. 2012 sind sie wieder dran, werden nacheinander besichtigt. Alle fünf Jahre ist ein gründlicher Check nötig, sagt Hofmann. Das Thema Brandschutz hat er als Brandschutzbeauftragter der Kreisverwaltung mit jedem Kindergartenbau- und erweiterungsplan auf dem Tisch liegen. Dutzende waren das im vergangenen Jahr.


    Ein Problem: „Oft sind diejenigen, die am wenigsten mobil sind, in den Obergeschossen untergebracht.“ Das gilt sowohl für die Wickelkinder in den Kindergärten wie auch für pflegebedürftige Senioren in Heimen. Entscheidend für Hofmann: Wickelkinder können wir im Brandfall nur sehr schwer über die Leiter retten.


    Deshalb wurde bei Kindergartenerweiterungen möglichst eine zweite Treppe ins Obergeschoss installiert. Geht das nicht, werden Rutschen eingebaut. Hofmann: „Das macht den Kindern großen Spaß. Sie benutzen sie im Alltag, sind fit im Rutschen, lernen spielerisch, was im Ernstfall schnellgehen muss.“ Ein halbes Dutzend Kindergärten verfügen inzwischen über Rutschen.
    Auch die Einrichtung mit Brandmeldern in allen Räumen gehört in Kindergärten ist Standard. Für wenig Geld gibt es jetzt funkvernetzte Anlagen“, sagt Hofmann. Damit werden im Notfall alle Melder im Haus aktiviert. Früher war das ein Problem: Der Alarm für das ganze Haus musste beispielsweise extra durch Klingeln ausgelöst werden. Das Thema Finanzen spielt bei allen wünschenswerten und notwendigen Einrichtungen natürlich eine Hauptrolle. Er versuche bei seinen Anforderungen natürlich stets im Rosenrahmen zu denken, die Baugenehmigung stets im Einzelfall zu prüfen.
    Wichtig nach der Evakuierung ist für Hofmann neben einem Rettungspunkt vor allem die Frage: Wo kann man die Kinder anschließend unterbringen? Bei Minusgraden oder strömendem Regen können die Kinder nicht im Garten stehen, sagt er und rät allen Verantwortlichen, sich über die Unterbringungsmöglichkeiten Gedanken zu machen. Hofmann: „Da kommt oft schnell der Aha-Effekt, wenn ich das Thema bei Besichtigungen anschneide.“
    Wie in Schulen solle auch in Kindergärten einmal im Jahr eine Übung stattfinden: Mal sehen, wie man die Wickelkinder aus dem Obergeschoss runterbringt. Den Kindergärten empfiehlt der Kreisfeuerwehrinspekteur, mit Brandschutzerziehern oder Schulbetreuern Kontakt aufzunehmen, Projekttage mit der Feuerwehr abzuhalten. Die münden in Besichtigungen bei der Feuerwehr und Erlernen von Verhaltensweisen im Brandfall. Die Kinder lernen auch, die Notrufnummer 112 zu wählen und was sie dem Disponenten auf der Leitstelle sagen müssen.

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