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  • Bei den Juniorwählern entscheiden Inhalte

    Bad Kreuznach. Nur wenige Augenblicke verbringt der Neuntklässler Constantin Schnipp in der Wahlkabine. Dann steht er auf, läuft zur Urne und wirft seinen Wahlzettel ein. Von Zögern keine Spur, er hat sich in den vergangenen Wochen Gedanken über die Parteien gemacht und seine Entscheidung getroffen.

    Juniorwähler stimmen ab: Die Röka-Schüler simulieren die Wahl.  Foto: Brand
    Juniorwähler stimmen ab: Die Röka-Schüler simulieren die Wahl.
    Foto: Brand - robin Brand

    Constantin Schnipp ist einer der 500 Schüler aus den Sozialkundekursen der Klassen 9 bis 13 des Gymnasiums am Römerkastell in Bad Kreuznach, die in dieser Woche die Bundestagswahl simulieren. Heute ist unter anderem seine neunte Klasse an der Reihe. Constantins Klassenkameraden sind ähnlich zielsicher bei der Stimmabgabe. Nach knapp einer Viertelstunde haben alle gewählt. Seit Wochen bereiten die Sozialkundelehrer ihre Schüler auf die Wahl vor.

    Die Juniorwahl ist eine bundesweite Aktion. Parallel zu Bundestags-, Landtags- und Europawahlen dürfen Schüler selbst abstimmen. Angefangen hat die Aktion 1999 mit drei Schulen in Berlin, 2009 nahmen mehr als 1000 Schulen teil, fast 5000 sollen es in diesem Jahr werden. In der Wahlwoche kommen echte Stimmzettel zum Einsatz, veröffentlicht werden die Ergebnisse am Sonntag parallel zu den ersten Hochrechnungen der Bundestagswahl. Uwe Franke, Lehrer des Sozialkunde-Leistungskurses der elften Klasse, hält viel von der Aktion: "So setzen sich die Schüler mit Politik auseinander. Es gibt nichts Schöneres, als jungen Menschen Interesse an der Politik mit auf den Weg zu geben."

    In seinen Klassen führt Franke etwa alle drei bis vier Monate eine geheime Wahl durch. So lernen die Schüler die Standpunkte der Parteien kennen. Zumindest was die Tagespolitik angeht, erklärt Franke: "Von Stammwählern kann man natürlich nicht sprechen. Ein bisschen werden die Jugendlichen auch von der jeweiligen Themenlage mitgeschwemmt."

    Ihre Wahl können die Schüler genau begründen. Für Isabel Höntzsch (11. Klasse) ist klar: "Für mich persönlich muss es keine Veränderung geben." Deswegen gab sie beide Stimmen der CDU. Die 14-jährige Patricia Werner hingegen sieht ihre Überzeugungen am besten von den Grünen vertreten. Eine verlässlicher Umweltschutz liegt ihr am Herzen. Constantin Schnipp hat sich für die Piraten entschieden. Ihm gefallen die Steuerpläne der Partei und ihr Einsatz für ein liberaleres Internet. Mit seiner Entscheidung für die Piraten könnte er eine Ausnahme unter den 500 Wahlberechtigten am "Röka" sein. Bei der letzten Wahl in Frankes Klasse entschieden die Schüler überraschend konservativ. Fast 50 Prozent der Stimmen entfielen auf die CDU, die SPD sammelte nur halb so viele Stimmen, die Grünen waren knapp zweistellig, die Piraten setzten sich vor die FDP, die die 5-Prozent-Hürde verpasste. Die Linke blieb ganz ohne Stimmen. Die Ergebnisse der bundesweiten Juniorwahl sind am Wahlsonntag abrufbar unter: www.juniorwahl.de

    Robin Brand

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