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    Bad Kreuznach"Barock-Bett" in Plüsch für den Hund

    Zum Weihnachtsfeste nur das Beste – und das gilt selbstverständlich nicht nur für unsere Liebsten, sondern auch immer mehr für alle tierischen Familienmitglieder. Das dabei vieles, was gut gemeint ist, nicht gut ist für das Tier, bekräftigen Experten.

    Bad Kreuznach - Zum Weihnachtsfeste nur das Beste – und das gilt selbstverständlich nicht nur für unsere Liebsten, sondern auch immer mehr für alle tierischen Familienmitglieder. Das dabei vieles, was gut gemeint ist, nicht gut ist für das Tier, bekräftigen Experten.      

    Im Tierfachgeschäft Fressnapf in Bad Kreuznach hatten die Mitarbeiter in der Vorweihnachtszeit auf jeden Fall gut zu tun: Da wurde für den Hund pünktlich zum Fest ein schickes „Barock-Bett“ in Plüsch gekauft, für den Hamster eine Naturholzwindmühle zum Spielen und die Katze mit einem automatischen Futternapf mit persönlicher Nachrichtenansage ausgestattet.

    Doch wer beim Geschenke-Reigen für sein Haustier wirklich im Trend liegen wollte, musste in diesem Jahr zu ganz anderen Produkten greifen: wie dem Adventskalender mit Milchmäusen für den anspruchsvollen Katzengaumen, der schwarzen Fliege für den stolzen Hundehals oder dem schicken Rautenpulli „mit dem trendigen Steg am Hals“. Sogar der tiergerechte Plätzchenteig mit weihnachtlichen Ausstechern fand bei der führsorglichen Kundschaft großen Anklang, genau wie die appetitlich aufgemachte Muffins-Backmischung für den Hund im benachbarten Fachgeschäft „Das Futterhaus“.

    Zunehmend Sorge bereitet Isabel Marschall diese Entwicklung. Sie arbeitet in Münchwald als Kynopädagogin, Tierpsychologin und zertifizierte Verhaltens- und Hundetrainerin. „Ich weiß, dass die Besitzer es nur gut mit ihren Tieren meinen, aber diese Vermenschlichung tut gerade den Hunden überhaupt nicht gut“, sagt sie. Es gehe den Besitzern damit die nötige Distanz zu ihrem Tier verloren. „Wenn ich meinen Hund behandle wie einen Partner- oder Kinderersatz, dann mag das mir gut tun, aber ich ignoriere dabei die Bedürfnisse des Hundes“, ergänzt sie. So sei das Tier mit solch einem Verhalten völlig überfordert.

    „Ein Hund beispielsweise ist ein Rudeltier. Er braucht eine klare Rangfolge, will geführt werden. Zeigt ein Tier Verhaltensauffälligkeiten, liegt das meist daran, dass es nicht artgerecht gehalten wird“, betont die Tierpsychologin. Ihr Geschenktipp für Weihnachten lautet daher: Einfach das Tier Tier sein lassen. Sine Weisenberger

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