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  • Azubi-Tausch: Behinderte Menschen arbeiten fleißig mit

    Kreis Bad Kreuznach. Tausche Azubi: Für jeweils zwei Wochen haben junge Leute mit und ohne Behinderung ihren Ausbildungsplatz getauscht. Ziel des vom Bad Kreuznacher Bündnis für Arbeit unterstützten Projektes ist es, dass junge Leute Verständnis für die Situation des jeweils anderen entwickeln. Das ist gelungen - sagen die Azubis, die sich beteiligt haben.

    Silke Haas (sitzend) tauschte mit Bernd Machemer (rechts) den Arbeitsplatz. (von links) Jasmin Röhrig, Sozialdezernent Hans-Dirk Nies, Marion Eckart, Achim Reimann und Anna Ewigleben begleiteten sie dabei.
    Silke Haas (sitzend) tauschte mit Bernd Machemer (rechts) den Arbeitsplatz. (von links) Jasmin Röhrig, Sozialdezernent Hans-Dirk Nies, Marion Eckart, Achim Reimann und Anna Ewigleben begleiteten sie dabei.
    Foto: frei

    Von unserer Redakteurin Cordula Kabasch

    Die 20-jährige Anna Praßel wird zurzeit in der Kreisverwaltung zur Verwaltungsfachangestellten ausgebildet. In den vergangenen Tagen machte sie ein Praktikum in der Lebenshilfe-Werkstatt in Bretzenheim - und einer der dort Beschäftigten schnupperte einmal in ihre Arbeitswelt hinein. In der Werkstatt hat die junge Frau Holzarbeiten gefertigt und Produkte verpackt. "Man merkt schnell, wie zufrieden die Leute mit ihrer Arbeit sind", berichtet sie. Der 18-jährige Heiko Lewandowski wiederum, der geistig beeinträchtigt ist und in der Werkstatt eine Ausbildung macht, schaute sich in der Kreisverwaltung um.

    So war es auch bei einem weiteren Tauschpaar: Die Rollstuhlfahrerin Silke Haas (20) absolvierte ein Praktikum im Bauamt, während der angehende Verwaltungsfachangestellte Bernd Machemer (19) bei den "Regenbogennews" mitarbeitete, einer Zeitung von und für Menschen mit Behinderung der Kreuznacher Diakonie. Besonders toll fand Silke, dass sie nicht "einfach in eine Schublade gesteckt" wurde. Ihr Tauschpartner wiederum lernte, wie leistungsbereit seine neuen Kollegen sind, und wie sehr sie sich für ihre Arbeit einsetzen.

    Hintergrund des neuen Projektes ist das Ziel des Bündnis' für Arbeit, Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung in der Arbeitswelt zu ermöglichen - und nicht nur am Rande. "Wir würden uns sehr freuen, wenn sich weitere Betriebe in Bad Kreuznach an dem Projekt beteiligen würden", sagte Landrat Franz-Josef Diel.

    Im Landkreis arbeiten rund 1500 Menschen mit Behinderung in den Werkstätten der Diakonie und der Lebenshilfe. Die Werkstätten suchen ständig Arbeit für ihre Beschäftigten, die auch mit eingeschränktem Leistungsvermögen zu bewältigen ist sowie Tätigkeiten, die in Betrieben in Stadt und Kreis geleistet werden können, auf so genannten Außenarbeitsplätzen. Finanziert werden diese Arbeitsverhältnisse nach dem früheren rheinland-pfälzischen Modell "Budget für Arbeit". Vorgeschaltet ist jeweils ein Praktikum oder der Berufsbildungsbereich der Werkstatt.

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