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    Kreis Bad KreuznachAmokalarm: Sicherheit an den Schulen kommt teuer

    Die Sicherheit an den Schulen ist dem Kreis als Schulträger lieb - und teuer. Im Kreistag wurde am Beispiel Meisenheim informiert und diskutiert.

    So oder ähnlich sehen Amokalarmanlagen für Schulräume aus.
    So oder ähnlich sehen Amokalarmanlagen für Schulräume aus.
    Foto: frei

    Von unserem Redakteur Rainer Gräff

    Die Sicherheit an den Schulen ist dem Kreis als Schulträger lieb - und teuer. In der jüngsten Sitzung des Kreistags wurde einstimmig der Auftrag für den Einbau einer Amokalarmierungsanlage an den Schulgebäuden und Sporthallen der Realschule plus in Meisenheim erteilt. Aus diesem Einzelprojekt entwickelte sich in dem Gremium eine Informations- und Diskussionsrunde über den generellen Sicherheitsstandard für die Schulen.

    323 000 Euro brutto ist das Auftragsvolumen für Meisenheim, davon entfallen 200 000 Euro auf die eigentliche Amokwarnanlage und der Rest auf die Sanierung der Elektroanlagen. Den Zuschlag erhält eine örtliche Firma. Gebaut wird ab den Osterferien 2017, endgültig fertig sollen die Installationen zu Ostern 2018 sein - da vorwiegend in der unterrichtsfreien Zeit gearbeitet wird. Ein Zuschuss vom Land in Höhe von rund 60 Prozent der Kosten wird erwartet, der vorzeitige Baubeginn ist bereits zugesagt. Dass die Sicherheitseinrichtungen erst jetzt eingebaut werden, erklärt sich damit, dass zunächst die Standortfrage beziehungsweise -garantie für den Standort geklärt werden musste, erklärte die Verwaltung. Die Frage nach der Zukunftsbeständigkeit der Schule wird bei allen vergleichbaren Projekten gestellt.

    Sukzessive wird an allen Schulen diese Amokvorsorge getroffen. Bettina Dickes (CDU) wollte wissen, ob der Kreis dabei "am oberen oder am unteren Ende der Anforderungen" agiere. Christoph Liesenfeld von der Bauabteilung nannte einen vom Landkreistag erarbeiteten Standard. Dazu gehören verriegelbare und elektronisch gesicherte Klassentüren mit Alarmierungsmöglichkeit aus dem Klassenraum und - auf Anraten der Polizei - Sprechverbindung. Das Land gebe allerdings nur Empfehlungen und mache keine konkreten Vorgaben. Es existiere eine Anlagennorm, die in den Augen Liesenfelds allerdings viel zu hoch angesetzt und offenkundig von Branchenlobbyisten beeinflusst sei. In jedem Fall müssen die Einrichtungspläne jeweils vom Polizeipräsidium Mainz geprüft und abgesegnet werden. Ludger Nuphaus (Grüne) fand den Einbau von Gegensprechanlagen mit Draht zur Polizei und doppelter Absicherung "in Zeiten des Smartphones recht mittelalterlich".

    Aus für Verkehrsverbund RNN

    Der seit 1999 bestehende Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN GmbH) dar in dieser Form nicht weiter bestehen. Das Verkehrsministerium verlangt die Auflösung des Mischverbunds, um in Anlehnung an europäisches Recht Wettbewerbs- und Vergabeproblemen zu entgehen. Problem ist beim RNN wie bei vergleichbaren Konstruktionen, in dem Aufgabenträger (also Kommunen) und Unternehmen zusammengeschlossen sind, dass eine juristisch "wasserdichte" Trennung von Auftraggeber und -nehmer schwierig sein könnte. Die Verwaltung wurde vom Kreistag beauftragt, Gespräche zu führen, um den RNN-Verbund bis Ende 2019 aufzulösen.

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