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    Bad Sobernheim200 Wehrleute beteiligten sich an Großübung

    Bei einem Zwischenfall mit einem Gefahrguttransport auf der Schiene wären die örtlichen Feuerwehren sowie die Gefahrguteinheit der Feuerwehren die ersten am Unglücksort. Damit sie im Einsatzfall die richtigen Maßnahmen ergreifen, unterhält die DB Netz AG einen Gefahrgut-Übungszug mit Kesselwagen.

    Am Ausbildungs-Kesselzug der Deutschen Bahn konnte am Bad Sobernheimer Bahnhof unter realitätsnahen Bedingungen geübt werden. Der Gefahrstoff wurde dabei durch Wasser ersetzt.
    Am Ausbildungs-Kesselzug der Deutschen Bahn konnte am Bad Sobernheimer Bahnhof unter realitätsnahen Bedingungen geübt werden. Der Gefahrstoff wurde dabei durch Wasser ersetzt.
    Foto: Sebastian Schmit

    Von unserem Mitarbeiter Sebastian Schmitt

    Rund 200 Feuerwehrangehörige beteiligten sich am Donnerstagabend auf dem Gelände des Bad Sobernheimer Bahnhofes an der realitätsnahen Großübung, auf die die Wehrleute zuvor an zwei Tagen theoretisch vorbereitet worden waren. In Zusammenarbeit mit Michael Hamann, Notfallmanager der Deutschen Bahn, hatte Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Werner Hofmann ein entsprechendes Szenario vorbereitet.

    Bei der Großübung wurde deutlich, wie wichtig eine gemeinsame Ausbildung aller beteiligten Organisationen ist, erläuterte Hofmann. Das übertrug sich auch auf die Ausbilder, die ihre Anerkennung über das Engagement, die Teamfähigkeit und den Wissensdurst der Teilnehmer zum Ausdruck brachten. Sie lobten auch die vielen guten Ideen, um die Leckagen im Kesselwagen abzudichten.

    Dass der Einsatz der Wehrleute von der Nahe bei einem Gefahrstoffunfall nicht abwegig ist, wurde ebenfalls deutlich. Bei Reparaturen oder Unfällen auf den Hauptstrecken könne ohne große Verzögerung der Güterverkehr in großem Umfang auf die Schienen im Nahetal verlegt werden. Sollte es auf der Rheinstrecke bei Bingen zu einem Unfall kommen, würde der Gefahrstoffzug aus dem Kreis Bad Kreuznach zur Hilfe gerufen, erläutert Uwe Lindenberg, Ausbilder der Deutschen Bahn.

    KFI Werner Hofmann berichtete, dass er sehr stolz sei, den Übungszug gleich zweimal in zwölf Monaten an die Nahe bekommen zu haben. Er war mit dem Übungsverlauf unter der Einsatzleitung von Volker Müller zufrieden, auch wenn Hofmann Verbesserungspotenzial erkannte.

    Da ein Unfall mit Gefahrstoffen auch Auswirkungen auf die Anrainer haben kann, simulierte man gemeinsam mit der technischen Einsatzleitung und Mitgliedern der Verwaltung um Stadtbürgermeister Michael Greiner die Evakuierung von Teilen des Stadtgebiets. Um die geschätzten 1400 Bewohner in Hallen unterzubringen, wurden Hausmeister, Bürgermeister, die Bundeswehr und die Berufsfeuerwehr angerufen. So wurde auch die Erreichbarkeit der notwendigen Stellen getestet.

    Die Einsatzleitung fand im neuen Abrollcontainer des Landkreises Platz, der in Hargesheim stationiert ist. Dieses Einsatzleitfahrzeug dient zur Unterstützung der Einsatzleitung bei größeren Schadenslagen, schilderte Hofmann.

    "Die Bundeswehr in Kastellaun sicherte uns telefonisch zu, binnen zwei Stunden 300 Betten zu stellen. So hätten wir in Weinsheim eine Notunterkunft innerhalb von fünf Stunden bezugsfertig", berichtete Werner Hofmann.

    Sämtliche Übungsteilnehmer konnten ihr fachliches Wissen vertiefen, das sie nun als Multiplikatoren weitergeben sollen. Im Verlauf des Übungsszenarios wurde aber auch klar, dass die Feuerwehren lediglich bei kleineren und mittleren Zwischenfällen Hilfe leisten können. Sollte ein mit 86 Kubikmetern beladener Gefahrgut-Kesselwaggon verunglücken und große Mengen an Gefahrstoffen freisetzen, könnte das betroffene Gebiet nur weiträumig abgesperrt werden. Weitere Maßnahmen können in so einem Fall nur mit Hilfe von Fachberatern der Deutschen Bahn eingeleitet werden.

    Bad Kreuznach
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