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    MittelrheinViele Projekte im Welterbe angestoßen: Zweckverband sieht eine gute Entwicklung

    Mit Gemeinsamkeit und einem lebendigen Engagement ins neue Jahr starten will der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal.

    Zum Wohle der Mittelrheinkirsche: Mit einem Dessertwein aus Mittelrheinkirschen stießen aus dem Verbandsvorstand Marlon Bröhr, Frank Puchtler und Karl Ottes (von links) mit Geschäftsführerin Nadya König-Lehrmann und Staatssekretär Uwe Hüser (2. von rechts) auf das Jahr 2016 an. 
    Zum Wohle der Mittelrheinkirsche: Mit einem Dessertwein aus Mittelrheinkirschen stießen aus dem Verbandsvorstand Marlon Bröhr, Frank Puchtler und Karl Ottes (von links) mit Geschäftsführerin Nadya König-Lehrmann und Staatssekretär Uwe Hüser (2. von rechts) auf das Jahr 2016 an. 
    Foto: Volker Boch

    Von unserem Chefreporter Volker Boch

    Das ist die verkürzte Botschaft der Verbandsversammlung in St. Goar zum Abschluss eines turbulenten Jahres, das vom "Siff-Gate" über die gescheiterte Einführung einer elektronischen Gästekarte im Tal bis zum Vorstoß für die Bundesgartenschau 2031 jede Menge zu bieten hatte.

    Frank Puchtler blickte als Vorsteher des Verbands gemeinsam mit Wirtschafts-Staatssekretär Uwe Hüser (Grüne) zurück auf ein ereignisreiches Jahr und voraus auf die kommenden Monate. Abgesehen von dem für Puchtler entscheidenden Umstand, dass Hüser den Fortsetzungsvertrag zur Unterstützung der Verbandsarbeit durch das Ministerium über je 270 000 Euro für die nächsten drei Jahre im Gepäck hatte, warf er einen positiven Blick zurück. "In den vergangenen zehn Jahren ist eine ganze Menge bewegt worden für das Tal, der Zweckverband hat hier vieles auf den Weg gebracht", sagte Hüser, der unter anderem an den Maßnahmekatalog des Verbands erinnerte, der eine maßgebliche Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte am Mittelrhein sein sollte. "Der Masterplan soll konkret in diesen Maßnahmeplan integriert werden", sagte Hüser, "denn der Zweckverband kennt die Sorgen und Nöte am besten."

    Hüser rief dazu auf, dass sich die Bürger in das derzeit laufende Online-Bürgerbeteiligungsverfahren einschalten sollten. Bis zum 19. Dezember können Meinungen, Vorschläge und Ideen geäußert werden. Noch ist die Resonanz wohl überaus gering, aus den Reihen der Versammlung hieß es, dass sich bis dato nur drei Personen beteiligt hätten.

    Viel mehr Zuspruch wird 2016 ein Großprojekt erfahren: das Rheinleuchten. Nach der erfolgreichen Premiere im Frühjahr 2014 sollen die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz, die Burg Klopp in Bingen und eine weitere Örtlichkeit im Herzen des Tals auf diese Weise illuminiert werden. Noch steht das Konzept nur für die beiden großen Spielorte in Bingen und Koblenz, im Vorstand des Verbands wurde jedoch beschlossen, dass auch kleinere Spielstätten gefördert werden sollen, sofern sie sich für das Projekt anmelden. "Wir suchen noch nach einem Partner im Bereich der Verbandsgemeinde Loreley", sagte Zweckverbands-Geschäftsführerin Nadya König-Lehrmann. Bei einem kommunalen Workshop Anfang November war der Wunsch geäußert worden, dass eben nicht nur die Portale des Welterbes, sondern auch das Zentrum beim Projekt dabei sein sollten.

    Das emotionale und inhaltliche Zusammenrücken soll 2016 auch bezüglich der Bewerbung für die Bundesgartenschau weiter geübt werden. Dem Vernehmen nach gibt es in einzelnen Orten bereits sehr konkrete Ideen, wie 2031 lokale Projekte umgesetzt werden könnten. Aber Puchtler warb dafür, zunächst alle Vorschläge und Ideen zu sammeln und diese im kommenden Jahr in die Machbarkeitsstudie einfließen zu lassen. Angestoßen ist die Vorstudie zur Bewerbung. Am 12. Januar ist zudem geplant, einen Verein zu gründen, der analog zu den Koblenzer Freunden der Buga ehrenamtliches Engagement bündeln könnte.

    Als vollen Erfolg sieht der Zweckverband neben dem gelungenen Jugend-Workshop mit internationaler Beteiligung das Projekt Mittelrheinkirsche, das bereits zu einem größeren Portfolio an Erzeugnissen aus der Region und zur Pflanzung zahlreicher Bäume in vielen Orten geführt hat. "Das Wir-Gefühl lässt sich mit solchen Aktionen sehr stärken", sagte Puchtler. Die "Marke Mittelrheinkirsche" hat inzwischen acht Produkte, die mit eigenem Logo vermarktet werden, ein Online-Shop wird vorbereitet.

    Einsetzen will sich der Zweckverband weiter stark für den Lärmschutz. Unter anderem hat der Anstoß, einen Großtunnel auf den Weg zu bringen, zu regem Schriftverkehr geführt. Noch ist der Weg beim Bahnlärm aber sehr weit.

    Das Online-Beteiligungsverfahren zum Masterplan läuft noch bis zum 19. Dezember unter www.masterplan-mittelrheintal.de

    Freundeskreis Buga 2031: Wer will mitmachen? Mittelrhein-Kirsche: Pflanzaktionen in Gemeinden
    Bad Ems Lahnstein
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