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  • Tourismus ist Trumpf: Neue Loreley ist größte Investition im Haushalt für 2017

    VG Loreley. Den Haushalt für das kommende Jahr hat der Verbandsgemeinderat Loreley mit großer Mehrheit bei nur einer Gegenstimme beschlossen. Trotz hoher Verschuldung sollen einige Projekte vorangebracht werden.

    Für die Neugestaltung des Loreley-Plateaus stehen im Haushalt der Verbandsgemeinde im kommenden Jahr fast 3,3 Millionen Euro bereit. Foto: Andreas Jöckel
    Für die Neugestaltung des Loreley-Plateaus stehen im Haushalt der Verbandsgemeinde im kommenden Jahr fast 3,3 Millionen Euro bereit.
    Foto: Andreas Jöckel - aj

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Bei den Investitionen ist der Haushalt der VG Loreley in erster Linie von der Entwicklung des Loreley-Plateaus geprägt. Fast 3,3 Millionen Euro stehen dafür bereit. Für Bürgermeister Werner Groß ist diese Entwicklung "eingebettet in den Gedanken, gemeinsam mit dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal und anderen Institutionen, an wichtigen Stellen touristische Highlights zu setzen." Erste Entwicklungen zeigten bereits, dass die öffentlichen Investitionen als Vorläufer zu einer Buga 2031 bereits private Investoren anlocken. Groß nannte die von einem Investor geplante Hängeseilbrücke zwischen Loreley und Maria Ruh als spektakulärstes Beispiel. Dazu gehöre aber auch der geplante Hotelneubau auf dem Loreley-Plateau, der nun mit einem städtebaulichen Vertrag auf den Weg gebracht werde. Solche Projekte in Richtung sanfter Tourismus voranzubringen, sei eine wichtige Aufgabe der VG: "Wir leben in einer Region, die eben nicht durch Industrieansiedlungen geprägt ist, sondern auf touristische Wertschöpfung angewiesen ist." Weitere Projekte wie das Hallenbad der Loreleyschule, die Sanierung des Verwaltungsgebäudes in St. Goarshausen, der Umbau der Marksburgschule oder der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in St. Goarshausen sind unter den Investitionen für 2017 noch nicht zu finden: "Bei diesen Maßnahmen geht es 2017 zunächst noch um Vorbereitungen wie etwa Planung und Baureifmachung", erklärt Groß. Für die Freiwilligen Feuerwehren in Dahlheim und in Kamp-Bornhofen werden im kommenden Jahr für 235 000 Euro neue Löschfahrzeuge für angeschafft.

    Erhöhung der Umlage abgelehnt

    Weil der Ergebnishaushalt im kommenden Jahr voraussichtlich mit einem Minus von fast 800.000 Euro abschließen wird, schlug die Verwaltung eine Erhöhung der VG-Umlage um 2 Prozentpunkte auf 44 Prozent vor. Dies wurde jedoch von einer Mehrheit aus SPD, FWG und Otto Schamari (Grüne) abgelehnt. Lediglich die CDU stimmte dafür.

    Gerhard Gasteier, der bei der VG für die Finanzen zuständig ist, erläutere weitere Eckdaten des Haushalts. Über die Umlage fließen gut 5,4 Millionen Euro von den Gemeinden in die VG-Kasse. 1 Prozent der VG-Umlage entspricht dabei knapp 130.000 Euro. Bei den Verwaltungsausgaben schlagen die Personalkosten mit mehr als 4,5 Millionen Euro zu Buche. Am Ende des Haushaltsjahres 2017 wir der Schuldenstand der VG voraussichtlich fast 11,3 Millionen Euro betragen. 

    SPD: Arbeitskreis soll Einsparmöglichkeiten finden

    SPD-Fraktionschef Mike Weiland sprach angesichts des defizitären Haushalts von einer "schwierigen Finanzlage". Er bezifferte die freiwilligen Ausgaben der Verwaltung auf insgesamt 1,43 Millionen Euro. Statt der Erhöhung der VG-Umlage solle deshalb in den kommenden Jahren untersucht werden, an welchen Stellen es Einsparungsmöglichkeiten gibt. Weiland schlug dazu einen Arbeitskreis mit Vertretern aus allen Fraktionen vor. Mit einem solchen Arbeitskreis habe die VG Nassau in den vergangenen Jahren erfolgreich Einsparungen erzielt. Als konkretes Beispiel sprach Weiland auch die Loreleyschule (Realschule plus) mit einer Unterdeckung von 422.000 Euro an. Hier sei der Bürgermeister bereits 2014 vom Rat beauftragt worden, die Kostenfrage mit dem Kreis zu klären.

    CDU: Ausgleich ohne Hilfe von außen nicht möglich

    Auch Dennis Maxeiner (CDU) bezeichnete das Ausmaß der Fehlbeträge im Ergebnishaushalt als dramatisch: "Ohne Hilfe von außen ist der gesetzlich vorgeschriebene Haushaltsausgleich nicht mehr zu erreichen." Aufgenommene Investitionskredite müssten mit Liquiditätskrediten wieder getilgt werden. Dennoch habe sich die Lage gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Ein Trend, der sich fortsetzen müsse. "Für uns kann die Devise nur heißen: Sparen, wo möglich, und investieren, wo nötig." Die Loreleyschule genieße mittlerweile in der Region einen guten Ruf. Auch die Schülerzahlen hätten sich gut entwickelt. Leider trage die VG nicht nur diese Realschule plus, sondern anteilig auch alle anderen in Trägerschaft des Kreises: "Diese Ungerechtigkeit der Doppelzahlung für weiterführende Schulen muss mit dem Kreis geklärt werden."

    Holger Puttkammer (FWG/FBL) begrüßte die Idee, einen Arbeitskreis für die Entwicklung von Einsparungsmöglichkeiten im Haushalt 2018 zu schaffen. Otto Schamari (Grüne), der sich von Beginn an gegen die Umgestaltung des Loreley-Plateaus ausgesprochen hatte, lehnte deshalb auch den Haushalt für 2017 ab.

    Fotos: Stück für Stück entsteht das neue Zeltdach der Loreley-FreilichtbühneNeues Zeltdach für die Freilichtbühne: Loreley trumpft mit moderner Technik auf [mit Video]Baustellenbesuch der Buga-Freunde: Die neue Loreley nimmt Formen anFotos: Die neue Loreley nimmt Formen anArbeiten für Park laufen planmäßig: Pfade und Schlucht auf der Loreley entstehenweitere Links
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