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  • Loreley hofft auf Finanzspritze von mehr als 6 Millionen Euro aus Berlin

    St. Goarshausen. Während 28 Planungsbüros aus Deutschland und Europa Ideen entwickeln, wie das Loreleyplateau rund um einen Hotelneubau touristisch aufgewertet werden kann, suchen die Verantwortlichen nach Wegen zur Finanzierung.

    Der Blick vom Loreleyfelsen ist bei Touristen aus aller Welt beliebt. Für die Neugestaltung des Plateaus oberhalb des Felsens hofft die Verbandsgemeinde Loreley auf mehr als 6 Millionen Euro Bundeszuschuss.
    Der Blick vom Loreleyfelsen ist bei Touristen aus aller Welt beliebt. Für die Neugestaltung des Plateaus oberhalb des Felsens hofft die Verbandsgemeinde Loreley auf mehr als 6 Millionen Euro Bundeszuschuss.
    Foto: Andreas Jöckel

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Die zur Umsetzung nötigen Investitionen aus öffentlichen Geldern werden auf knapp 7 Millionen Euro geschätzt. Aufgrund eines Förderprogramms des Bundes hat die Verbandsgemeinde Loreley die Chance, dass bis zu 90 Prozent bezuschusst werden. Einem bereits eingereichten Antrag hat der VG-Rat am Dienstagabend zugestimmt.

    Mit der Verabschiedung des Bundeshaushalts im Juni ist die Förderung des Städtebaus auf 700 Millionen Euro aufgestockt worden. Darin enthalten ist ein Investitionsprogramm von 50 Millionen Euro, mit dem unter anderem Projekte in Unesco-Welterbestätten unterstützt werden sollen. Als international bekanntes Reiseziel hat die Loreley also durchaus Chancen auf Fördergelder. Die Anträge dazu mussten recht kurzfristig bis 22. September gestellt werden.

    Derzeit läuft ein mit 90 000 Euro dotierter Ideenwettbewerb, wie das Plateau oberhalb des Loreleyfelsens touristisch aufgepeppt werden kann (wir berichteten). Gesteuert wird dies von einer Lenkungsgruppe unter Federführung des Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord. Deren Vizepräsidentin Begoña Hermann ist zuversichtlich: "Das Förderprogramm kommt zwar für uns ein bisschen früh, denn wir hätten den Antrag gern mit dem Wettbewerbsergebnis gestellt. Aber schon jetzt erfüllen wir alle Voraussetzungen."

    Im Förderantrag, den Bürgermeister Werner Groß bereits per Eilentscheidung für die VG Loreley als Träger gestellt hat, wird das Projekt entsprechend geschildert: Die Loreley als Inbegriff der Rheinromantik besitze einen herausgehobenen Stellenwert innerhalb des Welterbes Oberes Mittelrheintal und sei weltweit bekannt. Eine besondere Herausforderung für die Planer sei die Kombination der Erfordernisse für einen Hotelneubau, die Loreley-Freilichtbühne und touristischer Nutzung, wobei alle Aspekte des Landschutzes und der Welterbeverträglichkeit berücksichtigt werden müssen. Bislang zähle das Rheintal zwischen Mainz und Koblenz jährlich rund drei Millionen Besucher. Die Neugestaltung des Loreleyplateaus bilde das Fundament für die künftige Sicherung des Welterbes, den Erhalt einer nachhaltigen touristischen Nutzung und die Einbindung in die regionale Wirtschaft.

    Bürgermeister Groß ist ebenfalls optimistisch: "Die Gesamtentwicklung, die sich für die Loreley abzeichnet, ist so positiv wie seit 40 Jahren nicht mehr." Der Verwaltungschef hofft deshalb auch auf einen positiven Bescheid aus Berlin. Da sich die VG Loreley als Teilnehmer am Entschuldungsfonds des Landes in einer Haushaltsnotlage befindet, könnte das Projekt zudem nicht nur zu zwei Dritteln, sondern sogar mit 90 Prozent bezuschusst werden.

    Die Sieger des Ideenwettbewerbs ermittelt eine Jury am 10. Dezember. Am 15. Januar soll das Siegermodell der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Bescheide für die förderfähigen Projekte will das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Dezember zustellen. Wäre die Loreley dabei, könnte die Umsetzung 2015 starten.

    • Auswahlkriterien des Bundesministeriums: Mit seinem städtebaulichen Förderprogramm spricht das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit konkret auch Unesco-Welterbestätten an. Das Ministerium nennt in seinem Projektaufruf unter anderem folgende Auswahlkriterien für Investitionen, die gefördert werden: Nationale beziehungsweise internationale Wahrnehmbarkeit und Wirkung; überdurchschnittliche Qualität hinsichtlich Bürgerbeteiligung, Städtebau und Baukultur; erhebliches und überdurchschnittliches Investitionsvolumen; Machbarkeit und zügige Umsetzbarkeit sowie Innovationspotenzial. Das Land Rheinland-Pfalz hat dazu bereits eine positive Stellungnahme abgegeben. Die Förderbescheide sollen im Dezember 2014 erlassen werden. 

     

    Viele Faktoren im Spiel: Loreley-Freilichtbühne erhöht Fehlbetrag im HaushaltFotos: Stück für Stück entsteht das neue Zeltdach der Loreley-FreilichtbühneNeues Zeltdach für die Freilichtbühne: Loreley trumpft mit moderner Technik auf [mit Video]Baustellenbesuch der Buga-Freunde: Die neue Loreley nimmt Formen anFotos: Die neue Loreley nimmt Formen anweitere Links
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