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  • MittelrheinLewentz bewilligt Zuschuss: Loreley ist jetzt bereit für den Neustart

    Wer das Loreley-Plateau noch einmal so sehen möchte, wie es in den vergangenen Jahrzehnten ausgesehen hat, sollte dies möglichst bald tun. Denn im Sommer kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten starten, die das Gelände in einen Landschaftspark zum Mythos Loreley umgestalten. Die Kosten werden derzeit auf insgesamt fast 11 Millionen Euro geschätzt.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    So wie auf dem Siegerentwurf des Werkteam-Loreley könnte die Felsspitze bis 2018 aussehen. Ob allerdings auch die leuchtenden Kristalle als krönender Abschluss die fünf Info-Stationen zieren werden, ist derzeit noch offen. 
    So wie auf dem Siegerentwurf des Werkteam-Loreley könnte die Felsspitze bis 2018 aussehen. Ob allerdings auch die leuchtenden Kristalle als krönender Abschluss die fünf Info-Stationen zieren werden, ist derzeit noch offen. 
    Foto: Werkteam-Loreley

    Vor etwa zwei Wochen, am 26. November, sind die dafür notwendigen Grundstücke beim Notar ins Eigentum der Verbandsgemeinde Loreley übergegangen. Das sind insgesamt etwa vier Hektar: vom Parkplatz bis zur Felsspitze einschließlich Berghotel und weiter oben das ehemalige Turnerheim mit Gelände für den künftigen Eingangsbereich. Damit die hoch verschuldete Kommune den von einem Gutachterausschuss ermittelten Kaufpreis auch überweisen kann, hat Innenminister Roger Lewentz gestern auf der Felsspitze den Bescheid über 4,5 Millionen Euro Landesförderung an den Ersten Beigeordneten Hans-Josef Kring übergeben.

    In drei Bauabschnitten zum Ziel

    Der Bau des Landschaftsparks wird etwa 6,2 Millionen Euro kosten. Dafür wurden der Verbandsgemeinde bereits 5 Millionen Euro Zuschuss vom Bundesbauministerium bewilligt. Dieser wird auf drei Jahre verteilt. Für 2016 gibt es zunächst 900.000 Euro. Im Sommer sollen die Vorarbeiten beginnen. Der Betrieb des Berghotels geht noch bis Oktober kommenden Jahres weiter. Danach könnte es abgerissen werden. Im Jahr 2017 fließt dann der Löwenanteil von 2,4 Millionen Euro aus Berlin, die restlichen 1,7 Millionen Euro folgen dann 2018. Alle Arbeiten will die Lenkungsgruppe unter Federführung der Vizepräsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Begoña Hermann, so planen lassen, dass während der Bauzeit immer ein Zugang für Besucher zur Aussicht auf den Rhein möglich ist.

    Auf verschlungenen Pfaden dem Mythos näherkommen

    Im Sommer 2018 könnte die Felsspitze also schon fast so aussehen, wie es das Werkteam-Loreley als Sieger des 2014 durchgeführten Ideenwettbewerbs vorgesehen haben. Die Besucher sollen dann vom Parkplatz aus die Aussicht auf den Rhein durch eine Art Felsschlucht erreichen. Das Ende des "Canyons" führt an der rechten Seite des derzeitigen Hotels vorbei, dessen Kellergewölbe einbezogen werden könnte. Durch den Park sollen verschlungene Wege zu fünf verschiedenen Infostationen führen, die Geschichte und Mythos erlebbar machen. Allerdings sind die vom Werkteam entworfenen Kristalle auf den Infostationen, die den Park auch in der Dunkelheit zu einem Erlebnis machen, in den bisherigen Investitionen noch nicht enthalten. Die Lenkungsgruppe hofft aber, weitere Mittel für den krönenden Abschluss zu finden.

    Betreibergesellschaft mit Blick auf die Zukunft

    Innenminister Roger Lewentz (rechts) hat den Bescheid über 4,5 Millionen Landesförderung an den Ersten Beigeordneten Hans-Josef Kring übergeben. Die VG Loreley kann nun die Grundstücke bezahlen und das Projekt gemeinsam mit SGD-Vizepräsidentin Begoña Hermann weiter vorantreiben.
    Innenminister Roger Lewentz (rechts) hat den Bescheid über 4,5 Millionen Landesförderung an den Ersten Beigeordneten Hans-Josef Kring übergeben. Die VG Loreley kann nun die Grundstücke bezahlen und das Projekt gemeinsam mit SGD-Vizepräsidentin Begoña Hermann weiter vorantreiben.
    Foto: Andreas Jöckel

    Bis dahin muss auch feststehen, wer den künftigen Landschaftspark betreibt. Dafür wird eine vom Land finanzierte Studie von der Mittelrheinischen Treuhand erstellt. Im Hinblick auf die Loreley als Kristallisationspunkt des gesamten Welterbes, aber auch mit Blick auf eine mögliche Buga 2031 am Mittelrhein, dürfte es sinnvoll sein, eine Betreibergesellschaft eng mit dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal zu verzahnen. Denn dort sind bereits alle dazugehörigen Länder, Kreise und Gemeinden vertreten.

    Lewentz: Tourismus voranbringen

    Lewentz ließ gestern jedenfalls keine Zweifel daran aufkommen, dass das Land hinter dem Projekt stehen wird, um den Tourismus in der Region voranzubringen: "Die Loreley ist weltweit ein Begriff, aber einer, der etwas in die Jahre gekommen ist. Wir haben hier eine einmalige Situation in diesem wunderbaren Welterbe, und wir müssen es hinbekommen, dass Menschen hier oben auf der Loreley ein Erlebnis haben. Die Planungen dafür finde ich richtig gut."

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