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  • Initialzündung geschafft: Neue Loreley geht ins Rennen um Bundesmittel

    Rhein-Lahn. Die Initialzündung für die neue Gestaltung des Loreley-Plateaus als touristischer Kristallisationspunkt im Welterbe Oberes Mittelrheintal in den kommenden Jahren ist geschafft:

    Als Kristallisationspunkt am romantischen Rhein soll das Loreley-Plateau neu gestaltet werden.
    Als Kristallisationspunkt am romantischen Rhein soll das Loreley-Plateau neu gestaltet werden.
    Foto: Gastlandschaften/Karin Kübler

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Der Verbandsgemeinderat Loreley hat die Verwaltung mit großer Mehrheit beauftragt, Zuschüsse bei Bund und Land für die weitere Realisierung nach dem städtebaulichen Ideenwettbewerb zu beantragen. Außerdem soll die Verwaltung nun Verhandlungsgespräche für den Grundstückskauf der geplanten öffentlichen Flächen aufnehmen. Wie der künftige Landschaftspark einmal betrieben und unterhalten wird, soll eine vom Land geförderte Studie klären.

    Damit ist der erste entscheidende Meilenstein eines Projektes erreicht, das mit den Hotelbauplänen des Investors Nidag AG 2013 seinen Anfang nahm. Diese Pläne waren nicht welterbeverträglich realisierbar. Anstelle eines jahrelangen Raumordnungsverfahrens wurde 2014 von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord ein städtebaulicher Ideenwettbewerb für ein Gesamtkonzept des Plateaus ausgeschrieben. In der zuständigen Lenkungsgruppe unter Federführung von SGD-Vizepräsidentin Begoña Hermann waren und sind alle potenziellen Träger öffentlicher Belange vertreten. Ziele des Ideenwettbewerbs waren, neue Anreize für Besucher des Plateaus zu schaffen und überhaupt den Mythos Loreley wieder erlebbar zu machen sowie einen Hotelneubau zu ermöglichen, ohne den Betrieb der Freilichtbühne zu behindern oder gar den Welterbestatus aufs Spiel zu setzen. Die Sieger des Wettbewerbs wurden im Januar gekürt und das Ergebnis bei einer Wanderausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Im VG-Rat gaben Begoña Hermann und Bürgermeister Werner Groß nochmals einen kurzen Überblick über den Sachstand: "Wir haben jetzt die historische Chance, das Projekt gemeinsam zu realisieren", erklärte Hermann. Aus zwei Gründen sollte die Entscheidung genau jetzt fallen: Der Investor hat nur noch wenige Monate Zugriff auf alle erforderlichen Grundstücke. Und: Der Bundeszuschuss aus Mitteln der Städtebauförderung für international bedeutsame Projekte speziell in Welterbegebieten muss bis 20. Mai gestellt werden. Gerechnet wird mit mehreren Millionen Euro, verteilt auf die kommenden fünf Jahre, mit denen die Pläne schrittweise umgesetzt werden könnten. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz will die Loreley auf der Prioritätenliste als Empfehlung für die Jury beim Bundesbauministerium auf Platz eins setzen.

    Bei drei Gegenstimmen von FWG/FBL (2) und Grünen (1) hat der VG-Rat beschlossen, dass für die ersten Planungsleistungen in Höhe von 226 000 Euro Zuschüsse beantragt werden: Das Land übernimmt direkt 80 Prozent der Kosten, über den Zweckverband Welterbe weitere 10 Prozent, wodurch ein Eigenanteil der VG von 10 Prozent bleibt.

    Für die SPD-Fraktion stellte Mike Weiland fest: "Wir stehen geschlossen und ohne Vorbehalte hinter dem Projekt." Die Loreley habe eine Aufwertung nicht nur nötig, sondern als Herzstück des Mittelrheintals auch verdient. Das finanzielle Risiko für den Start eines Projektes dieser Größenordnung sei aufseiten der VG gering. Auch Wolfgang Beranek (Linke) sprach vom richtigen Zeitpunkt für die nächsten Planungsschritte. Ebenso argumentierte CDU-Fraktionssprecher Dennis Maxeiner, der "bei aller Euphorie" deutlich machte, dass die VG nicht nur während der Planungs- und Umsetzungsphase auf 90-prozentige Förderung angewiesen ist, sondern auch bei den späteren Unterhaltungskosten. Hier sei auch das Land gefragt.

    Zwar sehen auch FWG/FBL laut Holger Puttkammer das Projekt als Investition, "um kommenden Generationen in der Region eine Chance zu geben". Allerdings gab es in der Fraktion Bedenken, das Projekt zu starten, ohne den künftigen Betrieb einschließlich der Trägerschaft abschließend zu klären. Otto Schamari (Grüne) sprach sich für ein Raumordnungsverfahren anstelle des Ideenwettbewerbs aus und kritisierte die "so schnelle" Entscheidung.

    Baustellenbesuch der Buga-Freunde: Die neue Loreley nimmt Formen anFotos: Die neue Loreley nimmt Formen anArbeiten für Park laufen planmäßig: Pfade und Schlucht auf der Loreley entstehenLoreleycam-Zeitraffer 2: Bagger schaffen Grundlage für Durchgang zur SpitzeLoreley-Freilichtbühne: Stahkonstruktion bald bereit fürs Zeltdachweitere Links
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