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    NastättenIm Einsatz in der Welt der Bücher

    Als Anke Hauswirth angeboten hatte, in der Bibliothek der Nicolaus-August-Otto-Schule mitzuarbeiten, war eine der ersten Reaktionen von Marita Schleiden, Schulleiterin der Integrierten Gesamtschule/Realschule plus: Finanzielle Mittel, um sie dafür zu bezahlen, gebe es aber nicht. Umso größer war die Freude, als sich herausstellte, dass sich die 46-Jährige ehrenamtlich engagieren möchte.

    Anke Hauswirth räumt die Bücher weiter nach unten: Sie standen zu hoch, die Kinder konnten sie nicht sehen. Die 46-Jährige betreut seit einiger Zeit ehrenamtlich die Bibliothek der IGS in Nastätten.
    Anke Hauswirth räumt die Bücher weiter nach unten: Sie standen zu hoch, die Kinder konnten sie nicht sehen. Die 46-Jährige betreut seit einiger Zeit ehrenamtlich die Bibliothek der IGS in Nastätten.
    Foto: Markus Eschenaue

    "Wir können sie gut gebrauchen", sagt Schleiden, "wir sind im Umbau." Die Bibliothek soll vergrößert werden, sie wird einen zusätzlichen Raum erhalten, und soll später auch für die Oberstufe geeignet sein.

    In dieser Umstrukturierungsphase sei es ein Glücksfall, jemanden zu haben, der jeden Tag in der Einrichtung hilft, so die Schulleiterin. Zuvor haben sich zwei Kollegen nebenbei darum gekümmert. Deshalb konnte die Bibliothek nicht jeden Tag geöffnet sein. Das ist jetzt anders.

    Anke Hauswirth lebt erst seit Kurzem im Blauen Ländchen. Zuvor war sie mehr als zehn Jahre mit ihrer Familie unterwegs - der Beruf ihres Mannes erforderte das. Sie lebte unter anderem in Italien und zuletzt in Schottland. Dort hatte sie auch Erfahrungen für ihren derzeitigen Einsatzbereich gesammelt. "Ich habe mich um das Computer- und das Bilderarchiv gekümmert."

    Anke Hauswirths Kinder sind fünf, zehn und zwölf Jahre alt. Das jüngste besucht die Grundschule Blaues Ländchen, die beiden ältesten die IGS. Genau das ist auch der Grund, warum sie angeboten hatte, zu helfen. "In Schottland habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Schule auf die Eltern zugeht."

    Es sei üblich, dass sich die Eltern vielfältig engagieren. In Deutschland sei das ihrem Empfinden nach noch nicht selbstverständlich. Allerdings fügt Hauswirth auch hinzu, dass sie Hausfrau und Mutter sei und nicht arbeiten müsse. "Ich habe die Zeit dazu."

    Etwa vier Stunden ist die 46-Jährige täglich im Einsatz. Nach und nach gestaltet sie die Bücherei um. Gerade die Kleinigkeiten sind es, die eine große Wirkung erzielen. "Die Bücher stehen zu hoch", nennt Anke Hauswirth ein Beispiel, "die Schüler können sie von unten gar nicht sehen."

    Nach ein paar Wochen haben auch die Schüler gemerkt, dass sich in der Bibliothek etwas verändert hat. "Es kommen mehr Kinder", sagt Hauswirth, die sich gerade deshalb am meisten auf die Pausen freut.

    Manche würden sich auch einfach ein paar Minuten hinsetzen, um mit ihr zu reden. Das findet die 46-Jährige sehr schön, und darum macht ihr die Arbeit auch Spaß. Solange sie den hat, werde sie auch die Bibliothek betreuen. "Das ist dann meine Bezahlung", sagt Anke Hauswirth.

    Von unserem Redakteur Markus Eschenauer

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