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  • Hotelbau auf der Loreley: Städtebaulicher Vertrag unterzeichnet

    Mittelrhein. Für den Neubau eines Vier-Sterne-Hotels mit 220 Betten hat der Planungsverband Loreley einen städtebaulichen Vertrag mit der Neubau Immobilien Development AG (Nidag) abgeschlossen.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Neben dem Kultur- und Landschaftspark soll auf dem Loreley-Plateau auch eine Vier-Sterne-Hotel mit 220 Betten gebaut werden. 
    Neben dem Kultur- und Landschaftspark soll auf dem Loreley-Plateau auch eine Vier-Sterne-Hotel mit 220 Betten gebaut werden. 
    Foto: Jennifer de Luca

    Der dazugehörige Bebauungsplan soll in den kommenden Wochen beschlossen werden. Anschließend kann die Nidag erste konkrete Gestaltungsvorwürfe erarbeiten lassen, die in einem eigens eingerichteten Workshop als Beratungsgrundlage dafür dienen, wie der Gebäude komplex welterbeverträglich in die Kulturlandschaft eingebunden werden kann.

    Zeidler: Kein zweites Patersberg

    Nidag-Vorstand Gunther Zeidler und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Werner Groß, unterzeichneten den Vertrag direkt, nachdem die Vertreter der betroffenen Kommunen im Planungsverband einstimmig zugestimmt hatten. Die Sitzungsteilnehmer folgten damit den Weisungen aus dem Verbandsgemeinderat, dem Gemeinderat Bornich und dem Stadtrat St. Goarshausen. In allen drei Gremien genießt die Nidag, die das Bauvorhaben seit sechs Jahren geduldig verfolgt, mittlerweile einen gewissen Vertrauensvorschuss. Den will Gunther Zeidler auch keinesfalls enttäuschen. Denn er weiß um die Sorgen der Menschen in der Region: "Ein zweites Patersberg wird es auf der Loreley nicht geben, das kann ich auf jeden Fall versprechen", spielte Zeidler nach der Unterzeichnung im Gespräch mit unserer Zeitung auf den ehemaligen Hotelbau an, der als Bausünde über dem Mittelrheintal thront.

    Gestaltung wird im Team entschieden 

    Nidag-Vorstand Gunther Zeidler (links) und Bürgermeister Werner Groß unterzeichnen den städtebaulichen Vertrag.  Foto: Andreas Jöckel
    Nidag-Vorstand Gunther Zeidler (links) und Bürgermeister Werner Groß unterzeichnen den städtebaulichen Vertrag.
    Foto: Andreas Jöckel

    Wenn der Bebauungsplan beschlossen ist, hat die Nidag sechs Monate Zeit, um einen ersten konkreten Entwurf für Gestaltung des Hotelkomplexes vorzulegen. Vorab hatte sich das Unternehmen dem Wettbewerbsverfahren für die Gestaltung des Landschaftsparks inklusive Hotel unterworfen. Der Siegerentwurf des Werkteams Loreley sieht eine terrassenartig angelegte Fassade im Stil eines Weinbergs vor. Jedoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass dieser rein landschaftsplanerische Entwurf nicht eins zu eins als tatsächlicher Baukörper umgesetzt werden kann. Denn bei der Anlage von begehbaren und begrünten Dachflächen inklusive Blitzschutz, Tiefgaragenplätzen oder Hotelfluren mit Rettungswegen sowie Gastronomie sind baurechtlich zahlreiche Details zu beachten. Damit das Erscheinungsbild nach außen nicht darunter leidet, haben sich die Vertragspartner bei der Festlegung auf einen Workshop mit Vertretern aus den Räten, dem Welterbe-Zweckverband und der SGD Nord geeinigt, den die Nidag finanziert. Dieser soll von Professor Marek Neppl von der Bundesstiftung Baukultur geleitet werden.

    Fristen gesetzt

    Laut Vertrag muss die Nidag einen Bauantrag innerhalb von 36 Monaten nach Inkrafttreten des Bebauungsplans stellen. Sobald die Baugenehmigung erteilt wurde, soll das Hotel innerhalb von 48 Monaten bezugsfertig sein. Andernfalls drohen Vertragsstrafen.

    28.000 Quadratmeter Grundfläche

    28.800 Quadratmeter groß ist die Grundfläche für den Hotelkomplex. Davon sind maximal 20.000 Quadratmeter für den Hotelbau zugelassen. Hinzu kommen Nebenanlagen, Geländemodellierungen zur Einbindung des Gebäudes in das Landschaftsbild und sonstige Befestigungen.

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