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  • Soziales Die Nastätter Jugendhausleiterin Regina Schneider zieht Bilanz - Einrichtung lockt wieder mehr Jugendliche an

    Hahnenmühle zieht Bilanz: Fast 2000 Besucher gezählt

    Nastätten. 1906 Besucher – so viele haben Regina Schneider und ihr Team bei den wöchentlichen Angeboten im Jugendhaus Hahnenmühle in Nastätten im Jahr 2016 gezählt. „Wir machen immer eine Qualitätssicherung und führen täglich Statistik“, erläutert die Jugendhausleiterin. Die Zahlen seien unter anderem wichtig, wenn es um Fördergelder gehe.

    Gemeinsames Essen im Jugendhaus Hahnenmühle in Nastätten: Bei den offenen Treffs wird manchmal gemeinsam gekocht. Dann soll auch Gemüse auf den Teller, erklärt Leiterin Regina Schneider. Mehr als 1900 Besucher haben sie und ihr Team bei den Treffs 2016 gezählt.  Foto: Jugendhaus Hahnenmühle
    Gemeinsames Essen im Jugendhaus Hahnenmühle in Nastätten: Bei den offenen Treffs wird manchmal gemeinsam gekocht. Dann soll auch Gemüse auf den Teller, erklärt Leiterin Regina Schneider. Mehr als 1900 Besucher haben sie und ihr Team bei den Treffs 2016 gezählt.
    Foto: Jugendhaus Hahnenmühle

    „Aber vor allem ist das interessant für uns“, sagt Schneider. Denn so kann das Jugendhaus seine Aktivitäten noch besser auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen abstimmen. Ein Beispiel: Wurde das Ferienprogramm wenig von Jungs besucht, könne man darauf reagieren und das nächste Mal „Angebote gestalten, die mehr Jungs ansprechen“, erklärt Schneider.

    Aus ihren Zahlen für das vergangene Jahr kann Regina Schneider etwa herauslesen, dass wieder mehr Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren in die Hahnenmühle kommen. „Wir hatten über viele Jahre ganz stark Kinder als Besucher“, sagt Schneider. Warum sich nun auch wieder vermehrt Jugendliche unter die Jugendhausbesucher mischen, kann sie nur vermuten. „Das ist wohl auch die Beziehungsarbeit“, meint die Leiterin. Will heißen: Die Kinder werden älter und bleiben ihrem Freizeittreff, der alten Mühle in der Oranienstraße, treu.

    Ein weiterer Grund, warum die Hahnenmühle bei Teenagern beliebter geworden ist, könnten die Renovierungsarbeiten vor etwa eineinhalb Jahren sein. „Das Außengelände ist attraktiver geworden“, sagt Schneider. Genau wie das Erdgeschoss des Hauses ist es zudem barrierefrei gemacht worden. Es werde draußen Basket- und Fußball gespielt oder Fahrrad gefahren. Außerdem ist das Wohnzimmer des Jugendhauses neu gestaltet worden, was die Jugendliche wohl mehr anspreche. Hier hat Schneider eine positive Beobachtung gemacht: Wenn ein Raum schön hergerichtet und saniert ist, „achten die Jugendlichen auch darauf, dass das so bleibt“.

    Die offenen Treffs in der Mühle werden von den verschiedenen Altersklassen aber ganz anders genutzt. Hier stehen am Dienstag, Donnerstag (15 bis 19 Uhr) und Freitag (13 bis 19 Uhr) die Räume des Hauses zur Verfügung, etwa um zu basteln oder eines der unzähligen vorhandenen Spiele zu spielen. Jüngere würden die Ansprechpartner vor Ort dabei viel stärker in Anspruch nehmen. „Die kommen und fragen: Was können wir machen, uns ist langweilig“, erzählt Schneider.

    Die Jugendlichen, die das Haus besuchen, beschäftigen sich selbstständig. „Die sitzen zum Beispiel im Wohnzimmer und reden“, sagt Schneider. Zwischendrin werde ein Abstecher in die Stadt gemacht, dann komme man wieder in die Hahnenmühle. „Das ist ein Treffpunkt.“ Auch in der Küche seien die Jugendlichen ab und an zugange. Dort sind Zutaten für einfache Gerichte wie Sandwichtoast oder Spaghetti vorhanden, erklärt Schneider. „Wir schauen auch, dass wir immer Obst und Gemüse da haben.“ Und manchmal brauchen die Kinder und Teenager auch jemanden, mit dem sie reden können, wenn sie Probleme haben oder es in der Schule hakt. „Da haben wir ein offenes Ohr“, versichert die Jugendhausleiterin.

    Der offene Treff am Dienstag und Donnerstag ist im vergangenen Jahr 754 Mal besucht worden – zu 86 Prozent von Jungen, zu 14 Prozent von Mädchen. Durchschnittlich konnte die Hahnenmühle hier zehn Kinder beziehungsweise Teenager verzeichnen. Dass hier die Jungen so präsent sind, könnte daran liegen, dass die Mädchen montags ihren eigenen Treff von 16 bis 18.30 Uhr haben, meint Schneider.

    Vor allem der Dienstag habe sich als Jungstag etabliert. Wohl auch deshalb, weil dienstags die Fahrradwerkstatt im Jugendhaus geöffnet hat. Hier werden gebrauchte Räder für Flüchtlinge wieder fahrtauglich gemacht. Und auch die Jugendlichen können ihre Fahrräder unter Anleitung von Werner Schreiner, Gemeindepädagoge im evangelischen Dekanat Nassauer Land, und ehrenamtlichen Helfern reparieren.

    Am stärksten frequentiert war das Jugendhaus 2016 an den Freitagen. 944 Besucher hat das Jugendhausteam über das ganze Jahr gezählt. Freitags beginnt der offene Treff bereits um 13 Uhr. „Da kommen direkt nach der Schule Jugendliche, die sich treffen“, sagt Schneider. Für Grundschüler gibt es eine Hausaufgabenbetreuung von 13 bis 15 Uhr. Diese ist allerdings nicht frei zugänglich, sondern individuell vereinbart – als Teil der Schulsozialarbeit, die von Mitarbeitern der Hahnenmühle an den Grundschulen in Nastätten und Miehlen geleistet wird.

    „Die Kinder bleiben nach den Hausaufgaben in der Regel zum anschließenden Kidstreff“, erklärt Regina Schneider. Das Programm dafür ist etwa über die Internetseite der Hahnenmühle einzusehen. Die nächsten beiden Freitage sollen Mosaikfensterbilder gebastelt und Pizzabrötchen gebacken werden. Im Durchschnitt sind hier 15 Kinder zugegen.

    Weiterhin großer Beliebtheit erfreut sich auch der Internettreff, der jeweils von 17 bis 19 Uhr in die offenen Angebote am Dienstag, Donnerstag und Freitag integriert ist. Seit 2000 gibt es das Angebot, bei dem die Jugendlichen unter Betreuung die PC-Arbeitsplätze in der Hahnenmühle nutzen können. Eigentlich dachte Schneider, die Begeisterung würde irgendwann nachlassen, wenn jede Familie einen eigenen Computer zu Hause hat. „Das ist absolut anders“, sagt die Jugendhausleiterin. „Die stehen hier Schlange um kurz vor fünf.“ Die Kinder können vom Jugendhaus ausgewählte Strategiespiele machen oder im Internet surfen. Zum Jugendschutz, „haben wir auch einen Filter, dass man nicht auf bestimmte Seiten kommt“, erläutert Schneider.

    In knapp zwei Wochen, am 30. März, gibt die Hahnenmühle ihr Osterferienprogramm bekannt. Im Gegensatz zu den offenen Treffs werden für die Ferienangebote Unkostenbeiträge erhoben. Dennoch erfreuen sie sich großer Beliebtheit. 2016 haben 124 Kinder in den Osterferien, 345 in den Sommer- und 157 in den Herbstferien daran teilgenommen.

    Nähere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.hahnenmuehle.de. Dort ist ab 30. März auch das Osterferienprogramm veröffentlicht.

    Von unserer Redakteurin Cordula Sailer

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