40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Altenkirchen/Betzdorf
  • » Landtagswahl: CDU und SPD werden neuen Zuschnitt merken
  • Landtagswahl: CDU und SPD werden neuen Zuschnitt merken

    Westerwaldkreis. Wird die CDU bei der Landtagswahl im Wahlkreis 5 (Bad Marienberg/Westerburg) zum großen Verlierer, und muss die SPD dafür im Wahlkreis 6 (Montabaur) Federn lassen?

    Von unserem Chefreporter Markus Kratzer

    Die Neuzuschnitte der Wahlkreise lassen es vermuten. Denn wir haben einmal ausgerechnet, wie das Ergebnis der Landtagswahl 2011 ausgefallen wäre, wenn es die neuen Wahlkreise bereits vor fünf Jahren gegeben hätte. Auffallend: Während die kleinen Parteien die Auswirkungen kaum spüren dürften, könnten CDU und SPD die neue Konstellation deutlicher merken, im Positiven wie im Negativen.

    Worum geht es? Waren bislang die zehn Verbandsgemeinden im Westerwaldkreis in den Landtagswahlkreisen 5 und 6 zu Hause, werden die Wähler der Verbandsgemeinde Rennerod am 13. März erstmals im Wahlkreis 1 (Betzdorf/Kirchen) ihre Stimme abgeben, die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen gehört fortan zum Wahlkreis 10 (Bendorf/Weißenthurm). Hintergrund ist eine im Oktober 2014 von der rot-grünen Landtagsmehrheit gegen die Stimmen der CDU beschlossene Gesetzesänderung. Die Neuabgrenzung der Wahlkreise soll der demografischen Entwicklung im Land Rechnung tragen. Durch eine Annäherung der Bevölkerungszahlen in den Wahlkreisen soll jeder Wählerstimme in etwa das gleiche Gewicht gegeben werden. Doch welche Veränderungen hat dies zur Folge? Unser Blick zurück:

    Wahlkreis 5: Hätten die Einwohner der VG Rennerod bereits 2011 einem anderen Wahlkreis angehört, hätte die SPD damals bei den Zweitstimmen, die grundsätzlich maßgeblich für die Sitzverteilung im Landtag ist, einen satten Punkt zugelegt - von 38,2 auf 39,2 Prozent (siehe auch Tabelle). Im Umkehrschluss hätte sich die CDU durch den Verlust einer ihrer Hochburgen von 35,8 auf 34,7 verschlechtert, ein Minus von 1,1 Punkten. CDU-Direktkandidat Ralf Seekatz war im vergangenen Herbst mit einer Verfassungsbeschwerde gegen die Wahlkreiseinteilung gescheitert. Sein Argument: Die SPD habe durch den Neuzuschnitt im Westerwald das Direktmandat von Hendrik Hering sichern wollen. Denn auch bei der Erst- oder Personenstimme drohen der CDU ohne die VG Rennerod deutliche Einbußen.

    Wahlkreis 1: Mit den Zweitstimmen der Wähler der Verbandsgemeinde Rennerod wäre die CDU-Mehrheit im Wahlkreis Betzdorf/Kirchen 2011 noch deutlicher ausgefallen. Statt 40,1 hätten die Christdemokraten 40,5 Prozent eingefahren. Der Verlust der SPD beliefe sich dagegen nur auf 0,1 Punkte - statt bei 33,6 wären die Genossen bei 33,5 Prozent gelandet. Eindeutiger Verlierer wäre die FDP gewesen. Da in Rennerod nur 3,2 Prozent den Liberalen die Zweitstimme gegeben haben, wäre das Wahlkreisergebnis von 4,9 auf 4,5 Prozent geschrumpft. Die Grünen hätten sich von 13,7 auf 13,6 Prozent verschlechtert, die Linken wären konstant bei 3,5 Prozent geblieben.

    Wahlkreis 6: Hier hätte die CDU ihren Vorsprung 2011 ohne die Stimmen aus der VG Höhr-Grenzhausen deutlich ausgebaut. 43,6 statt 42,8 Prozent bedeuten eine Steigerung von 0,8 Punkten (siehe auch Tabelle). Hier müssen sich die Genossen auf ein Minus einstellen, da ihr Anteil in Höhr-Grenzhausen vergleichsweise hoch liegt. Ein halber Prozentpunkt wäre den Sozialdemokraten dadurch 2011 flöten gegangen - 28,7 statt der ursprünglichen 29,2 Prozent. Leichte Einbußen hätten auch FDP und Grüne hinnehmen müssen.

    Wahlkreis 10: Hier hätte sich 2011 die eher ungewöhnliche Kombination ergeben, dass sowohl die CDU als auch die SPD mit den Stimmen aus der VG Höhr-Grenzhausen Prozentpunkte eingebüßt hätten. Die CDU wäre um 0,6 Punkte von 40,3 auf 39,7 Prozent gesackt, die SPD von 34 auf 33,8 Prozent. Da vor fünf Jahren in Höhr-Grenzhausen vergleichsweise viele Wähler der FDP und den Grünen ihre Zweitstimme gegeben haben, hätten sich beide Parteien im Wahlkreis 10 damals verbessert, die Grünen von 14,2 auf 14,6 Prozent, die Liberalen von 4,2 auf 4,4 Prozent.

    Anzeige
    Anzeige
    x
    Top Angebote auf einen Klick
    Ihre Ansprechpartner in der Redaktion
    Marcelo Peerenboom (mp)
    Redaktionsleiter
    02681/9543-21 (Altenk.)
    02741/9200-55 (Betzdorf)
    E-Mail
     
    Volker Held (vh)
    stv. Redaktionsleiter
    VG Altenkirchen
    Tel 02681/9543-33
    E-Mail
     
    Elmar Hering (elm)
    Redakteur
    VG Wissen & Hamm
    Tel 02681/9543-13
    E-Mail
     
    Susanne Schneider (sun)
    Redakteurin
    VG Flammersfeld & Hamm
    Tel 02681/9543-17
    E-Mail
     
    Andreas Neuser (an)
    Redakteur
    VG Betzdorf, Gebhardshain
    Tel 02741/9200-68
    E-Mail
     
    Daniel Weber (daw)
    Redakteur  
    VG Daaden, Gebhardshain, Stadt Herdorf
    Tel 02741/9200-67
    E-Mail
     
    Peter Seel (sel)
    Redakteur VG Kirchen
    Tel 02741/9200-65
    E-Mail
     
     
    Sabrina Rödder (srö)
    Reporterin
    Tel 02741/9200-50
    E-Mail
     
     
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    Anzeige
    epaper-startseite
    Rhein-Zeitung Betzdorf/Altenkirchen bei Facebook
    Regionalwetter Altenkirchen/Betzdorf
    Dienstag

    11°C - 23°C
    Mittwoch

    13°C - 26°C
    Donnerstag

    11°C - 24°C
    Freitag

    13°C - 24°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige