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    KirchenKirchen will Studenten Wohnungen bieten

    Kaum eine Idee könnte dem Trend einer stetig älter werdenden Bevölkerung in Kirchen vielleicht besser entgegenwirken als der Versuch, den Studenten der Universität Siegen in den Ortschaften der Verbandsgemeinde Wohnraum anzubieten. Sowohl bei der Verwaltung als auch bei der Stadt Kirchen ist man bestrebt, junge Leute, die in der Krönchenstadt größte Probleme bei der Wohnungssuche haben, ins AK-Land zu locken.

    Vom Kirchener Bahnhof aus ist man in 20 Minuten am Bahnhof Siegen – von Mudersbach geht es noch schneller. Da von dort Busse zur Universität nach Weidenau fahren, kann ein Student, der sich in Kirchen eine günstige Wohnung genommen hat, in 40 Minuten an der Uni sein.
    Vom Kirchener Bahnhof aus ist man in 20 Minuten am Bahnhof Siegen – von Mudersbach geht es noch schneller. Da von dort Busse zur Universität nach Weidenau fahren, kann ein Student, der sich in Kirchen eine günstige Wohnung genommen hat, in 40 Minuten an der Uni sein.
    Foto: Markus Döring

    Kirchen will in die Offensive gehen, will Hauseigentümer der Region ermuntern, Einliegerwohnungen oder auch Häuser an Studenten zu vermieten, will Vermieteradressen im Rathaus sammeln und später an der Universität über das Studentenwerk an potenzielle Mieter vermitteln, aber auch mit Handzetteln dafür werben. Und das alles nicht nur, um junge Leute in die VG zu locken, sondern auch in der Hoffnung, dass der eine oder andere hier wohnen bleibt – sei es, dass er eine Familie bei uns gründet oder dass er als Fachkraft eine Anstellung findet.
    Bekanntlich ist die Universität aufgrund der hohen Anmeldezahlen längst völlig überlaufen, Studentenwohnraum in Siegen kaum mehr zu finden. Hier sieht nicht nur der Demografiebeauftragte der Stadt Kirchen, Andreas Hundhausen, sondern auch VG-Chef Jens Stötzel eine gute Chance für die „Perle an der Sieg“, die ja in direkter Nachbarschaft zum Oberzentrum Siegen liegt. Denn hierzulande könnten die Studenten wesentlich preiswerter wohnen. „Besonders Mudersbach, Brachbach und Kirchen“, sagt Stötzel, „die Ortsgemeinden an der Siegstrecke, sind eine lohnende Option für Studenten. Hier stehen viele Mietobjekte leer, und mit der Bahn ist man von Kirchen aus in knapp 20 Minuten am Siegener Bahnhof. Von Mudersbach aus geht es noch schneller.“ Von dort aus ist man per Bus in weiteren 20 Minuten am Haardter Berg über Weidenau und noch schneller an den Uni-Standorten im Siegener Stadtkern. Noch besser dürften die Verbindungen ins Siegerland werden, wenn die HTS bis nach Mudersbach gebaut worden ist. Niederfischbach könnte für Studenten interessant sein, die über Freudenberg zur Uni fahren.
    Was Studenten von einer Wohnungswahl in der VG abhalten könnte, so Stötzel, sind die teilweise schlechten Internetverbindungen hier. „Das ist für die Studierenden heute ganz wichtig, aber während da in der Stadt Kirchen noch das eine oder andere Manko besteht, sieht es in Brachbach oder Mudersbach durchaus gut mit den Internetverbindungen aus. Aber auch die Stadt legt sich ja für eine Verbesserung der Situation ins Zeug.“
    Bereits Mitte Oktober hatte sich der Demografieausschuss der Verbandsgemeinde mit dem Thema beschäftigt, wenig später war auf Einladung von Andreas Hundhausen der Geschäftsführer des Siegener Studentenwerks in Kirchen zu Gast. Der machte deutlich, dass ein Student ohne eine schnelle Datenautobahn kaum noch auskommt, zudem fehle im Raum Kirchen jede „studentische Gastronomie“. Dem kann Stötzel nicht widersprechen: „Studentenkneipen können wir nicht bieten, aber diesbezüglich werden sich die Studenten sowieso an der Siegener Szene orientieren.“
    Stötzel sieht unterm Strich gute Chancen, Studenten für das AK-Land gewinnen zu können: „Es gibt einige, die Wohnraum mit Familienanschluss suchen. Es könnte ja sogar sein, dass bei dem einen oder anderen Vermieter ein Nebenjob möglich wird – viele ältere Leute können nicht mehr Rasen mähen, Hecken schneiden, einkaufen oder ihr Auto waschen.“
    Der VG-Chef ruft Hauseigentümer dazu auf, eventuelle Hemmschwellen in Richtung der Studenten zu überwinden: „Manche Hausbesitzer oder Vermieter denken vielleicht, wenn sie Studentenwohnung hören, an wilde Partys, Unordnung und ramponierte Zimmer – aber das ist ja die absolute Ausnahme. Die meisten Studenten brauchen Ruhe fürs Büffeln.“ Dazu komme, dass Alleinstehende jemanden im Haus hätten, der im Notfall mal helfen könnte, dass Wohnungen nicht mehr leer stehen und dass sie sogar ein gutes Zubrot einbringen – was für den Studenten indes preiswerter wäre als jede Wohnung in Siegen.
    Wer Wohnraum vermieten möchte, kann sich direkt im Rathaus Kirchen melden. Dort werden die Adressen gesammelt – je nachdem, wie viele zusammenkommen, wollen die Kirchener an der Universität in die Werbung gehen. Wer Wohnraum an Studenten vermieten möchte, ruft im Rathaus unter 02741/688 323 an.

    Die Stadt Kirchen hat im Bestreben, dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, schon viel Vorarbeit geleistet – auch bezüglich der Initiative, Studenten herbeizulocken. Der Demografiebeauftragte der Stadt, Andreas Hundhausen, hat den Kontakt mit dem Studentenwerk schon im Herbst hergestellt: „Vor-aussetzung dafür, dass es uns gelingt, Studenten nach Kirchen zu holen, ist erstens eine enge Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Siegen. Denn wenn sich ein junger Mensch für Siegen als Studienort entscheidet und preiswerten Wohnraum sucht, wendet er sich in der Regel ans Studentwerk. Zweitens müssen wir die Hauseigentümer erreichen. Wenn sie sich für das Projekt nicht offen zeigen, kann es nur scheitern. Drittens muss unsere Stadt generell für jüngere Menschen attraktiver werden – nicht nur für Studenten.Ein schnelleres Internet kann da nur ein Anfang sein.“ Peter Seel

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