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    Kreis AltenkirchenKaum noch Flüchtlinge: Land schließt AfA Stegskopf vorerst

    Damit hatte kaum einer gerechnet: Das Land braucht den Stegskopf nicht mehr zur Unterbringung von Flüchtlingen. Die Mainzer Staatskanzlei teilte am Donnerstag mit, die Erstaufnahmeeinrichtung nur noch im "Stand-by-Betrieb als Reserve" vorzuhalten. Offenbar zeigen die Bemühungen auf europäischer Ebene Wirkung, den Zustrom von Flüchtlingen einzudämmen. Nicht zuletzt die faktische Schließung der Balkanroute hat zur Folge, dass in Bayern gerade einmal rund 150 geflüchtete Menschen pro Woche deutschen Boden erreichen.

    Die wenigen noch auf dem Stegskopf untergebrachten Flüchtlinge werden in den nächsten Tagen einzelnen Kommunen zugewiesen beziehungsweise in andere Landeseinrichtungen verlegt. Die meisten werden voraussichtlich in Diez unterkommen.  Archivfoto: Markus Döring
    Die wenigen noch auf dem Stegskopf untergebrachten Flüchtlinge werden in den nächsten Tagen einzelnen Kommunen zugewiesen beziehungsweise in andere Landeseinrichtungen verlegt. Die meisten werden voraussichtlich in Diez unterkommen. Archiv
    Foto: Markus Döring

    Von unserem Redaktionsleiter Marcelo Peerenboom

    Am Donnerstag lebten noch exakt 217 Asylbegehrende in der Aufnahmeeinrichtung auf dem Stegskopf. Einige von ihnen werden in den nächsten Tagen einzelnen Kommunen zugewiesen. Die übrigen will das Integrationsministerium in andere Landeseinrichtungen verlegen. Für die meisten soll es nach Diez gehen, zumal sich dort auch ein Ankunftszentrum des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge befindet. Das ermöglicht eine zügigere Bearbeitung der Asylanträge.

    Mit anderen Worten: Schon in wenigen Tagen wird die Ende Oktober 2015 eilig auf dem Boden gestampfte Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Stegskopf ihren Betrieb vorerst einstellen. "Eine neue Belegung der Liegenschaft erfolgt vorerst nicht mehr", teilte Integrationsministerin Irene Alt mit. Allerdings ist ein "Stand-by-Modus" vorgesehen: "Wir müssen flexibel bleiben, um für eventuelle Änderungen gewappnet zu sein. Das lehrt uns die Erfahrung des vergangenen Jahres", so Alt. Das bestätigt auch die Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Eveline Dziendziol: "So etwas wie im Spätsommer wollen wir nicht noch einmal erleben." In Windeseile hatte das Land Bettenkapazitäten schaffen müssen, um alle Flüchtlinge unterzubringen. Trotz anfänglicher Bedenken hatte das Ministerium aufgrund des enormen Drucks im Oktober dann doch den ehemaligen Truppenübungsplatz der Bundeswehr zu einer Aufnahmeeinrichtung umfunktioniert.

    Jetzt, wo sich gerade alles eingespielt hat und mit Maik Treck sogar ein endgültiger Leiter eingestellt wurde, wird die AfA Stegskopf nicht mehr benötigt. Wie Eveline Dziendziol auf RZ-Nachfrage mitteilt, sind die Mitarbeiter informiert; es ist aber noch eine Versammlung vorgesehen. Das Land will die 24 Beschäftigten auf andere Einrichtungen verteilen. Das Problem: Diese liegen in weiter Entfernung. Welche Regelung mit der Cateringfirma Klüh getroffen werden kann, ist noch ungeklärt. Die öffentliche Ausschreibung des Verpflegungsauftrags sah ohnehin eine Befristung bis zum 30. Juni 2016 vor. Auch der DRK-Kreisverband Altenkirchen kann zunächst abziehen. Was bleibt, ist laut ADD eine Stallwache sowie ein Sicherheitsdienst: "Wir überlassen die Einrichtung nicht sich selbst und wollen Vandalismus vorbeugen."

    Nichts mehr zu tun haben auch die vielen Freiwilligen, die sich seit Wochen engagieren. Günter Knautz, der Koordinator der Ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe Heller-Daadetal: "Unser klassisches Aufgabenfeld ist zur Ruhe gekommen." Man warte nun ab, wie sich die Lage weiter entwickelt. Zuletzt hatten sich Knautz zufolge rund 250 Menschen aus der Region um die Flüchtlinge gekümmert: in der Kleiderstube, beim wöchentlichen Gesprächskreis, in der Fahrradwerkstatt, der Nähstube, in der Kinderbetreuung und bei sportlichen Angeboten.

    Chronologie: Der Stegskopf und die Flüchtlinge
    Altenkirchen Betzdorf
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