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  • Diskussion in Niederfischbach: Wird das Bürgerhaus verkauft?

    Niederfischbach. Das Bürgerhaus Auengarten schlägt für die Ortsgemeinde Niederfischbach jährlich mit einem Defizit von 30 000 bis 35 000 Euro zu Buche. Das hat die Verwaltung in Kirchen der Gemeinde vor geraumer Zeit vorgerechnet. Das Bauamt rechnet zudem mit Sanierungskosten von 150 000 Euro in den nächsten fünf Jahren für die gröbsten Maßnahmen, wenn man das Gebäude in vernünftigem Zustand halten will.

    Wie geht's weiter mit dem Bürgerhaus Auengarten in Niederfischbach? Ortsbürgermeister Matthias Otterbach plädiert für einen Verkauf des defizitären Gebäudes, doch so mancher würde das Haus gerne behalten. Foto: Markus Döring
    Wie geht's weiter mit dem Bürgerhaus Auengarten in Niederfischbach? Ortsbürgermeister Matthias Otterbach plädiert für einen Verkauf des defizitären Gebäudes, doch so mancher würde das Haus gerne behalten.
    Foto: Markus Döring

    Von unserer Mitarbeiterin Eva-Maria Stettner

    In den kommunalen Gremien wird seit gut zwei Jahren über das weitere Vorgehen diskutiert. Sogar eine Aufgabe des Bürgerhauses steht im Raum - die Meinungen hierüber gehen jedoch weit auseinander. Am Montagabend wurde das Thema in der ersten öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses beraten - mit der Aufforderung, dem Gemeinderat eine Empfehlung zu geben.

    Ortsbürgermeister Matthias Otterbach gab die Fakten zu bedenken: "Die Nutzung des Bürgerhauses ist all die Jahre unterdurchschnittlich gewesen, wir haben kaum noch Fremdvermietungen." Den Dauermietern (Musikverein und Osteoporose-Gruppe) und auch allen anderen Nutzern wie der Yoga-Gruppe könnte man binnen eines Monats adäquaten Ersatz bieten: In der alten Schule an der Konrad-Adenauer-Straße, ebenerdig. Ein Raum wird momentan barrierefrei umgebaut, eine zweiflügelige Tür, Wasseranschluss und Beamer sollen hinein. Er soll auch als öffentlicher Sitzungsraum genutzt werden. "Da ist es zwar enger als im Auengarten, aber es kommen ohnehin nur wenig Besucher." Die Fenster haben Rollläden, sodass die Osteoporose-Gruppe nach außen hin Sichtschutz hat. Für die Schwangerschafts-Gymnastik käme auch der Kindergarten infrage.

    Der Musikverein könnte in den jetzigen Sitzungsraum, wo früher die Geigenbauerin drin war. Der Hausmeister ist ausgezogen, schaut aber nach dem Rechten. Die Umbauarbeiten für den Teppichraum sind abgeschlossen. "Es sind alle Voraussetzungen geschaffen für Nutzer, hier weiterzumachen", so der Gemeindechef. "Wir können uns das Bürgerhaus Auengarten auf Dauer nicht mehr leisten", plädierte er für die Aufhebung der öffentlichen Einrichtung und einen Auftrag an die Verwaltung, die Liegenschaft zu vermarkten: "Jeder würde so handeln, wenn es um seine eigenen Mittel ginge."

    Die Zufahrten zu dahinter liegenden Grundstücken müssten freilich auch künftig gewährleistet werden. Für das Bürgerhaus gibt es laut Otterbach zwei Interessenten, darunter eine Firma, die im Ort bleiben und nicht abwandern möchte und das Bürgerhaus noch als Plan B auf der Schiene habe. Hinzu komme, dass das Bürgerhaus mit ins Förderprogramm "Ländliche Zentren" aufgenommen wurde und aller Wahrscheinlichkeit nach ins Sanierungsgebiet kommt. Dies dürfte für mögliche Interessenten interessant sein, da sie eine Sanierung zehn Jahre lang voll steuerlich abschreiben könnten. "Wir hätten also keine schlechten Karten im Spiel", so Otterbach. Die Nutzer seien seit eineinhalb Jahren über diese Pläne informiert.

    Ein Ausschussmitglied der SPD gab zu verstehen, dass zunächst geklärt werden musste, ob man die Nutzer adäquat unterbringen kann und ob das Bürgerhaus im Förderprogramm ist. Einen Abriss wolle man nicht mittragen. Da die frühere Schule ein Stück Historie des Ortes darstelle, wäre es gut, wenn es wieder vernünftig genutzt würde. "Einem Investor kann man nicht vorschreiben, das Gebäude nicht abzureißen", gab man hinsichtlich eines Verkaufs zu bedenken. Otterbach entgegnete: "Wir haben alle ein bisschen Bauchschmerzen bei dem Thema, aber die Fakten sind so wie sie sind." Wenn die Gemeinde Kredite aufnehmen müsse, zahlten noch die Enkel dafür. "Wir sollten so schnell wie möglich verkaufen", appellierte er. Doch der Ausschuss wollte keine Empfehlung an den Rat geben. Otterbach betonte: "Das Thema kommt in der nächsten Ratssitzung auf jeden Fall auf die Tagesordnung. Die Bürger haben ein Recht zu wissen, wie es weitergeht - im Rat müssen wir Farbe bekennen."

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