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    ElbenDavinci-Schule in Ruanda ist fast fertig

    Die Bauarbeiten sind beinahe vollendet. Bereits in wenigen Wochen können in der Davinci-Schule im Süden von Ruanda Hunderte Kinder unter ordentlichen Umständen unterrichtet werden. Ermöglicht haben dies ein Unternehmen aus Elben, eine Stiftung aus Kroppach und das Land Rheinland-Pfalz. Doch der Reihe nach.

    Hilfe zur Selbsthilfe: Dorfbewohner im Süden Ruandas bauen die Davinci-Schule mit zwei Gebäuden und sechs Klassenräumen. In wenigen Wochen schon können dort Hunderte Kinder unterrichtet werden.
    Hilfe zur Selbsthilfe: Dorfbewohner im Süden Ruandas bauen die Davinci-Schule mit zwei Gebäuden und sechs Klassenräumen. In wenigen Wochen schon können dort Hunderte Kinder unterrichtet werden.

    Elben - Die Bauarbeiten sind beinahe vollendet. Bereits in wenigen Wochen können in der Davinci-Schule im Süden von Ruanda Hunderte Kinder unter ordentlichen Umständen unterrichtet werden. Ermöglicht haben dies ein Unternehmen aus Elben, eine Stiftung aus Kroppach und das Land Rheinland-Pfalz. Doch der Reihe nach.


    2012 blickt die Hausbaufirma Davinci aus Elben auf eine 75-jährige Geschichte zurück. Dass das Jubiläumsjahr für sein Unternehmen und für ihn persönlich ein ganz besonderes wird, ist Geschäftsführer Anton Hammes seit Langem bewusst, zumal im Mai mit seinem 60. Geburtstag ein doppelter Grund der Freude ansteht. Ende 2011 verfeinert Hammes den Gedanken, mit einem Teil seines Erfolges armen Menschen in der Welt zu helfen. Mit Reiner Meutsch aus Kroppach, Gründer und Vorsitzender der Stiftung „Fly & Help“, findet Hammes rasch den Partner, der ihn überzeugt. Davinci-Haus beschließt, im Süden Ruandas in einer benachteiligten Region an der Grenze zu Burundi den Neubau einer Schule und in der Folge die jährlichen Unterhaltungskosten von 5000 Euro zu finanzieren.

    Nach Gesprächen zwischen Reiner Meutsch und der Landesregierung – Ruanda ist das Partnerland von Rheinland-Pfalz – wächst das Projekt sogar an, weil sich Mainz zur Hälfte an den Baukosten beteiligt. Im April beginnt der Bau in Afrika. 200 Dorfbewohner errichten unter der Regie eines Bauleiters aus der Hauptstadt Kigali zwei Gebäude mit sechs Klassenräumen, zwei Zisternen sowie einen Latrinenblock mit zehn Kabinen. Baukosten: 85 000 Euro.
    „Das Projekt ist eine gigantische Sache“, lobt Hammes gestern bei der Präsentation in Elben. „Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg, die Kinder in Ruanda sind hungrig danach.“ „Und sie hilft, die demokratischen Strukturen zu sichern“, ergänzt sein Sohn Sascha. „Wir wollten uns nicht nur selbst feiern“, wünschen sich Hammes senior und junior, dass das Engagement von Davinci bei anderen Firmen Beachtung und – noch besser – auch Nachahmer findet. Für Anton Hammes besonders wichtig ist, dass bei „Fly & Help“ kein gespendeter Euro versandet, dass das „Geld eins zu eins in Backsteinen ankommt“. Denn Reiner Meutsch, Jahrgang 1955, zahlt sowohl seinen sechsköpfigen Mitarbeiterstab sowie alle Verwaltungskosten aus seiner Privatschatulle. Gestern bedankt er sich bei der Firma Davinci für die Unterstützung. Bewegend sind seine Schilderungen von dem Gesang, der Dankbarkeit und der Begeisterung, mit der er bei einem Besuch in Afrika empfangen wird.

    Auch Anton Hammes wäre bei dem Richtfest gerne dabei gewesen. Doch was er bei den Gesprächen vor einem Dreiviertel Jahr anlässlich der bevorstehenden Jubiläen im Jahr 2012 noch nicht weiß, ist freilich, dass er in diesem selbst unerwartet schwer erkrankt. Zwar noch nicht ganz so wie früher, aber auf bestem Wege der Genesung, nimmt er sich vor, irgendwann auch einmal die Davinci-Schule in Ruanda zu besuchen. Die Feierlichkeiten zum Firmenjubiläum in Elben finden nun ja auch erst im kommenden Jahr statt.
    Die Reiner-Meutsch-Stiftung „Fly & Help“ operiert weltweit. Ruanda bildet einen Schwerpunkt. Dort ist sie mittlerweile zur größten Bildungsorganisation angewachsen. Acht Projekte sind dort bereits verwirklicht, bis 2015 oder 2016 sollen es 30 sein. Die Stiftungsgelder werden nicht nur für Baumaßnahmen ausgegeben, sondern sind auf Nachhaltigkeit angelegt. So unterstützt sie zum Beispiel Eltern, die das Schulgeld von 50 Cent im Monat nicht zahlen können. Oder sie investiert in Lehrer, damit diese den Kindern Englisch beibringen, und in didaktisches Material wie Tafeln und Kreide. Die Prämisse lautet dabei stets Hilfe zur Selbsthilfe, denn, so Reiner Meutsch: „Die Menschen in Ruanda sind willens, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.“ Neben der neuen Davinci-Schule in Nyabimata stehen weitere, teilweise ruinöse Gebäude, die Meutsch in den nächsten Jahren sanieren will. Insgesamt werden dort etwa 2250 Mädchen und Jungen unterrichtet.
    Für den ehemaligen Geschäftsführer des Reisedirektanbieters „Berge & Meer“, der vor 25 Jahren auch die RPR-Radiosendung „Mein Abenteuer“ entwickelte und bis heute moderiert, ist nach seiner Weltumrundung per Kleinflugzeug die Hilfe in den armen Ländern zur Passion geworden. Er trommelt für seine Stiftung, schreibt Bücher, hält Vorträge, führt durch Multivisionsshows, verfeinert bestehende und knüpft neue Kontakte. Bei den Olympischen Spielen in London hatte er das besondere Erlebnis, Bundespräsident Joachim Gauck die Stiftung vorstellen zu dürfen. Und vor wenigen Tagen noch traf er in Berlin Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel. Immer geht es um die Stiftung, um Hilfe, um Menschen, die unter Umständen leben, die wir uns gar nicht vorstellen können oder wollen. Mit Bildung soll ihnen der Weg in eine Zukunft geebnet werden. Davinci-Geschäftsführer Anton Hammes: „Es ist erstaunlich, wie man mit relativ geringen Mitteln so helfen kann.“  Infos zur Reiner-Meutsch-Stiftung finden Sie im Internet unter www.fly-and-help.de. Stefan Nitz

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