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  • Sauberen Strom vor Ort: Wäller Energiegenossenschaft gegründet

    Kreis Altenkirchen. Raiffeisen und seine Idee der Genossenschaften sind in diesem Jahr in besonderem Maße in aller Munde, ist doch 2012 das „Jahr der Genossenschaften“. Passend also, dass Peter Müller aus Altenkirchen genau dieses Jahr wählte, um seine eigene Genossenschaft zu gründen: die Maximale Wäller Energiegenossenschaft (kurz Maxwäll).

    Peter Müller und Jürgen Salowsky (2. und 3. von rechts) feiern mit anderen Gründungsmitgliedern das erste Projekt ihrer Energiegenossenschaft.
    Peter Müller und Jürgen Salowsky (2. und 3. von rechts) feiern mit anderen Gründungsmitgliedern das erste Projekt ihrer Energiegenossenschaft.

    Kreis Altenkirchen - Raiffeisen und seine Idee der Genossenschaften sind in diesem Jahr in besonderem Maße in aller Munde, ist doch 2012 das „Jahr der Genossenschaften“. Passend also, dass Peter Müller aus Altenkirchen genau dieses Jahr wählte, um seine eigene Genossenschaft zu gründen: die Maximale Wäller Energiegenossenschaft (kurz Maxwäll).

    Die Idee dahinter ist so einfach und effektiv wie zu Zeiten des Genossenschaftsgründervaters: Man will gemeinsam Energieprojekte zum Beispiel im Bereich Solar- oder Windenergie mit Firmen aus der Region in der Region umsetzen. Das erwirtschaftete Geld soll wiederum zum Teil dem Gemeinwohl zugutekommen. Ganz nach dem Raiffeisenmotto: einer für alle und alle für einen. „Wir wollen das Thema Energiewende mit der Beteiligung der Menschen, die hier leben, umsetzen“, sagt Müller.
    Zu Beginn hatte sich die Frage gestellt: „Wie klein ist groß genug?“ Sollte man sich auf einen Kreis, ein Gebiet, das ganze Land konzentrieren? „Wir haben uns auf die Region Westerwald fokussiert. Das heißt, wir richten uns mit unserem Projekt an Menschen, Firmen, Vereine und Verbände, die in dieser Region ihren Sitz haben oder eng mit der Region verbunden sind“, erklärt der Neugenosse. Damit wollte man sicherstellen, dass die Mitstreiter sich mit den Projekten auch noch identifizieren konnten. Als er und sein Mitstreiter Jürgen Salowsky vor einigen Monaten mit der Idee an die Öffentlichkeit gingen, war die Resonanz riesig.
    „Wir haben schon mehr als 90 Mitglieder. Das erste Projekt, eine Freiflächensolaranlage in einem Industriegebiet in Rennerod, ist bereits verwirklicht“, freut sich Müller. 1,2 Millionen Euro investierten die Genossen, davon schulterten sie 25 Prozent im Eigenanteil, der Rest wurde mit zinsgünstigen Darlehen finanziert. Die Anlage, die seit dem 30. Juni in Betrieb ist, liefert Strom für 200 Haushalte. Um in die Genossenschaft einzusteigen, reicht schon ein kleiner Anteil. „Wir haben festgelegt, dass ein Genossenschaftsanteil 100 Euro kostet, mit fünf Anteilen ist man dabei, und maximal 1000 kann man erwerben.“ Diese Zahlen habe man extra angesetzt, damit zum einen möglichst viele Menschen erreicht werden können, zum anderen damit die Genossenschaft nicht ins Trudeln kommt, sollte ein Großanteilseigner aussteigen.
    Das große Interesse kann sich Peter Müller gut erklären: „Zum einen ist der Hype mit den Aktien nach der ganzen Bankenkrise rum, die Leute wollen Sicherheit. Zum anderen sehen sie, dass ihr Geld in der Region bleibt, dass sie aktiv mitbestimmen können, was damit geschieht.“ Müller hat sogar einige Mitglieder, die Anteile für ihre Kinder und Enkel gekauft haben, als Wertanlage. Diejenigen seien aber nicht auf die große Rendite aus, die man bei einer solchen Gesellschaftsform ja ohnehin nicht erwarten dürfe, sondern auf die Nachhaltigkeit der Projekte. „Man will seinen Kindern ein Stück weit die Schöpfung erhalten damit“, so Müller. Und genau da ist die Westerwälder Energiegenossenschaft der richtige Anlaufpunkt, denn alle Mitglieder haben sich in der Satzung verpflichtet, von den künftig erwirtschafteten Erträgen einen Teil in Kultur-, Umwelt- oder Infrastrukturprojekte im Westerwald zu investieren. So könnte Müller sich am Stegskopf einen Windpark vorstellen, mit dessen erwirtschafteten Erträgen eine Umweltinitiative finanziert wird. Sonja Roos

    Weitere Infos gibt es unter www.maxwaell-energie.de

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