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  • Folge 949 Ein Räuberhauptmann gab dem Schinderhannes-Soonwald-Radweg den Namen

    Radeln durch schöne Wiesenlandschaft und ein Stück Heimatgeschichte

    Simmern. Ein wilder Geselle aus der Hunsrückgeschichte weist den Weg. Es ist Johannes Bückler, auch Schinderhannes genannt. Dem Räuberhauptmann gelang 1799 die Flucht aus dem Kerker im Pulverturm an der Stadtmauer von Simmern. Im ehemaligen Verlies dreht sich alles um die spannende Geschichte des Schinderhannes und seiner Flucht aus Simmern.

    Im Pulverturm an der Stadtmauer in Simmern saß Schinderhannes hinter Gittern.
    Im Pulverturm an der Stadtmauer in Simmern saß Schinderhannes hinter Gittern.
    Foto: RLP-Tourismus/Heidrun Braun

    Von Simmern aus schlängelt sich der 22,9 Kilometer lange Schinderhannes-Soonwald-Radweg durch eine Wiesenlandschaft. In stetigem Bergauf strebt er den rund vier Kilometer entfernten Ort Riesweiler an. Dort bieten sich Abstecher zum Waldsee Argenthal und zur Rätzebore an. Hinter dem Kulturdenkmal mitten im Soonwald, auch Maria Reizenborn genannt, verbergen sich eine 1796 zerstörte Wallfahrtskirche und die Grundmauern einer Eremitage.

    Quer durch Riesweiler folgt der Radweg dem Brühlbach bis nach Tiefenbach und vorbei am Wasserspielplatz am Räuberlager weiter nach Mengerschied. Von nun an rollen die Räder wie von allein leicht bergab nach Gemünden und weiter durch das Simmerbachtal nach Panzweiler. Dort verlässt der Weg das Tal und folgt dem Scheidbach bis zum Ziel in Dickenschied.

    Rund um den Radweg liegen viele Drehorte der Edgar-Reitz-Heimatfilme. In den Riesweiler Wiesen lagen die Landebahn des Filmhelden Ernst Simon sowie die Villen von Anton und Hartmut Simon. Ein langer Anstieg führt von Tiefenbach aus zu den Filmgräbern an der Nunkirche in Sargenroth. Von Gemünden ist es nicht weit nach Gehlweiler mit der Simon-Schmiede und vielen Informationstafeln zum jüngsten Heimatfilm. Für die Dreharbeiten verwandelte sich der Ort in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.

    Der Schinderhannes-Soonwald-Radweg ist die südliche Fortsetzung des Schinderhannes-Radweges und führt durch den Naturpark Soonwald-Nahe. Er verbindet den Schinderhannes-Radweg mit dem Lützelsoon-Radweg, der in Kirn auf den Nahe-Radweg trifft.

    Infos: Hunsrück-Touristik, Hahn-Flughafen, Telefon 06543/507.700. Weitere Ausflugstipps gibt es im Internet unter www.gastlandschaften.de/ hunsrück

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