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    RheinhessenWahl zur deutschen Weinkönigin: Helgards erstes Ziel heißt Finale

    Die Krone der Rheinhessischen Weinkönigin hat Helgard Frey gerade abgelegt, da winkt ihr schon die nächste: Am Samstag, 22. September, tritt die 24-Jährige aus Guntersblum in Neustadt an der Weinstraße zur Wahl der 64. Deutschen Weinkönigin an. Um dieses große Ziel zu erreichen, muss sich die Winzertochter gegen 12 Mitbeweberinnen aus den anderen deutschen Weinbaugebieten durchsetzen.

    Ein Jahr lang hatte Helgard Frey das höchste Ehrenamt im größten deutschen Weinanbaugebiet inne: Sie war die 62. Rheinhessische Weinkönigin.
    Ein Jahr lang hatte Helgard Frey das höchste Ehrenamt im größten deutschen Weinanbaugebiet inne: Sie war die 62. Rheinhessische Weinkönigin.
    Foto: Bernd Eßling

    Der Weg zur Krone führt auch in diesem Jahr über zwei Wahlveranstaltungen. An diesem Samstag steht der Vorentscheid auf dem Programm: Sechs der 13 können sich hier für das Finale am Samstag, 29. September, qualifizieren. Helgard Frey weiß, dass das keine leichte Aufgabe ist, denn die anderen Kandidatinnen sind ebenfalls kompetente und charmante Weinfachfrauen. Die MRZ hat mit Helgard über ihre Vorbereitungen auf die Wahl in Neustadt gesprochen.

    Sie greifen in Neustadt nach der deutschen Weinkrone: Die Kandidatinnen aus den 13 Anbaugebieten bereiten sich intensiv auf die Wahl vor.
    Sie greifen in Neustadt nach der deutschen Weinkrone: Die Kandidatinnen aus den 13 Anbaugebieten bereiten sich intensiv auf die Wahl vor.
    Foto: DWI

    Ist nach dem Abschied vom Amt der Rheinhessischen Weinkönigin erst mal Entspannen angesagt oder bereiten Sie sich auf die Wahl in Neustadt vor?

    Ich habe jetzt zwar Urlaub - aber Relaxen ist leider nicht angesagt. Ich stecke mitten in den Vorbereitungen für die Wahl zur Deutschen Weinkönigin. Das ist aber auch eigentlich ganz gut so! Denn es ist schon komisch, so ohne Krone und Termine. Und dann ist es eigentlich nicht schlecht, dass ich mit den Vorbereitungen und der Lernerei genügend abgelenkt bin.

    Welchen Themenbereichen widmen Sie sich besonders?

    Da ich ja keine gelernte Winzern oder Weinbaustudentin bin, sind für mich natürlich alle Themen wichtig, sodass ich nun schon die Kellerwirtschaft durchgeackert habe und nun gerade an der Außenwirtschaft im Weinberg sitze. Danach folgen dann noch die anderen Anbaugebiete - schließlich sollte ich mich als potenzielle Deutsche Weinmajestät überall so gut auskennen wie bei mir zu Hause! Außerdem möchte ich mir noch mal die Daten und Fakten über die Deutsche Weinwirtschaft anschauen - vor allem Exportmärkte und Absatzzahlen.

    Ist da jetzt richtiges "Büffeln" angesagt? Bekommen Sie auch Unterstützung?

    Von der Gebietsweinwerbung Rheinhessenwein bekomme ich Unterstützung. Sensorische Praxis, aber auch mögliche Themen bekomme ich von dort mit auf den Weg. Und natürlich greift mir auch meine Familie unter die Arme - die Familie insgesamt hält mir den Rücken frei und organisiert alles rund um die Wahl, sodass ich auch Zeit habe zum Lernen. Im Besonderen unterstützt mich mein Papa, mit dem ich bereits die ganzen Unterlagen der Kellerwirtschaft durchgegangen bin, um alle Fragen zu klären. Ihn und auch meinen Onkel kann ich immer anrufen, wenn es um fachliche Unklarheiten zwischendurch geht.

    In den vergangenen Jahren mussten die Kandidatinnen oft ganz spontan zu einem bestimmten Thema eine Ansprache halten. Was wäre Ihnen da am liebsten?

    Da bin ich eigentlich ganz offen. Ich denke, man kann in diesem Jahr viele Erfahrungen rund um Ansprachen sammeln - und hat sich auch viele Reden von anderen Menschen angehört. Da hoffe ich einfach, dass mir dadurch etwas einfällt, eine Verbindung, Assoziation oder Metapher, die ich dann gut verwenden kann. Schon bei der Wahl zur Rheinhessischen Weinkönigin sollte ich eine Stegreifrede halten - damals hatte das Thema etwas mit meinem Leben zu tun. Doch ich wusste im ersten Moment gar nichts damit anzufangen und hätte zu den Themen der anderen Kandidatinnen was sagen können. Von daher gibt es keine Wünsche, ich kann es sowieso nicht beeinflussen. Ich nehme was kommt.

    Haben Sie die anderen Kandidatinnen schon kennengelernt und wie schätzen Sie die Mitbewerberinnen ein?

    Die anderen Mädels habe ich bereits bei mehreren Gelegenheiten kennen lernen dürfen - verdient hätten es schon mal alle! Und sie sind alle auf ihre Art gut, die eine ist fachlich besser und kann perfekt erklären, die andere ist eine "Charme-Bombe" und wird die Jury um die Finger wickeln. So hat jede ihre Vorzüge und jede wird es der Jury schwer machen! Da man seine Ziele immer realistisch setzen sollte, bzw. nicht allzu unerreichbar, ist mein Ziel, eine Runde weiter ins Finale zu kommen. Und danach schauen wir einfach mal was passiert. Im Finale sind alle sechs meiner Meinung nach so gut, dass da nur noch Sympathie, Glück und Tagesform der Kandidatinnen entscheiden.

    Vielleicht kribbelt es ja jetzt schon: Was im Zusammenhang mit der Wahl löst bei Ihnen den größten Nervenkitzel aus?

    Der Bauch kribbelt schon mächtig. Wenn ich an Samstag denke, macht der Magen erst mal einen Purzelbaum. Am meisten Respekt habe ich vor den Fragen - ich hoffe einfach, dass ich welche erwische, die ich einigermaßen gut erklären kann. Denn in jedem Jahr waren bislang ein bis zwei Fragen, die ich nicht so gut erklären konnte. Deshalb wünsche ich mir einfach, eine der anderen Fragen zu ziehen! Und ich möchte nicht von der Bühne gehen und denken "Ach, dass hättest du noch sagen müssen, und das hast du auch vergessen!" Ich würde gerne die richtigen Worte finden. Alles ganz normale Sachen also, die meinen Bauch schon kribbeln lassen.

    Auf was freuen Sie sich im Zusammenhang mit der Wahl am meisten?

    Auf die gemeinsame Zeit mit den anderen Gebietsweinköniginnen. Durch die Termine, die wir bislang schon zusammen hatten und auch durch das Vorbereitungsseminar im August sind wir als Gruppe zusammengewachsen. Und seit dem Seminar freue ich mich schon auf Freitagabend, wenn wir in einem der Hotelzimmer zusammen sitzen werden.

    Haben Sie Ihre Garderobe für den großen Auftritt schon gewählt oder steht der Einkaufsbummel noch bevor?

    Ja, die Garderobe steht schon. Auch wenn es noch nie so schwer war, das passende Kleid zu finden. Normalerweise bin ich sehr treffsicher und suche die Kleidung gemeinsam mit meinem Freund aus - doch dieses Mal war es wie verhext und wir haben nichts gefunden, was uns beiden gefallen hat. Jeden Tag kam ein neues Paket an und meine Nachbarn haben mich schon gefragt, ob ich einen Kleiderladen eröffne. Und je mehr Leute ich um ihre Meinung gefragt hatte, desto mehr Meinungen bekam ich! Deshalb war es wirklich keine leichte Entscheidung - umso glücklicher bin ich, dass nun inklusive Schuhe und Schmuck alles steht, denn jetzt kann ich mich voll und ganz darauf konzentrieren, wie ich die Fragen beantworte und nicht, in welcher Kleidung ich auftrete.

    Sicher werden Sie von vielen Fans nach Neustadt begleitet. Was haben Sie da vorbereitet?

    Der Verkehrsverein Guntersblum hat einen Bus organisiert - dazu stellen wir selbstverständlich die flüssige Verpflegung. Außerdem ist natürlich die Unterstützung im Saal auch gesichert: Wie schon bei der Rheinhessischen werden meine Fans wieder mit Schals erscheinen - das hat mir bei der rheinhessischen Wahl schon unglaublich geholfen, weil man die Schals auf weite Entfernung erkennt und wirklich jeder einen Schal hat. Außerdem gibt es bei der Kleiderordnung noch weitere Absprachen und natürlich gibt es auch ganz tolle Fähnchen - aber alles verraten wird noch nicht.

    Gibt es noch Karten?

    Ich habe momentan alle Karten verteilt - und ich hoffe nicht, dass es noch kurzfristige Absagen gibt! Ob es in Neustadt an der Weinstraße noch Karten gibt, weiß ich nicht. Und für das Finale ist natürlich noch alles offen - diese Karten werden erst so endgültig verteilt, wenn feststeht, wer ins Finale kommt.

    Die Fragen stellte Helmut Oesterwinter

    Vielleicht lockt doch das elterliche Gut ...
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