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    MainzMainzer Läden sind heiß begehrt

    Die Liste der Interessenten ist lang, das Angebot gleich null: In der Mainzer Innenstadt mangelt es an großen Ladenflächen.

    Für Immobilienfachleute entspricht die Fluktuation in der Innenstadt einem ganz normalen Wechsel. 
Foto: Braun
    Für Immobilienfachleute entspricht die Fluktuation in der Innenstadt einem ganz normalen Wechsel.
    Foto: Braun

    Mainz - Die Liste der Interessenten ist lang, das Angebot gleich null: In der Mainzer Innenstadt mangelt es an großen Ladenflächen.

    Frank Küppers, Geschäftsführer von Küppers Immobilien IVD, muss immer wieder passen, wenn ihm Anfragen von Filialisten auf den Tisch flattern, die Geschäftsräume bis zu 10 000 Quadratmetern Fläche suchen. "Es gibt jede Menge Kaufhäuser, die nach Mainz wollen", weiß er zu berichten. Wir hoffen jetzt alle auf den Karstadt-Umbau," sagt Küppers.

    Begehrt sind auch Läden im Brandzentrum, die herausragende Lage in der City, die Küppers viermal vermieten könnte, wären dort noch Flächen auf dem Markt. Ebenfalls heiß begehrt, weil 1A-Lage, ist der Bereich um Stadthaus- und Schusterstraße.

    Quadratmeter kosten bis zu 120€

    Vor allem Anbieter von Textilien, Elektronik, Schuhe, Schmuck und Produkten rund ums Wohnen möchten sich an exponierter Stelle niederlassen. Dafür sind sie bereit tief in die Tasche zu greifen. Bis zu 120 Euro Quadratmeter fallen je nach Größe der Läden im Brandzentrum an. In der Schuster- und Stadthausstraße werden zwischen 50 und 100 Euro fällig.

    Gefragt sind auch Geschäftsräume zwischen 50 und 3000 Quadratmeter Größe. Folglich ist es auch kein Problem diese Läden weiterzuvermitteln, wenn ein Mieter auszieht. "Innerhalb kürzester Zeit ist ein neuer Interessent gefunden", sagt Küppers. Zudem setzten Eigentümer auf die Umwidmung von Büro- in Ladenflächen. Dass im Januar und Februar vermehrt Geschäfte leer stehen, liegt nach den Worten des Experten in der Natur der Sache. "Meistens sind diese Flächen schon wieder vergeben, weil das Auslaufen des Vertrags in Sicht war. Die Vormieter wollen aber noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen."

    So gibt es etwa für den Textiler in der Steingasse, der seine Pforten geschlossen hat, bereits einen Nachfolger aus der gleichen Branche. Auch wenn die Nachfrage nach dem Krisenjahr 2010 generell wieder anzieht - die Mieten bleiben konstant. Wieder andere Geschäfte, vor allem in 1B-Lagen wie der Neustadt, Gaustraße und dem Bleichenviertel, seien häufig in einem Zustand, der Preisaufschläge nicht rechtfertigt. Zwischen 10 und 20 Euro können Vermieter hier für den Quadratmeter verlangen.

    Verwinkelte Läden heiß begehrt

    Grundsätzlich schwer zu vermitteln sind Läden, die nur über eine Treppe erreichbar oder verwinkelt sind. "Rechteckige Räume ohne Pfosten sind für die Mitarbeiter auf einen Blick überschaubar, alles andere erfordert einen höheren Personalaufwand und verursacht Mehrkosten."

    Auf große Schaufensterfronten legten vor allem die Kunden aus dem Textilbereich Wert. Daher sind viele Eigentümer auch bemüht, ihre Immobilie herauszuputzen - auch beim äußeren Erscheinungsbild. Auf dem Schillerplatz werden laut Küppers nach Fastnacht an zwei Häusern die Fassaden erneuert, auch am Flachsmarkt steht ein "größerer Wurf" an. Mal abgesehen von der Dichte an Drogeriemärkten, Friseurläden und Bäckereien - "da fragen wir uns, wie lange das gut geht". Sabine Jakob

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