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    AKKKostheim freut sich aufs neue Linde-Quartier

    Die Weiterführung des Stadtumbauprogramms steht auch 2013 oben auf der Agenda in der AKK-Region. In Kostheim steht die lange geplante Neugestaltung des Linde-Areals nach dem Modell "Treibholz" an.

    Direkt am Kostheimer Floßhafen entsteht das neue Linde-Quartier. Geplant ist ein terrassenförmiges Wohnen nach dem Modell "Treibholz" mit 450 neuen Wohnungen und Blick auf den Rhein. Für dieses 130-Millionen-Euro-Projekt werden die alten, leer stehenden Industrieanlagen der Linde AG demnächst abgerissen. Foto: Bernd Eßling
    Direkt am Kostheimer Floßhafen entsteht das neue Linde-Quartier. Geplant ist ein terrassenförmiges Wohnen nach dem Modell "Treibholz" mit 450 neuen Wohnungen und Blick auf den Rhein. Für dieses 130-Millionen-Euro-Projekt werden die alten, leer stehenden Industrieanlagen der Linde AG demnächst abgerissen.
    Foto: Bernd Eßling

    AKK - Rechts des Rheins tut sich was. Die Weiterführung des Stadtumbauprogramms steht auch 2013 ganz oben auf der Agenda in der AKK-Region.

    In Kostheim steht die lange geplante Neugestaltung des Linde-Areals nach dem Modell "Treibholz" an. Nachdem die Kostheimer Linde AG - eine Spezialistin für Kältetechnik - bereits 2005 ihre Produktion aus Kostengründen nach Tschechien verlagert hatte, entstehen nun auf dem leer stehenden Industrieareal voraussichtlich 450 neue Wohnungen, die terrassenförmig zum Rhein und zum Kostheimer Floßhafen hin angelegt werden. Die Stadt Wiesbaden hatte im Dezember ihr Okay gegeben, dass der niederländische Investor "Bouwfonds" am Floßhafen einsteigen und dieses 130-Millionen-Euro-Projekt übernehmen darf. "Das ist ein Meilenstein der Stadtentwicklung", betont Wiesbadens Stadtplanungsdezernentin Sigrid Möricke (SPD). Es entsteht eine Mischung aus Geschosswohnungen, Reihenhäusern, Doppelhäusern und frei stehenden Einfamilienhäusern. 15 Prozent, also etwa 50 Wohnungen, werden für den sozialen Wohnungsbau frei gehalten, versichert die Dezernentin.

    Kollektives Aufatmen herrscht in Kostheim, dass 2013 nun endlich Gelder für die seit rund 15 Jahren geforderte Sanierung der Albert-Schweitzer-Schule zur Verfügung stehen. Die große Koalition in Wiesbaden will Gelder aus Grundstücksverkäufen für die Schulsanierung einsetzen. Die 123 Schüler dieser Schule für Lernhilfe werden seit Jahren unter unwürdigen Bedingungen unterrichtet. So wird das Mittagessen mangels Raum in den Klassenräumen gegessen. In der maroden Turnhalle hängt ein Netz, das die Schüler vor abfallenden Steinbrocken schützen soll.

    Die Wirtschaftlichkeitsprüfung sieht den Abriss der Pavillons und die Sanierung des Altbaus vor. Im Raum stehen Kosten von 10 bis 15 Millionen Euro. "Die Nachricht der geplanten Schulsanierung war ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk", sagt Ortsvorsteher Stephan Lauer (CDU). "Nun bleibt abzuwarten, wie schnell das Beschlossene umgesetzt werden kann."

    Kastel: Die Gestaltung des autofreien Rheinufers geht weiter

    In Kastel wird das lange geplante autofreie Rheinufer Schritt für Schritt Wirklichkeit. Bereits im vergangenen Jahr war der Bereich von der Theodor-Heuss-Brücke bis zur Bastion Schönborn umgestaltet und begrünt worden - inklusive des Baus der umstrittenen, 1,20 Meter hohen neuen Mauer vor der Reduit, die inzwischen mit Graffiti beschmiert ist (wir berichteten). In diesem Jahr geht es mit der Uferumgestaltung von der Heuss-Brücke bis zu Kies Menz weiter. Der Ortsbeirat sucht noch einen geeigneten Namen für den neuen Uferbereich. Ortsvorsteherin Christa Gabriel (SPD) schlägt "Kasteler Museumsufer" vor, was an das benachbarte Flößermuseum in der Bastion sowie das Museum Castellum in der Reduit erinnern würde. Doch im Ortsbeirat gibt es dazu - wie zu vielen anderen Themen - konträre Meinungen.

    Das zweite große Projekt, das ebenso über das Stadtumbauprogramm finanziert werden soll, ist der Umbau des Rathenauplatzes in Rheinufernähe. Dort, wo nach dem Zweiten Weltkrieg die amerikanische Behelfsbrücke über den Rhein nach Mainz führte, ist heute ein ungepflegter Kopfsteinpflasterplatz. Dieser soll neu begrünt werden. Eine neue Sitztreppe am Rheinufer soll dort künftig zum Verweilen einladen. Zwei Stelen weisen auf die historische Bedeutung des Platzes und die Existenz der amerikanischen Alexander-M-Patch-Brücke hin, von der heute nur noch ein paar Stümpfe stehen. Umstritten ist das Entfernen einer großen Hecke auf dem Platz. Während Naturschützer kritisieren, dass diese als Brutstätte für viele Vogelarten diene, sagen Stadtplaner, dass an dieser Stelle genügend Ausweichbrutstätten existieren. Auch darüber wurde im Ortsbeirat lange und ausgiebig diskutiert.

    Dauerforderungen im Ortsbeirat sind die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zum Kasteler Bahnhof und der vierspurige Ausbau der Boelckestraße. Nur mit dem Ausbau könne die Erschließung des Gewerbegebietes Petersweg Ost forciert werden, ist sich das Gremium nahezu einig. Lediglich der Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF) ist gegen einen vierspurigen Ausbau der Boelckestraße. Oliver Gehrig

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