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    Kneipenwirte erfinden das Party-Quartier Südstadt

    Mainz - Das Viertel rund um den Bahnhof Römisches Theater, den alten Südbahnhof, mausert sich immer stärker zu einer Ausgehmeile.

    Das Kino CineStar ist ein Eckpunkt der neuen Partymeile "Südstadt".
    Das Kino CineStar ist ein Eckpunkt der neuen Partymeile "Südstadt".

    Unter dem Label "Mainz-Südstadt" haben sich rund acht Bars und Kneipen, darunter Aqua Colonia, Dejà vu, Kamin, Chilli Pepper, Panama, Andamann und Pfeffermühle, zusammengetan, um gemeinsam Partys auf die Beine zu stellen. Klubs wie das KUZ oder das Roxy an der Holzhofstraße sind nicht dabei.

    Das Konzept der Südstadt-Kneipen geht auf: Zumindest auf der Facebook-Seite "Mainzer-Südstadt" gibt es mehr als 1500 Fans. Kneipenwirt Dirk Zylla, der das Aqua Colonia am Südbahnhof betreibt, sagt: "Wir sind absolut zufrieden. Obwohl die Ecke hier am Südbahnhof kein leichtes Pflaster ist, kann ich nicht klagen." Auf die Flyer des Aqua Colonia druckt er den Zusatz "Mainz-Südstadt".

    Am Anfang war die etwas andere Fastnacht

    Angefangen hat alles vor zwei Jahren mit der Südstadt-Fastnacht. Um jüngeren Leuten mehr als die üblichen Fastnachtsschlager zu bieten, haben die Kneipen rund um das Eck Holzhofstraße, Dagobertstraße und Neutorstraße ihr musikalisches Programm an Rosenmontag aus Rock, Salsa, Punk und elektronischer Musik gestrickt. Mittlerweile bieten die acht Kneipen gemeinsame "Tanz in den Mai Partys" an, zur Johannisnacht gab's ein Festival für elektronische Musik.

    Alexander Schäfer, selbstständiger Promoter und Organisator des Kneipenfestivals "Monkey jump", ist Erfinder des Namens Südstadt. "Die Leute verbinden mit dem Begriff ein Ausgehviertel, weil es in anderen Städten oft eines ist", erklärt er. Im Gastronomiebereich schaffe die Ballung vieler Kneipen mehr Synergien als Konkurrenz. "Die Leute können durch die Kneipen ziehen. Und das funktioniert hier richtig gut."

    Einzelhandel bleibt eher der Altstadt treu

    Was bei den Kneipen gut läuft, ist im Einzelhandel schwieriger: Die Apotheke im Südbahnhof will mit Südstadt nichts zu tun haben und nennt sich lieber Apotheke am Römischen Theater. Und auch der Kamps-Bäcker möchte lieber Bäcker am Südbahnhof heißen.

    Ortsvorsteherin Ulla Brede-Hoffmann will die Altstadt zwar nicht umtaufen, hat aber nichts gegen die Kneipen-Initiative: "Wir sollten nur aufpassen, dass die Weisenauer und Laubenheimer nicht auch Südstadt sein wollen."

    Von unserer Redakteurin Andrea Wagenknecht

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