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    MainzHermann Bäumer startet im Mainzer Staatsheater

    Manchmal muss erst ein Auswärtiger kommen, um einen zu erinnern: "Ich freue mich auf meine Aufgabe in Mainz und an seinem sehr traditionsreichen Theater und Orchester", sagte Hermann Bäumer bei seiner Vertragsunterzeichnung im Mainzer Staatstheater.

    Hermann Bäumer, neuer Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters, gibt sein Operndebüt mit "Tristan und Isolde".
Foto: Theater Osnabrück
    Hermann Bäumer, neuer Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters, gibt sein Operndebüt mit "Tristan und Isolde".
    Foto: Theater Osnabrück

    Mainz - Manchmal muss erst ein Auswärtiger kommen, um einen zu erinnern: "Ich freue mich auf meine Aufgabe in Mainz und an seinem sehr traditionsreichen Theater und Orchester", sagte Hermann Bäumer bei seiner Vertragsunterzeichnung im Mainzer Staatstheater.

    Er wird von der kommenden Saison an neuer Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz, damit ist er automatisch auch Generalmusikdirektor am Mainzer Theater. Dieses betrachtet der 1965 in Bielefeld geborene Bäumer nicht nur als Drei-Sparten-Theater, sondern - in Anerkennung des Umfangs an Arbeit im Jugendbereich und Konzertwesen - gar als Fünf-Sparten-Haus: "Ich bin der Meinung, dass sich all diese Bereiche auch gegenseitig befruchten. Und dass das auch so bleibt, ist die oberste Maxime meines Handelns."

    Leicht hat es sich die Auswahlkommission aus Vertretern von Kulturministerium, Stadt, Theater und auswärtigen Experten nicht gemacht: Aus 126 Bewerbern war in drei Runden und mit 18 Vordirigaten schließlich Bäumer ausgewählt worden, der zwar seit vielen Jahren Musiker ist, aber erst eine Dirigentenstelle innehatte: Mit großem Erfolg war er von 2004/05 an Generalmusikdirektor in Osnabrück, von 1992 bis 2003 Posaunist bei den Berliner Philharmonikern.

    Der Mainzer Intendant Mathias Fontheim freut sich nun auf einen Dirigenten, der "einen neuen Blick aufs Repertoire und einen Blick für neue Werke mitbringt." Und Kulturministerin Doris Ahnen (SPD) hebt nicht nur Bäumers umfangreiches Engagement im Jugendbereich hervor, sondern auch seine mehrfache Tätigkeit beim Landesjugendorchester.

    Obwohl der Spielplan für die kommende Saison noch nicht veröffentlicht ist, darf Bäumer zur Unterschrift schon zwei Positionen verraten: Sein Operndebüt in Mainz wird er mit Wagners "Tristan und Isolde" geben, inhaltlich schließt sich daran ein Sinfoniekonzert an: das Mittelstück von Olivier Messiaens "Tristan-Trilogie", die "Turangalila-Sinfonie".

    Bäumer bindet sich auf fünf Jahre an Mainz: "Zeit ist ein sehr wichtiger Faktor, unter Zeitdruck kann ein Dirigent schwer mit einem Orchester zusammenwachsen." Als ein Ziel für das Orchester definiert er die Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis, auch die Fortführung der Kooperation mit Institutionen wie dem Domchor und der Musikhochschule steht auf seinem Programm.

    Zur in Mainz diskutierten Sparvorschlägen erinnerte Kulturministerin Doris Ahnen daran, dass das Staatstheater in seiner derzeitigen Form auch ein wesentlicher Standortfaktor für die Region sei und das Ministerium weiter dafür stehe, dass die Leuchtturmfunktion des einzigen rheinland-pfälzischen Staatstheaters erhalten bleibe. Auch Intendant Mathias Fontheim fand klare Worte: "Wenn die Mittel für das Theater, die seit mehr als acht Jahren bereits gedeckelt sind, gekürzt werden, muss man mir von Seiten des Aufsichtrates sagen, was hier noch gemacht werden soll." Claus Ambrosius

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