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    MainzFrauenlob: Unterrichtsausfall erfreut nicht jeden Gymnasium Mainz schulfrei

    Schulfrei am Mainzer Frauenlob-Gymnasium. Zwar nur für einen Tag, aber das erregt die Gemüter ganz erheblich.

    Der umstrittene Schulhof.
    Der umstrittene Schulhof.
    Foto: Harry Braun

    Joachim Bliemeister war am Donnerstag ein gefragter Mann. Auch wenn seine Entscheidung umstritten war, das Frauenlob-Gymnasium einen Tag zu schließen, und er sich damit Unmut zuzog, eines hat er auf jeden Fall erreicht: Die Angelegenheit wird öffentlich diskutiert.

    Der Direktor hatte am Mittwoch die Schüler informiert, dass am Donnerstag kein Unterricht stattfindet, um "ein Zeichen zu setzen". Wegen massiver Mängel im Schulhof könne er nicht für die Sicherheit der 1300 Schüler garantieren. Schnee und Eis könnten nicht beseitigt werden, die Schneefräse sei defekt und würde laut Stadt wegen knapper Kassen nicht repariert.

    "Natürlich haben wir die Aktion nicht wegen Schnee gemacht, sondern weil die Grenze der Duldung erreicht ist", erläuterte Bliemeister. "Das nicht funktionierende Räumgerät hat das Fass zum Überlaufen gebracht."

    Sein Vorwurf geht Richtung Stadt, die als Schulträger für die Instandhaltung von Gebäude und Gelände zuständig ist. "Hier wird an der falschen Stelle gespart", betont Bliemeister und beklagt die "schleichende Privatisierung": "Drei Viertel unserer Lehr- und Lernmittel zahlt heute schon der Förderverein." Für den laufenden Betrieb der Schule stehe zuwenig Geld zur Verfügung. Jede Batterie, jede Rolle Klopapier, jede Reparatur, "um alles müssen wir betteln und warten, ob was passiert. Da wird man irgendwann müde".

    Während viele der Schüler den freien Tag genossen, zeigten einige Eltern wenig Verständnis und waren völlig erstaunt, als ihre Kinder ihnen die Nachricht überbrachten.

    Von offizieller Seite war Kritik zu hören. "Wir können das Ganze nicht nachvollziehen und mißbilligen die Entscheidung", hieß es von der ADD. Und Kurt Merkator ist sauer. Der Sozialdezernent hat kein Verständnis für die Maßnahme von Joachim Bliemeister. „Er hätte das Gespräch suchen müssen, das hat bisher schon in vielen Fällen geklappt“, betont Merkator, der durchaus zugibt, dass aufgrund knapper Kasse und der Sachkostenkürzungen „das ein oder andere mal liegen bleibt“.

    Auf die Kritik Bliemeisters - es könne nicht Aufgabe eines Schulleiters sein, sich täglich eine Stunde mit Instandsetzungsarbeiten zu beschäftigen - entgegnet Merkator, dass es natürlich Aufgabe eines Schulleiters sei, sich um Verwaltungsdinge zu kümmern. "Dafür hat er viel weniger Unterricht.“ Irmela Heß

    Grosse: Gymnasium geht es besser als öffentlich dargestelltOffener Brief von Direktor BliemeisterStreit mit Stadt: Schuldirektor legt nachMerkator wehrt sichSchulfrei am Frauenlob - Kommentare in Facebook
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