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    MainzDie Frau, die fast alles kann

    Ina Müller ist ein Tausendsassa: Sie singt, schreibt ihre Songs selbst, moderiert und macht Kabarett. Mit ihrer neuen Platte "Das wär dein Lied gewesen" tourt sie derzeit durch Deutschland. Die MRZ traf sie zum Interview.

    Ina Müller liebt große Handtaschen: "Da sieht man gleich zierlicher aus", sagt sie.
Foto: Mathias Bothor/ 105 Music GmbH
    Ina Müller liebt große Handtaschen: "Da sieht man gleich zierlicher aus", sagt sie.
    Foto: Mathias Bothor/ 105 Music GmbH

    Mainz - Im schwarz-grünen Kostüm sitzt Ina Müller, eine zierliche Frau mit leicht rauchigen Stimme, hinter dem Mikrofon beim SWR, wo gerade die "Leute"-Sendung aufgezeichnet wurde. Danach bleibt Zeit für ein kurzes Gespräch, bevor es zum Fototermin geht.

     

    Haben Sie Mainz-Erfahrung?

    Ja, ich kenne Mainz seit 20 Jahren und komme immer wieder gerne her. Ich finde die Stadt süß, in der Innenstadt kann man gut Shoppen. Ich bin schon im Unterhaus aufgetreten und habe im Kabarettarchiv rumgestöbert. Ich komme auch nach Mainz, wenn ich in Frankfurt bin und ein paar Stunden frei habe - Frankfurt ist nämlich gar nicht süß …

     

    Nach drei Jahren gibt es ein neues Album von Ihnen - wie kam es zum Titel "Das wär Dein Lied gewesen" und den anderen Songs, in denen es um Beziehungen geht?

    Ich war längere Zeit Single, und die Erfahrungen waren die Basis für die Lieder. Bei "Das wär Dein Lied gewesen" geht es um eine Beziehung, die sehr ungut auseinander gegangen ist. Sozusagen eine gesungene Abrechnung. Übrigens alles auf hochdeutsch.

     

    Aber es geht bei den Texten nicht nur um Männer, sondern auch um Handtaschen - wie viele Exemplare haben Sie denn?

    16. Ich habe acht vor dem Umzug aussortiert, die waren einfach zu alt. Sie sind alle sehr groß, das ist nicht nur praktisch, sondern auch vorteilhaft, da sieht man gleich zierlicher aus. Ich zeige Ihnen mal mein neustes Stück (holt schnell die Tasche), ein Unikat aus Ledermänteln und Gürtelriemen. Davon bin ich sehr begeistert.

     

    In einem anderen Lied geht es um Britpop, Anklänge an "Wonderwall" sind zu hören - sind Sie Oasis-Fan?

    Kein großer Fan, aber in den 90ern habe ich sie ganz gerne gehört. Beeindruckt hat mich, dass sie bei ihren Konzerten nicht ein Wort gesprochen haben, noch nicht mal "Hello Hamburg" oder so (steht auf, verschränkt die Arme hinter dem Rücken, beugt sich nach vorne und starrt auf den Boden). So stand der Sänger da, die ganze Zeit.

     

    Sie sind im Norden zu Hause. Träumen Sie auf Platt oder Hochdeutsch?

    Auf Platt, obwohl ich nur noch selten in meinem Heimatdorf bin. Ich habe gedacht, das gibt sich mit der Zeit. Ist aber nicht so, die Muttersprache hat sich wohl in mein Hirn gebrannt.

     

    Für Ihre Sendung "Inas Nacht" aus der Hamburger Kneipe "Schellfischposten" haben Sie viele Preise erhalten, etwa den Grimme-Preis. Wie wählen Sie die Gäste aus?

    Indem wir uns zu zehnt in der Redaktion an den Tisch setzen; dann fallen Namen, und wir schauen, wer kommen könnte. Mir fällt zum Beispiel jemand wie Anneke Kim Sarnau auf, da denke ich, das ist doch eine tolle Frau, die laden wir mal ein. Und dann schauen wir, wer dazu kommt. Auf die Kombi der beiden Gäste kommt es an. Mir hat bis jetzt jede Sendung großen Spaß gemacht.

    Die Fragen stellte Caroline Eva Gerner

     

    Am 5. April, 19 Uhr, singt Ina Müller im SWR-Foyer.  Am 3. April ist sie in der Sendung "Leute" ab 10.05 Uhr auf SWR1 zu hören.

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