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    MainzByzanzforschung zieht nach Mainz

    Wer "Byzanz" hört, dem kommt "Konstantinopel" in den Sinn, vielleicht noch "Kaiserreich im Mittelmeerraum". Mehr aber auch nicht. Das soll sich ändern.

    RGZM-Direktor Falko Daim und Museumsgründer Ludwig Lindenschmit der Ältere.
    RGZM-Direktor Falko Daim und Museumsgründer Ludwig Lindenschmit der Ältere.
    Foto: Harry Braun (Archiv)

    Mainz - Wer "Byzanz" hört, dem kommt "Konstantinopel" in den Sinn, vielleicht noch "Kaiserreich im Mittelmeerraum". Mehr aber auch nicht.

    Denn im Schulunterricht kommt die spätantike Epoche praktisch nicht vor und auch in der Wissenschaft gelten byzantinische Geschichte und Kultur als unterrepräsentiert. Das soll sich nun mit der Einrichtung eines "WissenschaftsCampus" zum Thema "Byzanz zwischen Orient und Okzident" am Standort Mainz ändern. Die Initiative dazu gab Prof. Falko Daim, der seit 2003 als Direktor der Abteilung Frühes Mittelalter am Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz (RGMZ) wirkt. "Als ich damals diese großartige Sammlung sah, über die es kaum Literatur gibt, dachte ich: Da muss man was tun." Seit 2005 erforschen Museumsmitarbeiter sowie Professoren und Professorinnen der Johannes Gutenberg-Universität deshalb gemeinsam die zahllosen Glaskrüge, Bronzeschwerter, Gürtelschnallen und Deckenfresken, die in der Dauerausstellung zu sehen sind, und veröffentlichen Aufsätze über den byzantinischen Alltag. Mit der Einrichtung des "WissenschaftsCampus Mainz" soll die Zusammenarbeit der Archäologen, Byzantinisten und Kunsthistoriker nun vertieft und eine systematische Ausweitung auf alle anderen relevanten Fächer der Johannes Gutenberg-Universität angestrebt werden. "Dadurch erfahren insbesondere die kleinen Fächer einen echten Mehrwert", erklärte die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen. Zudem würden durch den neu geschaffene Forschungsverbund "alle Kompetenzen in diesem Bereich gebunden." Dadurch "wird die Forschungsstelle auch international eine Spitzenposition einnehmen und sich auf Augenhöhe mit großen Forschungsstellen bewegen", ist sich Daim sicher.

    Finanziert wird der WissenschaftsCampus von den Kooperationspartnern Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Landesmuseum Mainz und Landesmuseum Trier, dem Land Rheinland-Pfalz sowie dem Bund. Die Anschubfinanzierung in Höhe von 150 000 Euro hat die Leibniz-Gemeinschaft geleistet. Dazu kommen laufend Drittmittel, die von den Mitgliedern für die Durchführung von Teilprojekten eingeworben werden. Aktuellstes Forschungsvorhaben des Mainzer WissenschaftsCampus ist ein Handbuch zur Byzantinischen Geschichte und Kultur. Außerdem ist eine wissenschaftliche Untersuchung zum Pilgerwesen in Byzanz geplant. Sabrina Schmidt

    Lokal Z-Campus
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