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    Nieder-OlmAlter Bahnhof bekommt zweites Stockwerk

    Viel Geduld und gute Ohrenstöpsel brauchen derzeit die Anwohner rund um den alten Bahnhof in Nieder-Olm. Mit dröhnendem Presslufthammer schreiten die Arbeiten am geografischen Zentrum der Stadt nach längerer Stagnation inzwischen wieder munter voran: Die alte Wartehalle aus den 60er-Jahren soll zur Gastronomie umfunktioniert werden.

    Der zweite Stock am alten Bahnhof wächst schon: Oben sind Büros geplant, das Erdgeschoss soll gastronomisch genutzt werden.
Foto:  Bernd Eßling
    Der zweite Stock am alten Bahnhof wächst schon: Oben sind Büros geplant, das Erdgeschoss soll gastronomisch genutzt werden.
    Foto: Bernd Eßling - essling

    Nieder-Olm - Viel Geduld und gute Ohrenstöpsel brauchen derzeit die Anwohner rund um den alten Bahnhof in Nieder-Olm. Mit dröhnendem Presslufthammer schreiten die Arbeiten am geografischen Zentrum der Stadt nach längerer Stagnation inzwischen wieder munter voran: Die alte Wartehalle aus den 60er-Jahren soll zur Ganztags-Gastronomie umfunktioniert und das Gebäude um eine 190 Quadratmeter große Büroetage aufgestockt werden. Bis Weihnachten soll der Rohbau fertig sein, die Ausbaugewerke bis Mitte 2013.

    "Zurzeit sind wir auf der Suche nach einem Pächter für die Gastronomie. Das Erdgeschoss mit seinen 350 Quadratmetern Nutzfläche wird in drei Innenbereiche samt Außenterrassen aufgeteilt", erläutert Investor und Architekt Wolfgang Jestaedt die Pläne. "Unsere Idealvorstellung wäre ein einziger Pächter, der diese drei Bereiche nutzt - einen etwa als Frühstücksbar, den zweiten als Bistro oder Restaurant und schließlich die unmittelbar angrenzende 100 Quadratmeter große alte Güterhalle als Eventraum für Familienfeiern, Kulturveranstaltungen oder ähnliches." Denkbar seien aber auch drei Pächter.

    Das alte Gebäude mit dem spröden Charme der 60er-Jahre wird in den kommenden Monaten kernsaniert und modernisiert. Technisch und energetisch erhält es ein neues Kleid und ist dann - barrierefrei - auf dem neuesten Stand. "Ganz neu erfinden wollen wir das Bauwerk mit der mutigen Architektur allerdings nicht. Wir versuchen, die Typologie der 60er-Jahre zu erhalten und die Reize des Gebäudes in den Vordergrund zu stellen", wirft Jestaedt ein. Das Flachdach beispielsweise bleibe erhalten, ebenso die knapp vier Meter Raumhöhe, die große Fensterfläche sowie die Säulenreihe. "Und die gelbfarbenen Klinkerwände werden sichtbar gemacht. Für aufmerksame Beobachter wird der Bahnhof immer durchschimmern", ist sich der Architekt sicher.

    Stadtbürgermeister Dieter Kuhl (SPD) ist erleichtert und froh, dass es mit der Umgestaltung des Bahnhofs endlich vorangeht: "Es ist ein ganz großer Glücksfall, dass wir mit Wolfgang Jestaedt einen privaten Investor gefunden haben, der seiner Heimatstadt Nieder-Olm sehr verbunden ist. Seine Vorstellungen und die seiner Co-Investoren decken sich mit den unseren weitgehend." Für die Stadt Nieder-Olm und ihre Bürger ist die Wiederbelebung des Bahnhofareals ein eindeutiger Gewinn, ist sich Kuhl sicher. "Das gesamte Gebiet, an das auch das Eckes-Granini-Europazentrum und das Ärztehaus angrenzen, wird städtebaulich erheblich aufgewertet und bildet dann eine attraktive Verbindung zum Einkaufscenter in der Oppenheimer Straße. "Vom Konzept der Ganztagsversorgung mit Speis und Trank am wichtigsten Verkehrsknotenpunkt, was den öffentlichen Personennahverkehr mit ORN, MVG und der Bahn betrifft, sollen vor allem die Fahrgäste profitieren. Zumal wir ab 2014 erstmals wieder eine Direktverbindung zwischen Alzey, Nieder-Olm und Frankfurt bekommen werden", freut sich Kuhl. Antoinette Malkewitz

     

    Informationen unter www.bahnhof-nieder-olm

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