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    St. GoarshausenAbpumpen der Schwefelsäure an der Loreley verzögert sich

    Das Abpumpen der 2400 Tonnen Schwefelsäure aus dem auf der Seite liegenden Tankschiff „Waldhof“ verzögert sich. Auch in den nächsten Tagen werde nicht damit gerechnet, weil die Chemiker am Wrack noch Zeit bräuchten.

    St. Goarshausen - Das Abpumpen der 2400 Tonnen Schwefelsäure aus dem auf der Seite liegenden Tankschiff „Waldhof“ verzögert sich.

    Auch in den nächsten Tagen werde nicht damit gerechnet, weil die Chemiker am Wrack noch Zeit bräuchten, sagte ein Sprecher. Das Wasser-Säure-Gemisch in den sieben Tanks müsse weiter verrührt werden. Zugleich werde die Konzentration der Schwefelsäure gemessen. Wenn die zu stark ist, können Pumpen oder Leitungen zerfressen werden. Vor dem Heben des Havaristen muss ein Großteil der Säure aus den Tanks heraus.

    Weitere Schiffe konnten am Donnerstag den gekenterten Säuretanker rheinabwärts passieren. Der Stau von zuletzt 400 wartenden „Talfahrern“ löst sich allerdings nur langsam auf. Wegen des sinkenden Wasserstandes muss etwa ein Drittel der bei Hochwasser beladenen Kähne geleichtert werden, bevor sie die Fahrt aufnehmen können. Wartende Rheinkapitäne müssen laut Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt je nach Typ und Größe Umsatzausfälle von bis zu 4000 Euro pro Schiff und Tag verkraften.

    Aber auch Handel und Industrie entlang des Rheins hat die Havarie getroffen: Von den Traktoren, die bei John Deere in Mannheim gebaut werden, werden normalerweise 45 Prozent über den Rhein zu den Überseehäfen Antwerpen und Rotterdam verschifft. Seit Wochen ankert ein Schiff bei Bingen, das rund 260 Traktoren an Bord hat. Extrakosten von 30 000 bis 50 000 Euro rechnet man bei John Deere für den alternativen Transport auf der Schiene oder der Straße. Auf die Eisenbahn musste auch die Rhenus Logistics ausweichen, während der Wasserweg für den Warentransport gesperrt war.

    Am Standort Basel konnten laut eines Sprechers infolge der Havarie an der Loreley sogar Überstunden abgebaut werden. Bei der BASF waren schon einige Tage nach der Havarie Engpässe bei der Lieferung von Rohstoffen aufgetreten. Die Versorgungslage hat sich jedoch entspannt, seit Schiffe rheinaufwärts am Wrack vorbeifahren dürfen. Die Mehrkosten seien in „überschaubarem Rahmen“ gewesen, so die Pressestelle.

    "Waldhof-Havarie: Lewentz unterstützt Suche nach MatrosenK/Staatsanwaltschaft: Unglückstanker Waldhof hätte nicht fahren dürfenK/Schadensersatzforderung: Schiffer klagt gegen die ReedereiTankerunglück: Suche nach vermisstem Bootsmann begonnen"Waldhof"-Bergung verschlang Millionenweitere Links
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