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    Mainz25.000 Anrufe aus Kellern: Polizei schnappt in Mainz Telefon-Hacker

    Sie hockten, hackten und telefonierten im Keller: Die Polizei hat in Mainz zwei Männer erwischt, die Telefonleitungen großer Wohnhäuser angezapft und sich mit Anrufen an spezielle Nummern auf Kosten anderer Guthaben erschlichen haben sollen.

    Zwei Männer sollen sich in Telefonanlagen gehackt haben, um mit Anrufen bei Spezialnummern Onlineguthaben zu sammeln. 
    Zwei Männer sollen sich in Telefonanlagen gehackt haben, um mit Anrufen bei Spezialnummern Onlineguthaben zu sammeln. 
    Foto: dpa

    Sie müssen um die 25.000 Anrufe getätigt haben, jeweils mindestens 2 Sekunden. Für 16 Anrufe bei einer kostenpflichtigen 0137-Nummer gibt es via Sprachcomputer den Code für zehn Euro Online-Guthaben, für 40 Anrufe den für 25 Euro. Und zwei Männer sollen auf diesem Weg rund 15.000 Euro ergaunert haben.

    Der 25-Jährige und sein 31-jähriger mutmaßlicher Komplize waren in der Nacht zum Montag überrascht, als plötzlich um 1.30 Uhr die Polizei vor ihnen stand. Im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Mainzer Oberstadt hatten sie sich gerade wieder auf das analoge Netz aufgeschaltet. Ein nicht alltäglicher Straftatbestand: „physikalisches Hacking von Telekommunikationseinrichtungen“. 

    Der Telekom war der Schaden bereits aufgefallen, deshalb war von der Kripo "ein Konzept unter Einbindung der Deutschen Telekom" entwickelt worden, um sie zu erwischen, wie es von Staatsanwaltschaft und Polizei heißt. Der Plan ging auf. 

    Das Guthaben, das die Männer mit ihren Anrufen gesammelt hatten, hatten sie offenbar genutzt, um im Netz Waren zu kaufen und Wetten abzuschließen.

    Geschädigter sind nach Angaben der Polizei nicht die Kunden, auf deren Telefonrechnung die Beträge auftauchten. Die Telekom übernimmt diese Beträge. Es gab aber in der Vergangenheit auch Berichte von Kunden, die sich von ihrem Anbieter alleine gelassen fühlten.

    Geprüft wird nun, ob der aus Bingen stammende 31-Jährige und der wohnsitzlose 25-Jährige auch für ähnliche Taten in Worms verantwortlich sind. Der 31-Jährige kam nach der Festnahme wieder auf freien Fuß. Dem 25-Jährigen wird noch ein anderes Delikt zur Last gelegt, er musste in Untersuchungshaft.

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