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  • Zoo Hoyerswerda bangte um Zuschüsse: Kuba-Krokodil "Fidel" umbenannt

    Hoyerswerda. Der Name erinnerte einige zu sehr an Kubas früheren Staatschef Fidel Castro - deshalb wird ein Rautenkrokodil im Zoo von Hoyerswerda umbenannt. Fidel solle künftig Fidelio heißen.

    Zuschüsse gerettet: Im Zoo Hoyerswerda wird Rautenkrokodil "Fidel" jetzt nicht mehr länger so heißen.  
    Zuschüsse gerettet: Im Zoo Hoyerswerda wird Rautenkrokodil "Fidel" jetzt nicht mehr länger so heißen.  
    Foto: dpa

    Die Einrichtung reagierte damit auf die Kritik aus einem Gremium des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien, das über öffentliche Zuschüsse entscheidet. Mitglieder des Kulturkonvents hatten „mehr Sensibilität im Umgang mit bestimmten Begriffen“ angemahnt. Der Zoo bangte daraufhin um seine jährliche Förderung.

    Sieben Rautenkrokodile waren im Sommer in Hoyerswerda geschlüpft. Die Wahl des Namens für das Erstgeborene sollte vor allem auf das Herkunftsland der Art hinweisen, ohne jeglichen Bezug zu Castro, stellte Geschäftsführerin Carmen Lötsch klar.

    Allerdings hatte der Zoo selbst auf seiner Seite mit dem Bezug gespielt: Ob es am Namen „Fidel Castro“ liege, dass gerade dieses Krokodil ein ziemlicher Rüpel sei, reichlich Bisse, Schwanzschläge und Kopfnüsse an seine jüngeren Brüder und Schwestern verteile, hatte der Zoo gefragt.

    Die Tiere leben ausschließlich in Kuba in zwei Sumpfgebieten. In freier Natur gibt es nur noch etwa 4000 Exemplare. Noch nicht geklärt ist das Geschlecht des seltenen Zoonachwuchses, da sich dieses äußerlich nicht bestimmen lasse. Der dafür nötige Bluttest blieb den Tieren bislang erspart. Aus Fidelio könnte deshalb durchaus auch eine Fidelia werden.