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    Konfettiregen an Karneval: Ursprünglich flogen kleine Zuckerkügelchen

    Was wäre Karneval ohne Konfetti? Die kleinen bunten Papierschnipsel werden heute bei den Rosenmontagszügen wieder zahlreich in die Luft geschleudert. Doch woher kommt die Tradition eigentlich?

    Das Wort Konfetti hat eigentlich einen italienischen Ursprung: Der Begriff "Confetto" (oder "confetti" in der Merhzahl) bedeutet so viel wie Konfekt.

    Schon vor gut 200 Jahren haben die Karnevalisten mit "confetti" geworfen. Damals bestand es aber noch aus kleinen Zuckerkügelchen, die sehr beliebt waren und gern gegessen wurden. Irgendwann ersetzten die Narren das süße Wurfgut durch bunte Papierschnipsel.

    Dafür gab es verschiedene Gründe: Zum einen sollten keine Lebensmittel mehr geworfen werden und zum anderen waren Papierschnipsel viel günstiger als die Zuckerkügelchen. Der Name wurde beibehalten auch für die Papierform beibehalten.Noch heute wird das Konfetti geworfen. Aber auch Süßes in Form von Kamelle darf bei den meisten Umzügen nicht fehlen.

    Ein Großteil des heutigen Konfetti fällt in der Papierindustrie als Abfallprodukt bei der Perforation von Endlospapier an. In der Schweiz zum Beispiel gibt es aber auch eine Konfettifabrik, die sich auf die Herstellung der bunten Schnipsel spezialisiert hat. Dort werden rund 100 Tonnen Konfetti im Jahr hergestellt. nbo