40.000
  • Startseite
  • » Bundestagswahl 2013
  • » Glossar: Von Staatsanleihen bis zur Finanztransaktionsteuer
  • Aus unserem Archiv

    Glossar: Von Staatsanleihen bis zur Finanztransaktionsteuer

    Staatsanleihen? Euro-Bonds? Finanztransaktionssteuer? Wir erklären die drei wichtigen Begriffe. Ein kleiner Kompass durch den Börsendschungel.

    Das Parkett der Frankfurter Börse aus dem Blickwinkel der Kameras
    Das Parkett der Frankfurter Börse aus dem Blickwinkel der Kameras
    Foto: Werner Dupuis

    Staatsanleihen: Mithilfe von Staatsanleihen verschaffen sich Länder Geld, um etwa in Straßen oder Schulen investieren zu können. Kaufen kann diese Wertpapiere jeder Bürger. Er erhält dafür Zinsen. Wertpapiere von Ländern mit einem soliden Staatshaushalt gelten als eine der sichersten Geldanlagen. Die Rendite ist in diesem Fall oft niedrig, dafür ist das Risiko sehr gering. Als die kreditwürdigsten Staaten gelten Deutschland, die Schweiz, Kanada und Australien.

    Es gibt aber auch zahlreiche Beispiele, wo Staaten ihre Schulden nicht mehr bedienen konnten und schließlich den Staatsbankrott ausgerufen haben. Länder mit hoher Schuldenlast müssen höhere Zinsen auf ihre Anleihen zahlen, um an Geld zu kommen, weil sie weniger Sicherheit bieten. Jüngste Beispiele von Zahlungsausfällen bei Staatsanleihen sind Griechenland und Argentinien.

    Euro-Bonds: Euro-Bonds werden derzeit kontrovers diskutiert. Mithilfe dieser Anleihen könnten die EU-Staaten gemeinsam Mittel an den Finanzmärkten aufnehmen. Das geliehene Geld würde anschließend zwischen den beteiligten Staaten aufgeteilt, die auch gemeinsam für Zinsen und Rückzahlung haften. Der Vorteil: Besonders Krisenstaaten wie Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien könnten wieder zu erträglichen Zinssätzen Kredite aufnehmen. Befürworter versprechen sich davon zumindest ein vorläufiges Ende der Euro-Krise. Der Nachteil: Gegner befürchten, dass Euro-Bonds Krisenstaaten den Druck zu Reformen und Einsparungen nehmen würden, sodass diese weiter relativ ungeniert Geld ausgeben könnten. Zudem dürften die Zinssätze von Euro-Bonds deutlich über denen deutscher Staatsanleihen liegen, was zu erheblichen Mehrausgaben der Deutschen führen würde.

    Finanztransaktionsteuer: Mit einer solchen Steuer soll die Finanzbranche an den Kosten der Wirtschaftskrise beteiligt werden. Zudem sollen die Anreize für Spekulationen gesenkt und neue Steuermittel erschlossen werden. 2011 legte die Europäische Kommission einen entsprechenden Gesetzentwurf vor. Demnach sollten Geschäfte mit Aktien und Anleihen mit 0,1 Prozent besteuert werden. Die EU erhoffte sich davon Einnahmen von rund 50 Milliarden Euro, die großteils den Mitgliedsländern zugutekommen sollten. Eine Finanztransaktionsteuer auf EU-Ebene scheiterte jedoch 2012 am Widerstand von Großbritannien und Schweden. Bei der Alternative, die Steuer nur in der Euro-Zone einzuführen, legten sich Luxemburg und die Niederlande quer. In einem neuen Anlauf haben sich elf EU-Länder für die Steuer ausgesprochen - darunter auch Deutschland. Sie soll nun jährlich 30 bis 35 Milliarden Euro einbringen. Frankreich hat sie als erster EU-Staat bereits eingeführt. In Deutschland rechnen Experten in diesem Jahr mit keiner Entscheidung mehr.

    Positionen der Parteien: WirtschaftWahlzeit Hintergrund: Wie ticken eigentlich die Finanzmärkte?
    Wahl 2013
    Meistgelesene Artikel
    Bundestagswahl 2013
    <h1 style=color:red>! Ihr Browser unterst&uuml;tzt keine iFrames !</h1><br><br>Sie k&ouml;nnen die externe Seite jedoch direkt aufrufen &uuml;ber: <a target="_blank" href="http://cf.datawrapper.de/FNJNn/1/">http://cf.datawrapper.de/FNJNn/1/</a>
    Bundestagswahl 2013
    <h1 style=color:red>! Ihr Browser unterst&uuml;tzt keine iFrames !</h1><br><br>Sie k&ouml;nnen die externe Seite jedoch direkt aufrufen &uuml;ber: <a target="_blank" href="http://cf.datawrapper.de/YkErg/2/">http://cf.datawrapper.de/YkErg/2/</a>
    abgeordnetenwatch.de

    Im Focus:

    Wahlen

    und

    Wählbare