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    BrohlVulkanexpress im Brohltal: Eine Zeitreise mit höchstens 20 km/h

    Es sind nur wenige Meter bis in eine andere Welt. Vom am Rhein gelegenen kleinen Bahnhof Brohl führt eine Treppe hinauf zum Ausgangspunkt der Brohltalbahn. Dort beginnt für den Besucher eine faszinierende Zeitreise.

    Ein Relikt aus vergangener Zeit – die Brohltalbahn.
    Ein Relikt aus vergangener Zeit – die Brohltalbahn.
    Foto: Vollrath

    Martin Wiech

    Das Ticket ist gelöst, der Schaffner in seiner altertümlichen Uniform bläst zur Abfahrt – und los geht die Fahrt in einem museumsreifen Waggon aus den 1950er-Jahren durch das herrliche Brohltal in Richtung Engeln.

    Die betagte Lokomotive überwindet auf 17,5 Kilometern fast 400 Höhenmeter – und braucht dafür rund anderthalb Stunden. Zunächst führt der Weg mit maximal 20 Kilometern pro Stunde an der Schweppenburg vorbei und durch Burgbrohl mit seinem liebevoll restaurierten Bahnhof, einem Kleinod aus Fachwerk und dem für die Gegend typischen Vulkangestein.

    Ein kurzer Stopp in Niederzissen erlaubt einen Blick auf den mächtigen Vulkankegel Bausenberg, danach wird es ernst für den betagten Vulkan-Express. Ein fünf Kilometer langer Abschnitt mit 5 Prozent Steigung verlangt der Maschine alles ab, während die Burgruine Olbrück draußen vorbeizieht.

    In Brenk wartet dann echte Industrieromantik auf den Passagier, noch heute wird aus dem Phonolithbruch seltenes Vulkangestein mit der Brohltalbahn nach unten transportiert. Auf dem letzten Stück bis Engeln zeigt das Brohltal noch einmal seine ganze Schönheit, ehe es gemächlich – und irgendwie doch viel zu schnell – zurück nach Brohl und in die Gegenwart geht.

     

     

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