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    Hund Altenkirchen Betzdorf Kolumne Tipps Nitz Zoe

    In meiner Kindheit hießen die Hunde bei uns in der Straße Hasso und Harras. Schon damals nicht sonderlich originell, aber markant – und beim Ruf des Herrchens je nach Situation samtweich oder knallhart zu betonen.

    Von unserem Redakteur Stefan Nitz

    Unser Tierheim-Dackel aus Griechenland heißt Zoe. Wir haben uns keine Gedanken darüber gemacht, ob uns der Name gefällt oder uns ein anderer lieber wäre. Zoe heißt Zoe und damit basta. Obwohl es kein Problem gewesen wäre, unserem Welpen einen anderen Namen anzugewöhnen. Nicht geahnt haben wir jedoch, wie schwierig sich eine gleich klingende Aussprache von drei banalen Buchstaben erweisen kann. Denn beim Rufen des Hundes glänzen Sohn, Mama und Papa mit diversen Interpretationen. Zoo-eh? Zo-äh? So-eh? So-ih? Da das Leben ein subjektives ist, ist es wohl nun an unserer Hündin zu lernen, dass sie es ist, die bei all diesen Varianten gemeint ist. Apropos Leben: Am Sonntag erfuhren wir beim Besuch einer guten Bekannten, die im Siegerland wohnt und aus Griechenland stammt, was der Name Zoe bedeutet: das Leben. Schon wieder was gelernt.

    Zoe lebt sich bei uns rasch ein, ist munter und äußerst anhänglich. Wir Hundeneulinge haben viel Spaß mit ihr. Sie begleitet Frauchen und Herrchen gern ins Bad und beobachtet dort dann akribisch, was auf der Toilette oder unter der Dusche passiert. Bis auf ein paar Playmobilfiguren und einem Blumentopf hält sich Zoe auch beim Zerstören von Gegenständen zurück. Den Fressrhythmus – wie oft, wie viel und nichts am Tisch – üben wir ein und sind dabei durchaus guter Dinge.

    Wohl noch ein wenig Geduld braucht es für den Schlafrhythmus. Nicht, dass Zoe zu wenig ruht. Aber mitten in der Nacht erwacht sie, leckt mir mit ihrer langen Zunge (Foto) übers Gesicht und macht – so deute ich es – schön brav darauf aufmerksam, dass sie noch einmal müssen muss. Wir gehen in den Garten, sie erledigt ihr Geschäft und schläft rasch wieder ein. Ich hingegen bin dann zwar nicht putzmunter, aber hellwach. Zoe muss noch lernen, dass Herrchen auch Schlaf braucht.

    Legen wird sich sicher auch noch das eine oder andere Defizit in der Mensch-Hund-Kommunikation. Es liegt wohl nicht nur an ihrem Ursprung, dass Zoe noch nicht so gut Deutsch versteht. Uns beschleicht aber ab und an das Gefühl, dass „Sitz“, „Komm“, „Aus“ oder „Nein“ auf Griechisch so viel wie „Mach was du willst“ bedeuten könnten. Da müssen wir wohl alle noch ein wenig üben.

    „Wenn die Zoe mal bei Fuß ohne Leine laufen kann, dann seid ihr auf einem guten Weg“, hatte uns bei der Übernahme des Hundes eine Bekannte vom Tierheim Neuwied gesagt. Okay. Dazu fällt mir ein Lied von Xavier Naidoo ein: Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg ist steinig und schwer …

    Auf den Hund gekommen
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