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    Kirchberg

    St. Michael in der Stadt auf dem Berge

    Außerhalb der Gottesdienste bleibt das Hauptportal der katholischen Pfarrkirche St. Michael in Kirchberg geschlossen. Für Besucher geht es durch die Hintertür. Das ist der „alten Dame“ zu verzeihen, denn wahrscheinlich ist sie die älteste Kirche im Hunsrück und darf etwas eigen sein. Kirchberg besitzt schon seit 1259 Stadtrechte und ist die älteste Stadt im Hunsrück.

    Der restaurierte Orgelprospekt in St. Michael im Hunsrücker Kirchberg stammt noch aus dem 18. Jahrhundert.
    Der restaurierte Orgelprospekt in St. Michael im Hunsrücker Kirchberg stammt noch aus dem 18. Jahrhundert.
    Foto: RLP-Tourismus/Heidrun Braun

    Die Michaelskirche ist das älteste Bauwerk der Stadt und gleichzeitig eines der schönsten der Region. Bei Ausgrabungen wurden Spuren von Vorgängerbauten im 8., 9. und 11. Jahrhundert gefunden. Sechs römische Münzen aus dem 2. und 3. Jahrhundert waren in Mauerresten aus der Römerzeit konserviert. Der Westturm stammt aus dem 13. Jahrhundert, das Kirchenschiff aus dem 15. Jahrhundert.

    Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz führte 1557 in der Kurpfalz und damit auch in Kirchberg den evangelisch-lutherischen Glauben ein. Unter Kurfürst Friedrich IV von der Pfalz wurde St. Michael zu einer evangelisch-reformierten Kirche. Unter spanischer Besatzung brachen ab 1620 wieder katholische Zeiten an, ab 1631 unter schwedischem Einfluss wieder lutherische. Ab 1635 hatten wieder die Katholiken die Oberhand, bis die Kirche 1648 nach dem Westfälischen Frieden reformiert wurde. Erst 1688 nutzten beide Konfessionen die Michaelskirche als Simultankirche. So blieb es bis 1965. Die evangelische Kirchengemeinde verkaufte ihre Hälfte der Kirche an die katholische Gemeinde und baute die Friedenskirche mit Gemeindezentrum.

    Beim Besuch der Kirche gibt es viel zu sehen. Da sind die Sandsteinkanzel und Grabdenkmale aus dem 15. bis 18. Jahrhundert sowie die an den Pfeilern verteilten alten Steinmetzzeichen. In der Michaelskirche stand ab 1717 die erste von Johann Michael Stumm erbaute Orgel, die 1753 von dem Orgelbauer R.B. Nollet umgebaut wurde. Der Orgelprospekt aus dieser Zeit ist bis heute erhalten geblieben. 2016 sanierte und erweiterte die Orgelbaufirma Thomas Gaida aus Wemmetsweiler die Kirchberger Orgel. Zu hören ist sie zum Beispiel am Sonntag, 7. Mai, ab 18 Uhr beim Konzert des Gemündener Komponisten Carsten Braun. Er spielt unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach sowie eine virtuose Toccata, die er als eine seiner jüngsten Kompositionen speziell für die Kirchberger Orgel komponiert hat. Der Eintritt ist frei.

    Info: Tourist-Information Kirchberg, Marktplatz 6, Kirchberg, Telefon 06763/910144. Weitere Ausflugstipps gibt es im Internet unter  www.gastlandschaften.de/hunsrueck

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