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Die Loreley-Freilichtbühne: Ort für magische Momente
Die Loreley-Freilichtbühne ist ein Ort, der bleibende Erinnerungen schafft.
Die Loreley-Freilichtbühne ist ein Ort, der bleibende Erinnerungen schafft.
Thomas Frey. picture alliance/dpa

Magische Momente, unvergessliche Erlebnisse: Seit 50 Jahren fasziniert die Loreley-Freilichtbühne die Musikfans. Für das Programm dort ist Ulrich Lautenschläger verantwortlich. Auch er hat auf dem Rockfelsen schon viele tolle Erinnerungen gesammelt.

Lesezeit 4 Minuten

„Manchmal“, sagt Ulrich Lautenschläger, „denke ich, ich müsste ein Buch darüber schreiben.“ Seit 16 Jahren ist er Pächter der Loreley-Freilichtbühne. Auf Deutschlands schönstem Rockfelsen hat er nicht nur Tausenden Musikfans unvergessliche Erlebnisse bereitet, sondern selbst auch etliche magische Momente erlebt. Hier erzählt er davon.

Da war zum Beispiel die Nacht mit Seeed. „Es begann wie ein Konzert und endete wie ein Mythos“, schwärmt Lautenschläger über diese Nacht im August 2014. „Als die letzten Bässe über den Fels rollten und das Publikum sich auf den Heimweg begab, blieb ein kleiner Kreis zurück: die Band, die Crew – und wir im Biergarten.“

„Wir hätten bis zum Sonnenaufgang durchgetanzt.“
Ulrich Lautenschläger über eine denkwürdige Nacht mit Seeed

Man macht es sich gemütlich: Ein Lagerfeuer knistert, jemand legt Reggae auf, und plötzlich tanzen alle im warmen Schein der Flammen. „Die Zeit löste sich auf“, erzählt Lautenschläger. „Erst als der Tourmanager gegen 4 Uhr morgens auftauchte und mich bat, keine Getränke mehr auszugeben, kehrte die Realität zurück.“ Die Band muss weiter. „Schade“, sagt Lautenschläger. „Wir hätten bis zum Sonnenaufgang durchgetanzt.“

Nur ein paar Wochen später der nächste besondere Moment. Lautenschläger sitzt mit Peter Rüchel im Biergarten an der Loreley. Rüchel ist der Mann, der den legendären Rockpalast erfunden hat. „Wir saßen genau dort, wo einst Joe Cocker, Bono, Sting und andere Giganten der Musikbranche interviewt worden waren“, erzählt Lautenschläger.

Ulrich Lautenschläger ist Geschäftsführer von Loreley Venue Management und Pächter der Bühne. Er hat auf dem Rockfelsen schon vi
Ulrich Lautenschläger ist Geschäftsführer von Loreley Venue Management und Pächter der Bühne. Er hat auf dem Rockfelsen schon viele magische Momente erlebt.
Marta Fröhlich

Rüchel erzählt ihm von seinen Erlebnissen auf der Loreley – „mit dieser Mischung aus Ruhe und Schalk, die nur Menschen haben, die alles gesehen haben“. Rüchel berichtet von organisatorischen Katastrophen, von genialen Momenten und davon, dass man einmal sogar einen Tigerkäfig bauen musste. 1983 war das, für den Auftritt der Steve-Miller-Band. „Ich bekam Gänsehaut, nicht wegen des Tigers, sondern wegen der Geschichte, die in diesem Ort steckt“, sagt Lautenschläger.

Die 50-jährige Geschichte der Konzertveranstaltungen auf der Loreley begann am 3. Juli 1976 mit einem Auftritt von Genesis. Rainer Zosel hatte die Band damals auf die Loreley geholt. Eine Begegnung mit Zosel ist Ulrich Lautenschläger im Gedächtnis geblieben. „Wir sprachen über Musik, über Produktionen, über die Magie großer Shows“, berichtet er. „Aber eigentlich sprach ich mit einer Legende – und das spürt man, ohne dass es jemand sagen muss.“

„Der Abend war einer dieser seltenen Momente, die man nicht plant, sondern geschenkt bekommt.“
Ulrich Lautenschläger

Die schönsten Momente auf der Loreley sind für Ulrich Lautenschläger aber die stillen Momente. „Manchmal stehen wir – meine Lebensgefährtin und ich – oben auf dem Bierbunker“, erzählt er. „Unter uns die Bühne, über uns der Himmel, und irgendwo zwischen den beiden schwebt die Musik. Wir lehnen uns aneinander, nehmen uns in den Arm und lassen den Stress jeder Produktion für einen Moment verschwinden.“

Vor einigen Jahren feierten die beiden dort während eines Pur-Konzerts einen runden Geburtstag. „Die Bühne leuchtete, die Musik trug uns, und der Abend war einer dieser seltenen Momente, die man nicht plant, sondern geschenkt bekommt. Ein ganz besonderer Abend.“

Jetzt für den Loreley-Fan-Award bewerben

Und jetzt sind Sie gefragt! Die Rhein-Zeitung und die Loreley Venue Management GmbH verleihen erstmals den Loreley-Fan-Award. Dafür suchen wir die schönsten Geschichten und Fotos unserer Leser von einem Konzert auf der Loreley. Eine Jury wird aus allen Einsendungen die Sieger in den Kategorien Text und Bild ermitteln.

Die beiden Hauptgewinner erhalten jeweils zwei Tickets für ein Konzert nach Wahl in der kommenden Saison – inklusive Aufenthalt in der Gewinner-Lounge auf dem Konzertgelände. Und natürlich werden die besten Bilder und Geschichten in der Rhein-Zeitung und auf rhein-zeitung.de veröffentlicht.

Wer mitmachen möchte, schickt uns sein bestes Foto oder einen Text über sein schönstes Erlebnis (maximal 1000 Zeichen) per E-Mail mit dem Betreff „Loreley-Fan-Award“ an die Adresse bad-ems@rhein-zeitung.net. Einsendeschluss ist Sonntag, 27. September. Die Gewinner werden im Oktober benachrichtigt.

Ressort und Schlagwörter

Rhein-Lahn-ZeitungLoreley-Freilichtbühne

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