Archivierter Artikel vom 17.08.2010, 09:11 Uhr
Paul McCartney (18

Die Beatles

6.1942) ist Sohn eines Baumwollhändlers und Hobby-Trompeters und einer Krankenschwester aus Liverpool.

Der Bassist, Sänger und Songwriter hat gemeinsam mit seinem kongenialen Partner John Lennon die Beatles gegründet und einen Großteil der Lieder komponiert. Aus seiner Feder stammt das meist kopierte Lied der Welt: „Yesterday“.

Nach der Beatles-Ära gründet McCartney mit seiner Frau Linda die Gruppe Wings. Seit 1980 tritt er nur noch als Solokünstler auf. 1997 wird McCartney von der Queen zum Ritter geschlagen. Mit Linda McCartney, die 1998 an Krebs stirbt, hat er drei Kinder. Aus der zweiten Ehe mit Heather Mills stammt ein Kind. Die Scheidung von dem Ex-Model sorgt 2008 für Schlagzeilen.

John Lennon (9.10.1940 – 8.12.1980) stammt aus einer zerrütteten Familie. Sein Vater arbeitet bei der Handelsmarine und ist selten zu Hause. Lennon wächst in der Familie seines Onkels auf. Damit erklärt er später seine rebellische Ader. Er spielt Gitarre und Klavier. In der Band bildet er den intellektuellen Gegenpol zum eher biederen McCartney. Seine Beziehung zu der japanischen Künstlerin Yoko Ono trägt maßgeblich zur Trennung der Beatles bei. Lennon tritt danach mit der Plastic Ono Band auf und startet mehrere Soloprojekte. Spätestens mit seinem „Bed in“, einer Friedensaktion in einem Amsterdamer Hotelbett, wird Lennon zur Stil-Ikone. Im Dezember 1980 wird er von einem psychisch Kranken in New York erschossen. Er hinterlässt zwei Kinder aus zwei Ehen.

George Harrison (25.2.1943 – 29.11.2001) kommt aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater ist Busschaffner, seine Mutter Verkäuferin. Wegen seiner zurückhaltenden Art wird er der „stille Beatle“ genannt. Als Leadgitarrist steuert er 22 Lieder für die Band bei, darunter „While My Guitar Gently Weeps“. Seine spirituelle Hinwendung nach Indien erweitert den musikalischen Spielraum der Beatles. Nach dem Auseinanderbrechen der Band landet er mit „My Sweet Lord“ einen Welthit. 1988 gründet er mit Bob Dylan, Tom Petty, Jeff Lynne und Roy Orbison die Traveling Wilburys. Daneben arbeitet er als Musik- und Filmproduzent. Er ist zweimal verheiratet und hat einen Sohn. Im November 2001 erliegt er einem Krebsleiden.

Richard Starkey, genannt Ringo Starr (7.7.1940), ist Sohn eines Konditors. Seine Eltern trennen sich früh, der Stiefvater adoptiert ihn und begeistert ihn für Musik. Als Junge kämpft er mit mehreren schweren Krankheiten. Darunter leidet auch seine Schulausbildung. In Liverpool spielt der umgeschulte Rechtshänder für die Band Rory Storm and the Hurricanes, bevor er 1962 zu den Beatles stößt. Zum Repertoire der Band trägt der Schlagzeuger nur wenige Titel bei, darunter „Octopus's Garden“. In den Beatles-Filmen spielt er dagegen oft die Hauptrolle. Auch später ist er als Schauspieler unterwegs. Zudem landet er als Solomusiker einige Erfolge und geht mit seiner All-Starr-Band auf Tour. Starr ist zum zweiten Mal verheiratet mit Schauspielerin Barbara Bach. Aus erster Ehe hat er drei Kinder.

Stuart Sutcliffe (23.6.1940 – 10.4.1962) und Pete Best (24.11.1941) sind der „fünfte Beatle“. Der Bassist Sutcliffe verließ die Beatles Anfang 1961. Er trug als erster die typische Pilzkopf-Frisur, die später Markenzeichen der Band wurde. Er zog zu seiner deutschen Freundin Astrid Kirchherr und konzentriere sich auf sein Kunststudium. Er starb 1962 offenbar an den Spätfolgen einer Kopfverletzung. Pete Best war bis 1962 Schlagzeuger der Band. Offiziell wurde sein Rausschmiss mit mangelnder musikalischer Qualität begründet. Best spielte danach in der Band Pete Best Four, bevor er sich zurückzog. Eine Mitte der 1990er Jahre aufgelegte Beatles-Anthologie mit Aufnahmen, auf denen er zu hören ist, ließ ihn nachträglich am Erfolg teilhaben.